Schaust du jetzt auf mich, Schwester?

Shownotes

Geschwister von Kindern mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung wachsen oft in einer besonderen Familienrealität auf – und trotzdem wird erstaunlich wenig darüber gesprochen, was das für sie bedeutet.

Ich spreche mit Sara Vidas, Modedesignerin, Stylistin, alleinerziehende Mutter und grosse Schwester eines Bruders mit einer Autismus-Spektrum-Störung und einer kognitiven Behinderung.

Sara erzählt, was sie als Schwester geprägt hat, was sie sich als Kind an Aufklärung und Sichtbarkeit gewünscht hätte und was ihr geholfen hat, ihren eigenen Weg zu finden.

Und wir sprechen darüber, wie sich ihr Leben vor zwei Jahren noch einmal grundlegend verändert hat: als ihre Mutter völlig unerwartet starb. Eine Mutter, die nicht nur Mutter und Grossmutter war, sondern über viele Jahre sehr viel Care-Arbeit getragen hatte – für ihren Sohn, aber auch für Sara und ihre Kinder.

Plötzlich war da nicht nur die Trauer um einen geliebten Menschen, sondern auch eine riesige Lücke im Familiengefüge.

Sara erzählt, wie sie heute mit dieser Lücke lebt, was ihr geholfen hat und wie sie versucht, ihren unterschiedlichen Rollen gerecht zu werden, ohne sich selbst dabei ganz zu verlieren.

Ein Gespräch über Geschwisterrollen, Verantwortung und Care-Arbeit. Über Trauer und Veränderung. Und darüber, wie wir unseren eigenen Weg finden können, wenn das Leben plötzlich ganz anders aussieht als zuvor.

Mehr über Sara Vidas: https://studiovidas.com/

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Pflaster fürs Herz ist ein werbefreies Herzensprojekt. Mein Wunsch ist es, einen Ort zu schaffen, der stärkt, entlastet, Trost spendet und daran erinnert, dass wir mit unseren Herausforderungen nicht alleine sind.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Er sagte der Mama Tschüss, er ist raus.

00:00:04: Nachher hat er mich angeschaut und er ist zwei Meter grosser.

00:00:08: Einen kleinen, grossen Bruder.

00:00:10: Dann schaut er mich an und sagt ... Schau jetzt auf mich, Schwester!

00:00:18: Ich habe nur die Tränen abgelaufen müssen, weil es war klar, dass es für mich gar keine andere Frage

00:00:26: gibt.

00:00:29: Eins ist klar, wir alle struggleden.

00:00:32: Und manchmal tut es Leben auch weh.

00:00:35: Plastofisherz ist ein Podcast, das ich in diesem allem begleitet.

00:00:39: Mit Gedanken und Pülsen und Gesprächen direkt aus meiner Coaching-Praxis, die dich stärken und entlasten.

00:00:49: Ich bin Zara Satir und freue mich, wenn du immer wieder reinlassen kannst.

00:00:53: Wenn du etwas brauchst, was dir Lichtigkeit schenkt und dein Herz wärmt.

00:01:01: Jetzt will ich mit einem Kaffee hier sitzen.

00:01:04: Ich nehme den ersten Schluck des Kaffees und habe gerade wieder ... Also, ich habe nicht aussen gespeut.

00:01:09: Ich hätte ihn am liebsten aussengespeut, weil ich die Küche gerannt habe.

00:01:13: Weil ich gemerkt habe, dass sie in dieser Tasse, wo ich diesen Kaffe draus trinken kann, an Wäschmittel hatte.

00:01:20: Das ist ein Angrüssiger als abgeloffene Milch, muss ich jetzt sagen.

00:01:25: Eine neue Erfahrung.

00:01:27: Darum sitze ich jetzt da.

00:01:28: Ohne Kaffee, dafür mit Tee ist auch etwas.

00:01:32: Ist ja ich gesünder, sagt man.

00:01:35: Ich hatte schon Kaffe, also das heisst ... Obwohl morgen ist ... Ich bin auch ein Lärcher, sagt mir oder den Menschen, die gut funktionieren am Morgen, sagen, sie sind Lärchen.

00:01:46: Ich glaube so eine, was mich wahnsinnig geholfen hat, gerade mit der Kindergrosse zu ziehen

00:01:54: und ...

00:01:55: Ich bin Mutter von zwei einer wachsenden Kind, älteren.

00:01:59: Sie hat eine sehr seltene Stoffwechselkrankung und ist dadurch mehrfach behindert.

00:02:06: Dann habe ich noch einen jüngeren Sohn.

00:02:08: Die beiden haben zwei, drei Viertel Abstand.

00:02:13: Und ich sage namentlich ... Ich weiss nicht, ob ich mich ein paar Monate später noch getraut hätte, schwanger zu werden.

00:02:24: Weil ich vor der ... Behinderung.

00:02:28: Erst so Schritt für Schritt erfahren habe, heute weiss ich ... Ich weiss noch nicht so lange, dass er diese Krankheit hat.

00:02:36: Heute weiss auch, dass die Krankheit macht, dass es ein Schritt für schritt verläuft ist.

00:02:43: Das heisst, er kam auf die Welt und war gesund.

00:02:49: Man muss sich das vorstellen wie eine toxische Reaktion im Hirn, die alle neurologischen Funktionen betrifft.

00:02:59: Darum habe ich erste Schritt für Schritt erfahren, dass mein erstgeborenes Sohn anders ist und ich immer will sicher drei Kinder oder vier Kinder.

00:03:13: Ich habe wahnsinnig gerne Kinder.

00:03:15: Es ist lässig, wenn es mehr Kinder sind als Erwachsene, denn dann ist eine Archie kass.

00:03:21: Und ... Ich bin unglaublich dankbar am Leben, dass ich von meinem jüngeren Sohn darf sein.

00:03:32: Ich weiss nicht, ob ich es gleich gewagt hätte wegen meiner eigenen Belastungsgrenze wie dann ganz viel Schweres und Schwieriges auf mich zugekommen ist.

00:03:43: Und ich weiss natürlich nicht, wie ich leicht hätte können schwanger werden.

00:03:48: Und so wollte es leben, dass ich Mutter bin von einem Kind mit einer chronischen Krankheit und einer Behinderung.

00:03:54: Von einem Kind ohne all das!

00:04:01: Und diese Reise hat mich an viele Themen heruntergebracht.

00:04:06: Über eines möchte ich heute mit meiner Gästin, die wir gegenüber so ganz leiser sitzen.

00:04:12: Sie habe den Kaffee ohne Abwaschmittel zum Glück bekommen und reden.

00:04:16: Das ist nämlich ... Wie ist denn das, wenn man Geschwisterte ist?

00:04:22: Ohne Behinderung von einer Geschwistersmitternbehinderung.

00:04:29: Es gibt so wenig Sichtbarkeit für dieses Thema.

00:04:33: Entweder sind es Schicksalsgeschichte, Geschwistern ... Die Kinder gibt es ja auch ganz schlimm über Zeichen und Schattenkinden.

00:04:43: Ob das schwer schick soll?

00:04:47: Ich finde, es gibt wenig individuelle Sichtbarkeiten für diese geschüsterten Thematik.

00:04:56: Darum ... Ich habe meine Freundin, die heisst auch Sarah.

00:05:00: Meine Mutter hat ja übrigens einmal gemeint ... Hallo, Sarah, sag ich jetzt erst mal.

00:05:04: Hoi, Sarah!

00:05:06: Ich weiss, dass deine Mutter auch gemeint ist, sagen sie seltene Namen?

00:05:09: Ja,

00:05:10: sie hat sehr schwelle Lara und dann hat sie gefunden Spitzgängige, machen wir Sarah.

00:05:13: Mhm.

00:05:14: Meine Mutte hat auch gemeinte, sagen Sie seltenen Namen.

00:05:18: Ja, wie soll ich jetzt sagen, ich habe vier Freundinnen, fünf Freunde, ich muss mir die Sarahs erzählen in meinem Leben.

00:05:25: Ich war auch immer mit Sarah in der Klasse.

00:05:30: Sehr viele Saras, wir sind sogar noch zwei Saras ohne Haar.

00:05:35: Und ich habe die Sarah gefragt, ob sie mit mir über das Thema reden würde.

00:05:42: Du bist Schwester und dein Bruder hat eine Behinderung.

00:05:49: Magst du dich erinnern ... Wie alt du warst, wurde dir zuerst klar, dass dein Bruder anders ist.

00:05:59: Hast du Erinnerungen an das?

00:06:01: Wie alt bist du?

00:06:06: Dass er anders ist, kam später erst, dass ich das bewusst wahrgenommen habe.

00:06:12: Ich habe gemerkt, dass die Mama anders ist und ich mich gut erinnere.

00:06:18: Und dann bin ich ... Ich war so im Alter des ersten Kindes, vielleicht fünf, wo ich wahrgenommen habe, dass meine Mama sich gegenüber veränderte.

00:06:31: Das war das Alter, in dem man langsam Musik gefunden hat, dass die Entwicklungen von meinen Brüdern verzögern stattfinden.

00:06:39: Ich selbst war bei ihm viel älter.

00:06:43: Wie ist das?

00:06:44: Bist du zuerst auf die Welt gekommen oder er?

00:06:47: Was für einen Abstand habt ihr?

00:06:48: Ich

00:06:49: bin der erste Kind und zwei Jahre später kam er auf die Welte, wir sind ziemlich genau zwei Jahre auseinander.

00:06:58: Er ist zwei Jahre jünger.

00:07:01: Magst du dich noch erinnern, was das ausgelöst hat?

00:07:04: Die Veränderung der Mutter.

00:07:06: Das ist ja immer eine Entronung des gefüßten Kindes, gerade mit zwei, wo man das Gefühl hat, die Welt gehört einem und dann kommt plötzlich ein Gefüschter hin.

00:07:17: Man ist plötzlich nicht mehr im Mittelpunkt.

00:07:20: Es sind ja immer oder so in diesem Sinn aber irgendwie hast du noch etwas anderes später beachten oder gefühlt vielleicht mehr?

00:07:27: Ja es war eher ein Gefühl ... Das gehört natürlich auch dazu, dass man als Erstgebohrnung ... Sie hat immer gesagt, du bist meine Sonne.

00:07:39: Und es war ein absolutes Wunschkind.

00:07:43: Nach zehn Jahren Kinderlosem Zusammensehen mit meinem Vater ist es endlich passiert, dass sie schwanger geworden ist und schon gedacht haben, sie wären kinderlos bleiben.

00:07:53: Ein wahnsinniges grosses Wunschkind.

00:07:55: Das spürte ich sehr viel.

00:08:00: Dann gab es irgendwann die Situationen, in denen ich gemerkt habe, dass meine Mama viel Sorgen hatte.

00:08:07: Sie war wie belastet.

00:08:10: Ich glaube sie war auch alleine ... In dieser Zeit mit allem, was eine Sorge an sich ankam.

00:08:19: Jetzt sagst du, dort habe ich gemerkt, ja, meine Mutter ist irgendwie anders, sie ist belastend?

00:08:25: Wenn hast du gemerkt, dass dein Bruder anders ist?

00:08:29: Erst viel später.

00:08:31: Weisst du das noch?

00:08:32: Ja, das war erst, als ich in der Mittelstufe war und eigentlich auch durch andere Gespörende in der Schule.

00:08:43: Für mich war es total normal.

00:08:45: Ich habe zwar die Belastung wahrgenommen daheim, ich habe Themen wahrgenommen, ich hatte Tränen wahrgenommen und Angst von meiner Mutter ... Mein Bruder war für mich ja kein anderer Vergleich.

00:08:59: Ich konnte nicht empfunden, dass er in meinem grossen Unterschied einfach etwas speziell war.

00:09:07: und dann in der Mittelstufe, wo ich auch immer mit ihm kam, mit Schule ... Und ich fand das total gut, dass sie kommen.

00:09:17: Ich habe mich überhaupt nicht geschämt für meine Familie.

00:09:21: Es war ein Teil von mir, auch mit ihm in die heilpädagogische Schule zu gehen.

00:09:25: Und mich zum Gehen mit anderen Beiträchtigen der Kinder.

00:09:28: Das war völlig normal.

00:09:30: Dann haben aber andere Gespönli bei mir in der Schule ab dem Tag, einen Tag später ... Sie begrüßen mich am Morgen und machten sich lustig darüber.

00:09:42: Wir sagten, Mungo ist Schwesterin.

00:09:44: Da wurde es mir klar, was das heisst, dass etwas anderes ist.

00:09:49: Dann habe ich angefangen, Fragen zu stellen.

00:09:52: Dein Bruder hat eine kognitive Behinderung.

00:09:57: Es ist noch die Zeit ...

00:10:00: Er wurde bei einer Fähnenske.

00:10:01: Und es war noch eine Zeit, in der man vielleicht nicht gleich abklärt hatte, wie man das heute machte?

00:10:08: Ja.

00:10:09: Du vermutest, dass er auch vom Artismus-Spektrum ist?

00:10:12: Das weiss man mittlerweile.

00:10:15: und dass er kognitiv, einfach ein starker Entwicklungsverzögerung hat?

00:10:21: Genau.

00:10:23: Also sichtbar auf den ersten Blick nicht, also die Entwicklung vom äussentlichen ersten Merkmal, körperlich ist nichts sichtbares.

00:10:32: Erst im zweiten Blick ... Im Körper merkt man es schon.

00:10:40: Der Muskeltonus ist anders entwickelt, aber er ist zwei mitten groß und ein wahnsinniger, gut aussehender, schöner junger Mann.

00:10:47: Mittell alt sagt ja meine

00:10:50: Eltern so mit der Behinderung.

00:10:52: Du bist mittelalt?

00:10:54: Das finde ich noch einen guten Ausdruck!

00:10:56: Ja, jetzt kommt auch eine schöne graue Schläfe, wenn sie starten gut.

00:11:03: Er ist sicher nicht das, was sie mir nachgerüft haben... Er hat ... Ja, er ist im Erdismus.

00:11:09: Er

00:11:09: hat Katriss um die Eine zwanzig.

00:11:13: Und gleich hast du dort wirklich gemerkt, das sei etwas anderes?

00:11:17: Du stellst an von einer Frage.

00:11:20: Und jetzt weiss ich ja auch als Mutter aus meiner Perspektive ... Man überlegt sich ja auch, was es ist, wenn das Geschwister der Kinderfragen stellt.

00:11:32: Wie gehe ich mit dem um?

00:11:33: Ich bin immer sehr offen mit diesem Umgang.

00:11:36: Ich habe versucht alle Fragen zu beantworten und habe mir viele Gedanken gemacht.

00:11:44: Vielleicht auch so wie mit der Sexualität.

00:11:48: Wie, was beantworte ich?

00:11:50: Was möchte er wirklich wissen?

00:11:52: und dann auch, wie benenne ich das?

00:11:54: Aber auch was möchte er vielleicht noch nicht wissen oder was ist überfordert?

00:11:59: Ich habe sehr immer meinen Sohn überlassen, was er will und gleichzeitig aber auch versucht die Informationen ... sichtbar zu machen für ihn und dann schauen, was er nimmt oder nicht.

00:12:14: Wie war das bei dir?

00:12:16: Ich denke, es ist ein Unterschied der Zeit.

00:12:19: Ein Unterschied vom Wissen darüber, was mein Bruder wirklich hatte.

00:12:23: Der Unterschied von Generationen mit dem Umgang mit ihm ... Ich hätte ihm gewünscht, dass mir bewusst sein Tag gewesen wäre in Bezug auf meine Fragen.

00:12:39: Ich glaube, mein Vater entzogen sich recht stark.

00:12:44: Er hat mir versucht, eine gute Zeit zu geben und mich wie zu tragen durch meine Kindheit und nicht viel Gespräch zugelassen durch seinen eigenen Schmerz.

00:12:54: Meine Mutter habe immer wieder ihre eigene Ängste triggert.

00:13:04: Häufig war es so, dass sie mich ... Ich versuchte, so wie ich es nicht zu dir frage.

00:13:14: Es ist halt so bei uns und die anderen müssen nicht so blöd mit dir reden.

00:13:20: Es war viel unbeantwortlich für mich als Kind.

00:13:24: Das heisst, wenn du jetzt eine Zeitreise machen könntest und zurück, dann wirst du dem Mädchen damals mehr Informationen geben?

00:13:33: Ja!

00:13:34: Es sind auch heute mehr Informationen hier.

00:13:36: Genau, und die Leute sind es wichtig, über das zu reden und sicherbar zu machen.

00:13:40: Geschwisterte ... Das habe ich auch erlebt.

00:13:42: Das würde mein Sohn oder meine Jünger sagen.

00:13:45: Ich bin aufräumt von dieser Information.

00:13:47: Er will mittlerweile auch mitgesprochen werden.

00:13:50: Er möchte gerne Beistandschaften mal übernehmen.

00:13:54: Und er möchte wissen... Ich finde das auch wichtig, dass man sagt, bei dir ist es anders gelaufen.

00:14:01: Aber das wäre hilfreich!

00:14:04: Gibt es sonst noch etwas, was du als zeitreisende Würsch dir selbst geben würdest?

00:14:12: Wenn du sagst, wenn jemand zuhört und genau die Situation hat und von dir hört, was dann gebraucht ist ...

00:14:21: Ich glaube ganz viel Verständnis.

00:14:24: Ich hatte damals einen Moment, in dem ich dann wie gemerkt habe, wenn Gespäne von meinen Brüdern kommen.

00:14:29: Er wollte auch abmachen und andere beeinträchtigte Kinder besuchen, damit ich mich angefangen habe zu gruseln.

00:14:40: Wenn ich z.B.

00:14:40: bis gleiche Besteck benutze wie mein Bruder, dann werde ich vielleicht auch krank?

00:14:44: Das ist ja dann, wieso an die Mechanik von den anderen so ... Ja, ein behindertes Kind hat mich.

00:14:49: nur, wenn alle behinderten sind, deine Eltern sind ja

00:14:51: auch klasse gespeichert.

00:14:53: Und ich glaube es, wenn ich jetzt zurückdenke, würde ich mir wünschen, entfielen und vielleicht erleichtern vielleicht auch ein humorvoller Umgang mit dem, weil ich angefangen mein Besteck anzuschreiben.

00:15:07: Ich schrieb aus kleinen Papierle Sarah drauf und habe mit Kleberli rundherum gemacht um einen Gabel und benutzt ihn nur noch das.

00:15:14: Und ich bekam dann aber das Gespür als wäre ich falsch!

00:15:19: Und ich hätte mir jetzt im Nachhinein eine kleine Sache gewünscht.

00:15:23: Man hätte vielleicht auch mal so etwas lachen können.

00:15:26: Dann hätte man sagen können ... Es ist fast nur absurd und lustig, dass du so etwas machst.

00:15:32: Für das gibt es keinen Anhaltspunkt.

00:15:34: Das ist nicht der ansteckende Krankheit.

00:15:36: Es ist alles in Ordnung.

00:15:39: Einfach einen freier und leichteren Umgang mit dem.

00:15:43: Dort bist du auch wieder beim Thema Informationen.

00:15:47: Hier könnte ich mir vorstellen, dass es hilfreich gewesen wäre, wenn sie eben in der Schule

00:15:53: ...

00:15:53: auch aufgefangen worden wäre.

00:15:55: Wenn ich höre, was du dann hattest ... Es ist eine Form von Mobbingen zu fahren.

00:16:02: Dann war das ja auch ein Aufgabe der Lehrpersonen, dass man über das Thema Behinderung spricht und dass wir hier den Vorurteilen oder Abschaffen aus dem Weg räumen und v.a.

00:16:17: wirklich informieren.

00:16:22: Das ist natürlich etwas, was ich wahnsinnig dankbar bin.

00:16:25: Dass sich diese Entwicklung in unserer Gesellschaft etwas hier hat oder in den letzten dreißig Jahren oder vierzehn Jahre.

00:16:33: Damals zu meiner Zeit wurde das wirklich tabuisiert.

00:16:36: Man hatte nicht über dieses Gerät.

00:16:37: Es war kein Thema, dass es damals besprochen worden wäre.

00:16:43: Das haben wir heugenommen.

00:16:45: Aber ja ... Das merke ich jetzt auch als ... als erwachsene Person und als Schwester im Heute, wie fest ich das lustvoll integrieren in mein Leben.

00:16:59: Auch dass es eben nicht nur eine schwere muss sein sondern auch eine schöne Bereicherung kann sein.

00:17:04: Und dass es Teil des Menschen ist, dass die Menschen anders sind.

00:17:15: Ich erinnere mich also schlustig, James, mein älterer Sohn mit der Behinderung, war gerade auch hier.

00:17:23: Er hatte Ferienverbrach mit mir da.

00:17:27: Dann hat er von sich aus plötzlich erzählt, wo er mit dem Tarn mit den Jüngeren Sohnen in die Schule durfte.

00:17:34: Dort war der Tarn in der fünften Klasse und hatte einen tollen Lehrer.

00:17:39: Fasermann Zulost, Erwin Huander.

00:17:41: Danke für das.

00:17:42: Was er so gemacht hat ... was thematisiert hat, und dann James in die Klasse eingeladen.

00:17:52: Und wirklich eine Schulstunde.

00:17:54: Wie gesagt, er wäre offen gewesen für mehr im Akten-Chem eh nicht.

00:17:58: Man muss schon schauen, ob es geht oder nicht.

00:18:00: Aber er durfte keine Schule mit

00:18:02: dem Planen.

00:18:02: Das ist wunderbar!

00:18:03: Das hätte ich mir sehr gewünscht.

00:18:04: Und er hat sogar den Unterricht so angepasst und hat James als Zeugnis gemacht ... Das ist für beide so ein stärkeres Moment.

00:18:13: Sie dürfen schon mal den Schulweg zusammenlaufen und auf dem Pausenplatz zusammenstehen, sowieso ganz viele Geschwister, die mit diesem alten Abstand erleben.

00:18:22: Und das zeigt mir einfach auch wie schön es wäre, wenn wir eine inklusive Schule hätten.

00:18:27: Wie dann gibt uns diese Vorteile gar nicht?

00:18:30: Es wäre ja einfach normal!

00:18:34: dort

00:18:35: oder so zu merken, wie alleine die Geschwisterti so sind.

00:18:39: Oder wie du warst.

00:18:39: Aber ich glaube es findet immer noch statt.

00:18:42: Nicht alle Lehrkräfte sind so aufmerksam dieser Thematik und ich finde auch ... Es gibt wenig Vereinigungen, die überhaupt etwas anbieten für Geschwisters.

00:18:53: Es gibt viel zu wenig gute Literaturen

00:18:56: usw.,

00:18:58: wo dann nicht so wie du vorhin gesagt hast, das ist ja nur schlimm, sondern... Genau.

00:19:05: Es ist genau so ... Ich schrieb mal einen Kolumnen über das Begriff Schattenkind, wie mich meine jüngere Sohn gefragt hat, was ein Schatten Kind ist und wie sie einen Artikel hatte, der noch jemanden umgelegt war.

00:19:18: Er sagte dann, er sei auch absurd, weil ich im Schatten stehe manchmal in den Saunen oder am ersten Mal.

00:19:26: Mein Bruder ist einfach mein Bruder hier.

00:19:28: Ja,

00:19:28: genau.

00:19:29: Und das sagt ja du jetzt auch!

00:19:31: Also eben er ist einfach und das ist eigentlich die Inklusion und so ganz normal.

00:19:39: Ich sitze heute mit dir hier, weil was mir auch auffällt einerseits ist das Thema sehr unsichtbar immer noch in der Kindheit und was aber noch unsichtbares ist im Erwachsenenleben.

00:19:57: Und gerade Menschen mit kognitiver Behinderung haben ja keine Lobby.

00:20:04: Wenn man schaut im ganzen oder so Gleichstellung, Inklusionsbereich ... Oder dann haben die Menschen mit Körperbehinderen noch viele Leute für sich einstehen.

00:20:18: Die können auch mehr für sie einsteigen.

00:20:20: Sie haben eine stärkere Lobby und ist übrigens auch ein Grund, warum dort die Rechtslage-Teile besser ist?

00:20:28: Also auch gibt es viele noch zu machen.

00:20:31: Aber Menschen mit schweren kognitiven Behinderungen, so wie mein Sohn und dein Bruder ist weniger schwer oder behindert aber auch ... Sie

00:20:42: haben keine Stimme.

00:20:43: Nein,

00:20:45: sie brauchen uns als Stimme

00:20:46: genau.

00:20:48: Und das ist ja auch ein Grund wieso ich nach wie vor immer wieder über die Themen rede und eben auch hier in dem Podcast möchte darüber reden weil ich glaube wenn man von Pflaster fürs Herz redet dann brauchen wir eben auch Inklusion.

00:21:08: Es werden nur ganz wenige von den Behinderungen angeboren und die meisten werden im Laufe des Lebens erworben.

00:21:15: Ich werde immer wieder über das Thema reden, vielleicht mal alleine oder mit Gästen oder einem Gast so wie mit dir jetzt, weil ich glaube es kann uns plötzlich vom einen Tag auf der anderen auch irgendwie betreffen – ob als Angehörige oder eben auch selber!

00:21:35: Gerade im Alter geht es uns die meisten an.

00:21:38: Ja, das

00:21:41: stimmt.

00:21:41: Die Sicherheit, was heisst das für Geschwisterte in einem wachsenden Leben?

00:21:49: Wenn es richtig läuft, sage ich immer dann überlebt mich mein Sohn mit der Behinderung.

00:21:55: Das wünsche ich mir!

00:21:57: Und gleichzeitig heisst es ja, dass ich irgendwann nicht mehr da bin ... Und dann meinen Sohn, der in jedem Lebensbereich

00:22:09: Hilfe

00:22:09: braucht.

00:22:10: Ich bin Privatbeistandin und habe auch gesehen, wie fest Christbeteilig es überlastet ist.

00:22:16: Sie haben zu wenig Ressourcen.

00:22:20: Das heisst ich bin auch BeistandInnen, weil ich weiss das.

00:22:26: Er kann nicht für sich selbst schauen.

00:22:28: Er braucht jemanden, der beim Wohnen und bei der Gesundheit bei allem schaut.

00:22:35: Wenn ich nicht mehr bin, habe ich gesagt, er möchte mir das so ummachen.

00:22:38: Aber hey!

00:22:40: Das ist wahnsinnig viel Verantwortung.

00:22:43: Ja.

00:22:44: Und dann ... Das ist ja ein Thema, das für mich auch immer neu ist.

00:22:49: Es sind jetzt zwei zwanzig Jahre.

00:22:50: Das heisst, ich bin beiständig seit vier Jahren Was das heisst, auch im erwachsenen Leben einen Menschen so begleiten.

00:23:01: Ich weiss noch nicht so lange und gleichzeitig habe ich bei dir zu erleben, was es bedeutet, wenn ein Mami, der das so übernimmt wie ich das im Moment macht, auf ganz tragische Art und Weise plötzlich verstirbt?

00:23:22: Ja, das ist alles passiert.

00:23:24: Genau, und du bist vom einen Tag auf den anderen.

00:23:30: Bist du mit dieser ganzen ... Es war für mich so verrückt zu leben.

00:23:34: Deine Mutter war eine Frau, die ihres Leben lang unglaublich viel unbezahlte Kerare geleistet hat.

00:23:44: Und wir leben in einem System, der ... Sie stützt gerade im Behindertenbereich, also bei den Kindern auch.

00:23:52: Aber auch im Erwachsene-Behindertenbereich.

00:23:54: Man spricht viel zu wenig darüber.

00:23:56: Sie stützen sich auf unbezahlte Kerrarben von Frauen.

00:24:01: Ja ... Sie gab ihr Leben für das?

00:24:04: Genau!

00:24:05: Das war Inhalt?

00:24:06: Genau.

00:24:08: Und auch nachdem mein Bruder achtzehn ist geworden.

00:24:13: Sie ist gestorben, als er neununddreisig

00:24:16: war.

00:24:19: Und das heisst, sie hat ja zwanzig Jahre ihnen auch noch in einem wachsenden Leben betreut.

00:24:27: Sie hatte in den neun und dreißig Jahren ihre Mutter gewesen von einem Kind, der nie selbstständig ein Leben hätte führen können.

00:24:37: Und diese Arbeit und die Zeit und dieses Mittragen ist eine enorme Arbeit!

00:24:44: Er

00:24:45: lebt in der Institution.

00:24:49: Und gleich hat sie ihn noch so viel geschaffen.

00:24:51: Magst du mal sagen, was das heisst?

00:24:55: Bis dahin ist natürlich sowieso den Alltag ja zu Hause stattgefunden.

00:25:00: Aber auch nachher wurde er dann ausgezogen und es ist ein grosses Glück, dass er einen wunderbaren Ort hat, an dem er seit über zwanzig Jahren sein darf ... Die Wagenburg in Seegreben, die Andreas Ott gegründet hat mit Daniela und seiner Frau.

00:25:18: Das ist ein Ort, das wirklich so viel Herz ausstrahlt und hat in sich ... Das war ein grosses Glück, dass er dort einen Platz bekam.

00:25:30: damals, obwohl er eigentlich ... Das war fast zu stark beeinträchtigt, auch schon dort für das, was ich wollte, dass man als beiträchtigte Person auf dem Hof mitleistet.

00:25:44: Aber auch dann, wo er ausgezogen ist, wurde es nicht weniger, weil es einfach andere Themen wurden.

00:25:52: Die ersten paar Jahre mussten Mama wahnsinnig viel begleiten im Ankommen, im neuen Alltag ... und hat auch mit sich selber wahnsinnig viel ausmachen müssen, auf einmal das Kind loszulassen in ein anderes Zuhause, wo er gewohnt hat und geschaffen hat.

00:26:14: Nach wie vor wohnt und schafft.

00:26:17: Und am Anfang kam er noch jedes Wochenende nach Hause.

00:26:20: Dann haben wir gemerkt, wie fest es selbst zu Bestands geht.

00:26:25: Wie fest der Wechsel für ihn verbunden ist ... mit Kämpfe und nicht mehr zurückzugehen.

00:26:36: Dann hat man das langsam reduziert, aber sie hat sich um alles weiterhin kümmern.

00:26:43: Das ist etwas, was ich auch erlebt habe und viele erleben, die erwachsene Kinder haben, aber auch im Kindheitsalter, wo wir im Autismus-Spektrum sind, dass ja diese Wächse so schwierig sind?

00:27:00: Das hat mir wahnsinnig gute ... Die hat mich gecoached im Autismusbereich.

00:27:07: Und die hat mir erklärt, dass es manchmal einfacher ist.

00:27:12: und so ist es bei meinem Sohn, der sehr schwer vom Autismus-Spektrum betroffen ist.

00:27:18: Ich würde ihm nichts gut tun.

00:27:20: Ich musste das richtig erlernen, wenn ich in jedes Wochenende nach Hause komme.

00:27:25: Das ist

00:27:26: schmerzhaft?

00:27:28: Ja.

00:27:28: Ich finde, man kann sich die ganze Zeit sehen und besuchen.

00:27:33: Dass es für ihn aber immer wieder eine enorme Belastung ist, habe ich von Fachleuten.

00:27:40: Mittlerweile berate ich auch in diesem Bereich ... Ich musste das schon ganz früh lernen, auch wenn es um

00:27:48: ...

00:27:50: Entlastungsdienst und so ging.

00:27:52: Es ist wie einfacher viel am Stuck als immer noch etwas pizzerisch.

00:27:56: Das ist besser?

00:27:57: Genau!

00:27:58: Ja, es ist mehr Ruhe eingehört.

00:28:00: Wie weitere Abstände da sind... Und

00:28:02: dass die Übergänge einfach auch Stress sind.

00:28:04: Man tut etwas Gutes, kann die Mama so anfühlen, jedes Wochenende nach Hause.

00:28:10: Und man merkt dann, Nein, es ist zu viel Stress.

00:28:15: Ja und das heisst aber dann nicht, dass man in der Zeit, wo die erwachsene Person, die beeinträchtigt ist oder nicht daheim ist, sich nicht kümmern muss um ganz einfache Sachen wie zum Beispiel Körperpflege oder werden die Socken gewechselt?

00:28:37: Ich kann mir erinnern, wie sie so viel gekämpft hat ... weil einfach gewisse Sachen dann vielleicht nicht die Relevanz hatten von Betreuung, wie sie es empfunden hat, dass ihr das Kind gut geschützt ist und gut begleitet ist.

00:28:55: Weil wir an mich gegangen sind und dann war zum Beispiel sein Bett verdrückt, weil er halt nicht sich gut ... nach dem WC putzt.

00:29:07: Und wie sie sich immer so aufbäumt hat, ich kann mich erinnern, weil sie einfach eine Löwenmutter geblieben ist für viele Belangen ... Wie ein Kind bleibt?

00:29:25: Das beschreibst du.

00:29:26: Mir geht es persönlich sehr nahe an.

00:29:29: Ich merke gerade das Thema E-Kote.

00:29:33: Ich uriniere

00:29:35: Sauberkeit, Körperhygiene angeht.

00:29:40: Man muss sich vorstellen ... Das ist etwas, das ich bei meinen Nichten sehe.

00:29:45: Die ist jetzt zweieinhalb.

00:29:47: Sie ist das am Lernen.

00:29:49: Genau!

00:29:51: Wenn diese Entwicklungsschritte nicht gleich kommen, dann ist es für eine Mutter etwas, was extrem ein verletzliches Thema ist?

00:30:03: Wenn man ein Kind in eine Institution gibt und die Betreuung und andere haben, dann braucht es auch ... Es ist ja völlig richtig, wie Sie einen guten Job machen.

00:30:14: Aber man muss so ein verletzliches Thema anvertrauen und übergeben.

00:30:20: Und dass das eben auch Arbeit ist.

00:30:24: Dass das auch ganz tief im Prozess sind.

00:30:29: Ich glaube, wenn man das nicht kennt, sehr schwer zu vorstellen.

00:30:32: Was macht es mit einem?

00:30:34: Wenn ein Kind so selbstverständlich Entwicklungsschritt nichts macht, der dann auch Fisch mit Würden zu tun hat?

00:30:40: Genau und ich glaube das ist hier, wo die Arbeit eben nicht nur ist, dass man sich dafür einsetzt sondern es ist eine Arbeit, die mit viel Schmerz immer verbunden ist.

00:30:51: Weil man einfach merkt, dass dieses Detail von den Würden ... wie nicht passiert und die Person muss begleiten.

00:31:01: Ich merke das auch, weil ich selber Mutter bin und jetzt das Thema wieder rauf kam auf einmal seit einigen Wochen.

00:31:08: Wie fest ist es mich ...

00:31:10: Bei deinem Bruder

00:31:14: ist sie wieder rufkommen?

00:31:16: Genau!

00:31:16: Es passiert immer wieder.

00:31:17: Es ist so wie eine Entwicklung.

00:31:19: Es passiert sehr positiv.

00:31:21: Es hat sich unglaublich schön ... ... positiv nach dem Tod von der Mama entwickelt.

00:31:26: Was so schön war, war zu sehen und zu schauen.

00:31:29: Jetzt machst

00:31:29: du gerade einen grossen Gumpel?

00:31:31: Ja, durch mein Leben!

00:31:32: Es ist voll okay, Gumpia Miguel.

00:31:34: Kommen wir noch mal zurück.

00:31:37: Oder dein Mami ist gestorben... Also... Wegen einer Operation?

00:31:44: Sie hatten

00:31:44: eine von diesen schlimmen Komplikationen.

00:31:48: Ja, sie bekam

00:31:48: die Lungenembolie nach der Operation und überlebt diese Embolien nicht.

00:31:53: Genau.

00:31:55: Und das ist ja ... Man muss auch sagen, deine Mutter hat viel Kehrarbeit für dich.

00:32:02: Du bist alleine erziehende Mutter von zwei Söhnen.

00:32:06: Auch hier oder wieder so ein Beispiel von ohne Kehr- Deine Welt ist für einen Moment stillgestanden, gefühlt und gleichzeitig musst du in einer Form, also in einer Art und Weise, funktionieren müssen.

00:32:25: In dieser Katastrophe kann ich als Freundin von außen oder erlebt haben ... Die ganze Zeit denkt immer wieder, das ist so viel gerade.

00:32:39: Das ist wie ein Strudel, die dich erfasst hat

00:32:42: und du

00:32:43: funktioniert hast.

00:32:44: Man muss auch sagen, dass du auch für deinem Vater funktioniert hast, der auch sehr hilflos war in diesem Schock.

00:32:52: Du steuerst eigentlich das Schiff deiner Mutter über nahe?

00:32:59: Ja ... Ich finde es schon spannend.

00:33:02: Ich war als Frau in diesem System.

00:33:07: Vorher waren es meine Mutter und ich, wir sind die beiden Frauen.

00:33:12: Ich hatte zwei Buben.

00:33:14: Mein Vater und mein Bruder.

00:33:17: Sie war wahnsinnig tragende Säule in dem Innern.

00:33:22: Sie hat mir rückenfrei gehalten, also alleine seine Mutter, indem sie mich sehr viel geholfen hat mit meinen Kindern, mit meinen Buben ... mit goldenem Herz betreut hat.

00:33:37: Und Miknu hat, wo immer sie ist, hier hat sie sie einfach mitgeschleppt, damit ich es schaffen kann.

00:33:46: Sie habe mir eine Firma gegründet, die sie gesagt hat ... Ich bin deine Geschäftspartnerin und du musst ein Leben wuppen, aber ich behalte dir rückenfrei, weil ich nimm deine Kinder und lade dich so deine Arbeit machen.

00:34:01: Dann ist auf einmal das alles weggebrochen und es war wirklich klar, dass ich als überbleibende Frau in diesem System, von diesen Männern, das einfach wie über ihn.

00:34:14: Und zwar alles über ihm!

00:34:17: Mein Mutter sei also eine leine Zündimutter, ist komplett auf meinen Schultern gelegen auf einmal.

00:34:24: Ich habe mir einen Geschäftspartnerin verloren... Mein Vater ist völlig verloren, er hat noch nie in seinem Leben eine Einzahlung gemacht.

00:34:33: Sie waren über fünfzehn Jahre zusammen in meinen Eltern.

00:34:37: Er ist so der praktische und machte alles für das Praktische.

00:34:40: Die Mama hat einfach die ganze Hintergrundarbe gemacht.

00:34:43: Und dann auch mein Bruder.

00:34:45: Als ich im Spital, an dem wir uns verabschiedet haben von der Mama auf den Intensivstationen war, war, dass sie vielleicht wieder aufwacht ... Wir haben ihn geholt.

00:34:57: Ich wollte unbedingt, dass er kommt.

00:35:01: Dass er sich der Mama verabschieden darf, weil wir wussten, es sei nicht mehr zurückgekommen zu uns.

00:35:09: Und ich erinnere mich noch gut an den Moment, als er mit seinem lieben Betreuer vom Hof kam und er der Mama Tschüss gesagt hat, außen ist ... Nachher hat er mich angeschaut und er ist zwei Meter gross.

00:35:30: Mein kleiner, grösser Bruder.

00:35:32: Dann schaut er mich an und sagt ... Schau jetzt auf mich, Schwester!

00:35:40: Ich musste nur trainen, aber es war klar, dass es für mich gar keine andere Frage gibt.

00:35:50: Und dann hat er mir aufs Maul geküsst.

00:35:53: Das machte er immer bei der Mama.

00:35:56: Er hat mich noch nie aus dem Maul getauscht.

00:35:59: Dann hat er mich geküsst und gesagt, es sei

00:36:02: gut, Mama.

00:36:05: Das ist mir ganz festgeblieben.

00:36:08: Es gab vielleicht Kraft nachher.

00:36:13: Aber jetzt sind es zwei Jahre.

00:36:18: Ich habe im ersten Jahr wie ein Hamster im Rad mit allem, was auf mich gebrochen ist und mit der Erwartung von allen möglichen Behörden und Sachen gestruggelt.

00:36:30: kommt wieder Boden unter den Füßen.

00:36:31: Aber es ist immer noch eine sehr herausfordernde Aufgabe, die ich übernommen habe und eine wahnsinnig grosse Looke.

00:36:44: Und das ist so verrückt?

00:36:46: Er sagt dir wirklich, er hat Mutter, oder?

00:36:49: Immer wieder ja!

00:36:49: Ja und du korrigierst es?

00:36:52: Du sagst, ich bin deine Schwester?

00:36:54: Ja.

00:36:56: Das hatte für mich auch am Anfang das Gefühl, ich muss weh die Looken fühlen und das Loch stopfen.

00:37:01: Ich muss für ihn da sein.

00:37:04: Meine grösste Angst war, was es für meine Kinder bedeutet, ihre Nonne und neben mir erste Bezugsperson zu verlieren ... für meinen Bruder, der eben auch ein kindliches Verständnis hat.

00:37:19: Von dem Treib zu werden.

00:37:21: Wie das ist für ihn, wenn er seine Mama verliert und für ihn im Lebensmittelpunkt war?

00:37:27: Und ich habe das Gefühl gehabt ... Ich muss jetzt die Rolle fühlen!

00:37:31: Ich muss es übernehmen!

00:37:37: Immer wieder hat er dann auch zu mir Mama gesagt.

00:37:40: Dann habe ich ihn immer wieder gemerkt ... Nein, Josip!

00:37:42: Ich bin nicht deine Mama.

00:37:43: Ich bin deine Schwester.

00:37:45: Und dann hat er mich immer so gebet und sagte, ah ja, stimmt.

00:37:48: Entschuldigung, Schwester?

00:37:50: Und dann habe ich für mich auch gemerkt, dass ich Schwester bin.

00:37:56: Es

00:37:57: ist eine andere Rolle.

00:37:58: Und ich darf jetzt in dieser Rolle mich abgrenzen von meiner Mama.

00:38:04: Ich muss es nicht ersetzen.

00:38:06: Und du musst keine Lücke füllen?

00:38:07: Nein, aber das war ein mega Prozess.

00:38:12: Ich weiss, dass dir in diesem Prozess eine Aussage von einer Lehrperson

00:38:19: hilft.

00:38:22: Da warst du jugendlich.

00:38:25: Du hast vorhin gesagt ... Mein grosser Sohn kam mit dem kleinen Sohn in die Schule.

00:38:31: Bei mir war es umgekehrt, ich bin sehr oft in der heilbedagogischen Schule mit von meinem Bruder.

00:38:36: Ich habe viel Zeit.

00:38:38: Einen freien Nommentag pro Woche bin ich immer mit.

00:38:40: Es

00:38:42: ist schön gewesen!

00:38:42: Ich habe viele eure Rhythme gemacht.

00:38:45: Kannst du deinen Namen tanzen?

00:38:47: Ich kann ihn noch tanzen.

00:38:52: In meiner Kindheit ... In der Frühe wurde die Pubertät bekommen, in der all diese Themen sehr stark geworden sind mit vielen Fragen.

00:39:01: Meine Eltern waren überfordert und haben auch viele Fragen zu beantworten.

00:39:05: Es gab wunderbare Lehrpersonen von meinem Bruder, eine Heilpädagogin Pia Hediger, die selbst auch eine körperliche Beinträchtigung hatte.

00:39:15: Aber es war aber eine wunderbare Heilpädagogin.

00:39:20: Sie begleitete mich in dieser Zeit auf.

00:39:23: damals als junge Frau etwas mitgeben, was er mir ermöglicht hat nachher wie ohne Schuld und ohne das Gefühl ich muss irgendetwas sein.

00:39:34: Und etwas leisten, das, was mein Bruder nicht kann sein, als Sohn kompensiert.

00:39:44: Sie sagte mich damals, lasse dich von der Behinderung des Bruders nicht dein eigenes Leben behindern.

00:39:53: Geh deinen Weg!

00:39:56: Und das hat mich dazu bestärkt, auch wirklich meinen Weg zu gehen.

00:40:02: Du bist ja in die Welt rausgekommen?

00:40:03: Ja, ich bin da draußen.

00:40:04: Bist du dort

00:40:04: auf Buenos Aires oder...?

00:40:06: Ja, jetzt bin ich auf Florentz und nachher bin ich an Buenos Aires.

00:40:09: Ich war fünfzehn Jahre unterwegs und habe das gemacht, was ich in meinem Leben

00:40:15: wählen kann... Freie Morden gemacht!

00:40:17: Mordestudiert, genau.

00:40:19: Hast

00:40:19: du designed ... Designs immer noch.

00:40:23: Hast du deine eigene Welt angefangen gestalten?

00:40:29: Und dann ... Mit dem Kind kam natürlich, oder bist du auch wieder mehr ... Auch näher zu deiner Mutter?

00:40:39: Bist du in der Schweiz wieder?

00:40:42: Hast du hier gelebt im Lebensmittelpunkt auch ganz klar oder verlagert?

00:40:48: Dann stellst du dich auf und dann passiert so etwas Schlimmes oder wie alles passiert ist.

00:40:55: Und dann ist alles noch einmal anders, dann ist Chaos.

00:40:58: Ich glaube viele, die dazu erlassen können hier, vielleicht im Kleinen oder im Grossen, dass man das Gefühl hat, jetzt habe ich mich gerichtet.

00:41:08: Das läuft nicht?

00:41:09: Genau!

00:41:11: andere Pläne.

00:41:12: Und SET macht einfach schnell alles auf den Kopf?

00:41:15: Das hat immer wieder Platz in dem Podcast-Format.

00:41:20: Oder du sagst, es war ein Jahr völlig überlebensmord aus.

00:41:26: Zuerst das Gefühl und das ist so etwas ... Theorie und Praxis!

00:41:33: Ich finde das im Fall so wichtig für alle, die uns bewegt in der Theorie.

00:41:40: Das klingt wahnsinnig einfach.

00:41:43: Sie sind nicht verantwortlich, frage ich das!

00:41:47: Sie sind die Schwester und sie müssen nicht diese Lücken übernehmen.

00:41:51: Es ist etwas Gleiches wie wenn man sagt, da müssen sie sich halt abgrenzen, dann müssen sie loslassen.

00:41:58: oder es begegnet einem nonstop in der Theorie und es gibt unglaubliche ... oder viele Menschen, die das so einfach sagen.

00:42:09: Das ist begegnet einem ja auch wenn man kleine Kinder hat und aussagen kann.

00:42:14: Und Praxis, wenn einem vielleicht ein kleines Kind ... Oder wie jetzt in deinem Fall oder in meinem Fall einen erwachsenen?

00:42:25: Mein Sohn ist auch riesig als neunzig.

00:42:28: Dein Bruder ist zwei Meter gegenübersteht Aber die Kognitiv auf dem Stand ist schon ein kleines Kind.

00:42:40: Und dann schaut man an und sagt, du bist hier jetzt für mich!

00:42:44: Dann ist es eben nicht so einfach in der Praxis.

00:42:51: Nein.

00:42:52: Es ist wirklich verrückt, dass das Gefühl in mir ... ist nicht zu unterscheiden, die Liebe zu meinen Kindern wie zu meinen Brüdern.

00:43:02: Das heisst nicht, dass ich ihn als Schwester nicht betrachte.

00:43:05: Aber durch das, dass er in vielen Belangen bedürftig ist, wie ein Kind.

00:43:12: Dass mein grosser Sohn, der elf ist, in vielen Sachen bereits überholt hat ... Es ist gar keine Frage!

00:43:20: Da ist so viel Liebe.

00:43:22: Und da ist so viel Liebe, die führsorglich ist und das eigentlich auch ein Gefühl ist wie eine müterliche Liebe.

00:43:32: Und dort zu unterscheiden zwischen der Führsorge und dann wieder einen Schritt zurückzumachen und sagen ich bin Schwester und ich lass mir mein Leben nicht beeinträchtigen weil ich ja einen Bruder habe die beeinträchtigt ist.

00:43:51: Das war eine sehr herausfordernde Situation und viel einfacher im Sagen als effektiver, immer wieder auch Leben.

00:44:03: Und immer wieder Verstehen.

00:44:05: Dort hat dieser Aussage von Pia Hetiger mich in Begleitung und bestärkt, dass ich dafür gedacht habe, aber dass ich auch Schwester sein darf.

00:44:18: Genau.

00:44:19: Und jetzt höre ich etwas ... Ich rede ja mit Menschen in diesem Format, weil ich immer wieder tief berührt bin vor den Ressourcen, die Menschen in sich tragen und auch von der Strategie.

00:44:35: Und ich möchte sie sicherlich machen!

00:44:38: Jetzt hast du gerade gesagt, dass du emotional und voll involviert bist.

00:44:44: Dann machst du etwas ... Du bist eigentlich in der Emotion assoziert.

00:44:48: Und dann bist du eigentlich wie in einer Beobachter- oder Metaposition.

00:44:58: Du sagst einen Schritt zurück!

00:45:01: Und das ist unglaublich etwas Wichtiges, wenn es um das Thema Abgrenzen geht.

00:45:06: Um das Thema Rollerbewusstsein.

00:45:09: Ums Thema auch Verantwortungsklärung.

00:45:14: Für was bin ich verantwortlich und für was auch nicht?

00:45:17: Für die eigenen Grenze zu spüren.

00:45:21: Wie von aussen mal auf dieses System schauen und sehen.

00:45:26: hier ist diese Looke ... und es ist nicht meine Rolle, die zu füllen.

00:45:31: Und dann kommen wir in einen spannenden Bereich hin, den ich auch beobachte habe im Erleben oder von aussen.

00:45:42: Wenn die Lücke nicht einfach gefüllt werden, weil du wirst erschöpfen und ausbrennen würdest.

00:45:46: Und dann hat dein Bruder überhaupt nichts davon.

00:45:49: Das hat ja mit Verantwortungsbewusstsein zu tun.

00:45:53: Wie viel Fürsorge kann ich geben?

00:45:56: Ich habe nur so viele Fürsage

00:45:57: gegeben...

00:45:58: ...wie du magst!

00:46:00: Und das ist manchmal auch schmerzhaft.

00:46:01: Also ich kenne das als sehr trauriges und schmerzaftes Gefühl.

00:46:05: Ich hätte wahnsinnig gerne mehr Kapazität in mir.

00:46:09: Ja, ich kenne das auch.

00:46:11: Zum Beispiel wenn er heimkommt, habe ich das Gefühl, ich muss immer am Sonntagabend so kochen wie die Mama kocht

00:46:18: hat.

00:46:18: Genau!

00:46:18: Er geht so an mich zu deinem Vater nach

00:46:20: Hause?

00:46:20: Ja

00:46:21: und dort habe ich auch wieso bei aussen und habe mir das angemacht.

00:46:25: Das erschöpft mich so... Ich mag das gar nicht und es muss nicht eine Tradition werden, die ich weiterführe, was die Mama gemacht hat.

00:46:40: Aber das war im Fall mit sehr viel Schmerz verbunden.

00:46:42: Und auch mit sehr vielen

00:46:44: Gefühlen

00:46:45: von Schulden, dass ich dort wie auch den Schritt rausgemacht und das angeschaut habe und mich selber an dem Tisch beobachtet habe und gemerkt habe, ich sitze da, ich koche die vier Männern.

00:47:05: Das muss ich nicht.

00:47:07: Und ohne mich zu fühlen, aber es war ein starker Prozess.

00:47:13: Oder auch gerade wenn das Leben so ...

00:47:18: Krass,

00:47:19: wirklich heim der Boden unter den Füßen wegziehen.

00:47:21: Wie das Tier passiert ist mit dem Todesfall.

00:47:24: Dann bist du ja einfach eh voll drin.

00:47:27: Und dann kannst du manchmal gar nicht einen Schritt zurückmachen und das erkenne?

00:47:30: Nein, das funktioniert

00:47:31: schon.

00:47:31: Genau.

00:47:32: Es hat einen Moment gebraucht und es braucht auch Unterstützung professionell zum Detail.

00:47:38: Da hast du auch eine politische Unterstützung.

00:47:43: Ja, genau.

00:47:43: Für die Zeit, in der ich gemerkt habe ... Es ist wie eine Lawine über mich gebrochen.

00:47:48: Ich habe mir Hilfe geholt und nach wie vor bin ich regelmässig im Engmarschiger Betreuung.

00:47:58: Weil das Wichtigste ist, dass ich immer wieder gut zu mir schaue.

00:48:04: Denn es ist sehr schnell passiert, dass man sich selbst vergisst.

00:48:08: Ja!

00:48:09: Und wir.

00:48:11: Gerade wenn so Bedürfnisse hier sind,

00:48:16: die

00:48:17: in der Form des Deinem Brüder machen oder anrufen.

00:48:20: Die sagen sogar Mama, wenn das so da ist und ich glaube ... Es ist so wichtig, dass man darüber spricht und das sichtbar macht.

00:48:32: Ich glaube ganz viele, die uns zulassen, kennen das sind, würden ... Ich denke, wenn es mir irgendwie zehn Saras gibt von deinen Saras oder meinen, dann wären wir ja gerne dafür hier und dort.

00:48:44: Oder das Soziale ist etwas Wichtiges für andere zu sein.

00:48:49: Wir machen gerne Kehrarbeit.

00:48:51: Aber dann müssen wir erkennen, dass ich nur Kehrarbe leisten kann, wenn ich auch selbst einen Self-Kehr mache?

00:49:00: D.h.,

00:49:01: die grösste Fürsorge ist für das ganze System, gerade wenn es so fest von dir abhängig ist?

00:49:07: Ja.

00:49:07: Oder weil das etwas Verrücktes ist, dass viele Systeme von einzelnen Frauen abhängen?

00:49:14: Abhängen!

00:49:15: Das ist bei mir auch so.

00:49:16: Genau.

00:49:16: Ich habe gelernt, in erster Linie ist mal ich und mein Körper und meine Psyche und mein Geist Nummer eins.

00:49:25: Und dann dürfen das auch meine Kinder sein.

00:49:29: Genau.

00:49:30: Ich beginne auch zu priorisieren.

00:49:33: Ja, und nachher erst dein Bruder?

00:49:35: Genau, ja.

00:49:37: Mein Erster ist richtig ... Ich bin aber ganz fest.

00:49:40: Und das hat dann ... Manchmal hilft es, in den Körper reinzugehen und mich wieder wahrzunehmen und zu spüren, dass ich darf sein und mich gespürt und aufladen und dann kann ich wieder gehen.

00:49:56: Aber Abgrenzen ist ein riesiges Thema in so einer Situation.

00:50:02: Und dort

00:50:03: ist mir wichtig, oder auch wirklich zu sagen, dass es nicht einfach individuell ist, dass da wahrscheinlich jetzt ganz viel was zuhören und die euch kennen, sondern dass das mehrheitliche Frauen sind, weil das strukturell ist.

00:50:16: Oder wir kommen aus dem Patriarchat ... Es wird uns mit der Selbstverständlichkeit in Kehrarbeit.

00:50:23: Das finde ich einfach auch noch verrückt.

00:50:25: Es ist wie nie zur Frage

00:50:26: gestanden.

00:50:26: Und gerade im Bereich von Behinderung, also Marike Keiser Journalistin und Arturin, der es sehr schätzt, die selber die Tochter hat mit einer Behinderungen gesagt, dass wir von Frauen erwarten, dass sie zu Hause sind.

00:50:45: Von Müttern wird erwartet.

00:50:47: Ich muss korrigieren, dass Sie zuhause sind.

00:50:51: Sie hatte eine sehr schwierige Behinderung.

00:50:54: Es wurde eigentlicher, dass es lebenslang an die Pflegebete ist.

00:50:59: Das ist in unserem System, gerade im Schweizer-System ... Oder sage ich immer, was Gleichstellung angeht?

00:51:06: Da gibt's noch viel zu tun!

00:51:08: Aber was Gleichstellungen angeht vom Mütteren von einem Kind mit einer Behinderheit, gibt es noch so viel mehr zu

00:51:15: tun?!

00:51:16: Weil das ist wirklich ein Schattenthema.

00:51:19: Und auch zu beobachten, dass es dann auf die Schwester übergeht?

00:51:23: Ich habe

00:51:24: mir die Frage gestellt, was wäre, wenn ich im Brüder wäre ... Wäre es gleich von behördlicher Seite?

00:51:32: Von der Käse habe ich mich gut dreitgefühlt mit den Menschen, die ich dort zu tun hatte.

00:51:39: Aber es wird auch nie von Ergänzungsleistungen involviert.

00:51:43: Man hat auf einmal auch mit Behörden zu tun, die man vorher noch nie in Kontakt ist.

00:51:47: Dort erlebe ich die Selbstverständlichkeit, dass das logisch ist, sich das jetzt zu machen und nicht zur Frage steht, dass ich einfach ein Kind mehr habe.

00:52:01: Das macht ... Ja, das wuppst du jetzt auch.

00:52:04: Ist ja wirklich klar, oder?

00:52:06: Also wie so ... Ja es hätte ich ja niemanden zu wungen selbstständig sein.

00:52:10: Oder das hätte ich auch niemandem zu wungern diesen Tast für einen anderen Beruf machen können.

00:52:15: Das finde ich ist mega krass, dass man mir das selbstverständlich zugesprochen hat.

00:52:22: Das ist einfach deine Aufgabe und ich finde eben nicht, dass es meine Aufgabe ist.

00:52:28: Ich habe mich bewusst und mit vollem Herzen für die Aufgabe entschieden, weil ich sie möchte machen.

00:52:34: Weil ich möchte bei Beiständigen Sie von meinem Brüder.

00:52:39: Und nicht weil ich muss!

00:52:41: Und dort ist Gesellschaft schon noch mal sehr stark so, dass es einfach heisst, ja, das ist jetzt halt einfach so.

00:52:46: Genauso wie es auch so ist, weil ... als alleinziehende Mutter wird diese beiden Buben fast zu hundert Prozent bei mir leben.

00:52:56: Das wird auch nicht hinterfragt.

00:52:59: und dort die Selbstverständlichkeit, wie Nachhäufer von Frauen erwartet wird, dass sie diese Lücke fühlen.

00:53:08: Und dann die grosse Frage ist, was passiert, wenn Frauen diese Lücken nicht mehr fühlen?

00:53:16: Wenn sie anfangen, genau, was du sagst ... Nicht mehr einfach bis zur Erschöpfung kehrarben oder über die Erschöfffung, wie es deine Mama gemacht hat.

00:53:27: Oder wir haben darüber geredet ... Sie wurde auch krank.

00:53:31: Wahrscheinlich auch wegen dem?

00:53:32: Ich weiss nicht immer.

00:53:34: Aber wir haben hier drüber gereden und dass so viele Frauen ja auch kranken werden.

00:53:40: Erschöpfen, frühen noch sterben.

00:53:44: Frühe schweren Krankungen kommen, weil sie Kehrarbeit leisten, die eben nicht richtig ist.

00:53:53: Es ist nicht richtig, dass es unbezahlt stattfindet und oft auch in den privaten Städten stattfindete.

00:54:00: Und dass es so selbstverständlich angenommen wird.

00:54:03: Dort drinnen ist ja dann die spannende Frage, wenn ich diese Lücke nicht einfach übernehme?

00:54:12: Und in den schmerzhaften Prozessgangen von diesen Gefühlen auch auszuhalten, die das auslöst.

00:54:18: Das ist nicht easy, es haben wir gerade darüber geredet oder was das mit dir macht.

00:54:23: Dann ist eigentlich noch die Möglichkeit hier, dass andere anfangen übernehmen.

00:54:28: Wieso lange wir diese Lücke erfüllen müssen sie auch nicht?

00:54:35: Das ist so.

00:54:35: Oder?

00:54:36: Also, die Behörden müssen nicht, die Männern nicht, und die zuständigen Stellen nicht.

00:54:42: Und dort ... Sagst du, was es auslöst, soll ich das sagen?

00:54:48: Es ist einfach schwierig, weil es eigentlich wie nicht geht.

00:54:50: Genau.

00:54:51: Weil es unsichtbar ist.

00:54:56: Es gibt gewisse Sachen, aber vieles geht nicht.

00:55:05: Es ist ... Das ist das, was ich auch so gemerkt habe.

00:55:08: Man muss als Beiständin viele Berichte abgeben und mit Pflichten dort und da und Rechenschaft machen.

00:55:17: Das alles ist sichtbarer Arbeit als Beeständin.

00:55:21: Dass man sich teilnehmen kann an der Gespräche oder die ganze unsichtbare Teilung.

00:55:28: Ist ja gar nicht ...

00:55:29: Kannst du es probieren?

00:55:32: Ja, das sind wie einfach ... All die Momente, in denen man einstattt.

00:55:40: Wo ich dann seine Stimme bin und für ihn kämpfen und schauen, wo ich mir Sorgen mache im Stillen auch.

00:55:50: Wo du

00:55:50: ausdenkst?

00:55:51: Genau!

00:55:52: Wo ich organisieren, denken machen und fragen stelle.

00:55:56: Mit

00:55:56: früher,

00:55:56: korrigulierst.

00:55:57: Fragen

00:55:57: beantwortet von

00:55:58: ihm.

00:55:59: Telefon abnehmen ... Da bin ich einfach da.

00:56:05: Das ist etwas, das ich gar nicht abgeben kann.

00:56:08: Wie ein Mutter sein.

00:56:11: Die Umarmung der Mutter kann ich nicht abgehen.

00:56:18: Diese Sachen sind so fest, dass die Hänge einfach an einem.

00:56:25: Genau beziehungsweise werden Preise, wenn man es abgibt, einen solchen Höhen.

00:56:32: dass eben das auch eine unglaubliche Überlastung ist.

00:56:35: Das könnte ich gar nicht, ja?

00:56:36: Ja!

00:56:36: Beziehungsweise, gewisse Sachen musst du sagen.

00:56:38: Du bist da oder?

00:56:40: Genau, gewissen Sachen muss ich... Und was ich schon merke, ist, dass sich zum Beispiel am Anfang von den Behörden verunsichert war, wenn sie mir so gesagt haben, es ist jetzt wohl nicht zu viel verlangt, dass sie das noch machen können.

00:56:58: Es ist schliesslich nur einer.

00:57:02: Man muss ein Konto, das man dann führen muss.

00:57:05: Ich dachte, stopp!

00:57:07: Das lassen wir einfach nicht mehr auf die Kappe schiessen.

00:57:12: Blöd ... Nein, mache ich nicht mehr.

00:57:14: Und das ist aber auch unsichtbare Arbeit.

00:57:17: In dem Moment, an dem ich mich nicht auf den Kappen schieße, stehe ich wieder auf und setze mich ein.

00:57:26: Indirekt schießt mir immer auf die Köppe.

00:57:31: Das ist unsichtbare Arbe und Kraft, die es braucht.

00:57:36: Und dort immer wieder zu sagen ... Wo habe ich jetzt gerade Kraft, in so etwas hineinzugehen?

00:57:41: Wo habe Ich Kraft für mich aufbäumen?

00:57:43: Und wo habe ich Kraft umarmen und heben?

00:57:47: Und dann immer wieder zurückzugehen, mich selber anzuschauen, in meine Kinder spüren und sagen, heute mag ich nicht heben.

00:57:56: Weil wenn ich zum Beispiel ein freies Wochenende hatte, um meine Kinder ... Nicht zu Hause, weil es nie jedes zweite Wochenende auch nicht bei mir.

00:58:06: Dann darf ich einfach auch mal ich sein.

00:58:11: Denn wenn genau an diesem Wochenende mein Bruder bei meinem Vater ist, muss ich nicht wieder inheben.

00:58:19: Ich darf auch sagen ... Ich melde mich jetzt einfach nicht!

00:58:23: Und das ist ein Entscheid und ein Lernen.

00:58:29: Und du sagst ... Das hilft mir, wenn ich in meinen Körper gehe und mich so spüre.

00:58:38: Ich weiss natürlich ganz genau, was du meinst.

00:58:41: Aber vielleicht jemanden, der dazulassen will ... Was heisst das?

00:58:46: Was machst du dann mit dir?

00:58:48: Was tut dir gut in einem Moment?

00:58:51: Jetzt könnte man wie ein Werbung schalten von Belli kommen.

00:58:56: Du hast auch so ein Trampolin, oder?

00:58:58: Ich habe einen Trampoline.

00:58:59: In diesem

00:59:00: Fall ist der Podcast wirklich von nichts umsponsored.

00:59:04: Aber wenn es jetzt gesponsored wäre, dann könnte man das.

00:59:08: Das ist wirklich etwas, was ich so fähig bin und das ist das Beste, das wir je zu mir gekommen sind.

00:59:19: Und mega schön nach dem Tod meiner Mutter!

00:59:23: Mir wurde heimprachtig von Daniel Schiff.

00:59:26: Sie hatte das Trampolin bei sich und brachte es, sagte er, dass ich in der Praxis nehme, vielleicht hilft es dir oder deine Kinder zum Aufgehen.

00:59:37: Und es ist immer noch bei mir.

00:59:39: Ein Alltag ohne das Trampolin könnte ich mich fast nicht mehr vorstellen, weil es mich wieder in meine Mitte bringt, weil ich mein Zentrum wahrnehmen kann, weil's mir hilft.

00:59:51: Ich habe sehr viele ... Ich kann sehr viel auf den Schultern.

00:59:57: Ich habe Schmerzen auf der Schulter, weil viele das auch auf meine Schulter leiden und viel rücken weh.

01:00:02: Das zeigt mir auch die Belastungsgrenze.

01:00:05: Es tut mir wahnsinnig gut!

01:00:08: Und wenn ich aufs Trampolin gehe, dann sind es nur fünfzehn Minuten.

01:00:12: Wenn ich diese Arbeit mit meinem Körperzentrum mache, dann kann ich mich in mich zurückholen ... und tanzen natürlich ohne Tanzen?

01:00:22: Musik, jeden Tag tanzen.

01:00:26: Ich tanze auch mit meinen Kindern und meinen Brüdern.

01:00:31: Es ist sogar so, dass wenn er kommt – das ist aber auch spannend!

01:00:35: Wenn mein Vater dabei ist, kommt die Frage nicht.

01:00:37: Aber wenn er bei mir ist und wir sind zu dritt, also meinem Bruder um meine zwei Söhne ... Dann geht es keine fünf Minuten.

01:00:44: und das heisst, man macht einen Disco.

01:00:46: Und dann läuft einfach die Musik um mich zu tanzen... Ich bin

01:00:48: schon ein Dizzi!

01:00:48: Es ist grossartig, dass ich prädiere für Disco in jedem Kinderzimmer.

01:00:55: Was ich auch weiss von dir ist, du hast ja auch eine Gabe, wenn das Leben so wahnsinnig wirklich ... dass die Tiere ein bisschen in den Schnurren halten oder auf die Kappe scheissen, wie du siehst.

01:01:11: Übrigens sitzt mir Zara mit der Teichelkappe da, darum ist das doppelt lustig.

01:01:17: Das ist der Schutz?

01:01:20: Ja genau, es ist dein Schutz, dass niemand das gar nicht auf deinen Kopf kommt.

01:01:24: Du hast so viele Teichlichepple an, das ist auch eine Strategie, vielleicht, unbewusst.

01:01:30: Und was tust du ja auch ... Du hast schon unglaublich grosse Lebensfreude und Lebenslust.

01:01:39: Ja,

01:01:40: das ist so.

01:01:41: Und du bist jemand, der ... Also ja, da bist du Designerin.

01:01:45: Natürlich hast du unglaubliche Freude an schönen Sachen.

01:01:50: Und darum gehst dich gerne mit Farben, Stöpfe oder Formen.

01:01:57: Und ... Du bist aber auch jemand, die das aufsaugt in der Natur?

01:02:02: Kannst du so versuchen, wie zu schildern?

01:02:07: Wie das Tier deinen Dank fühlt.

01:02:11: So den Blick auf die Welt.

01:02:13: Es ist auch immer wieder ganz fest die Richtung von Aufmerksamkeit auf dem Schönen.

01:02:18: Ja ...

01:02:19: Das ist sehr tragend für mich.

01:02:21: Das Leben zum Lieben.

01:02:24: Und das Leben zum Liebe ist ja auch wieder einfacher gesagt als dann... Also

01:02:31: gerade, wenn es gemein ist?

01:02:32: Genau.

01:02:33: Aber es ist wirklich so, dass ich immer wieder ganz bewusst mir sage und jetzt sehr schlecht.

01:02:43: Und das kann heissen, dass sich einfach Türen auftun, ausstehen in die Welt ... Die Füsse auf den Boden stellen in schönen Schuhen.

01:02:53: Das hilft auch noch, dass zwischen den Fuss...

01:02:56: Da war es so eine Frau, die Schuhe hat und mich immer mit der Frage, was sie ist.

01:03:00: Ich kann eigentlich in dem bewegen.

01:03:01: Sie bewegt sich in einer Eleganz in diesen Schuwen, wo mir das Rätsel ist.

01:03:08: Und man sieht aber ihren Ahn ... Heute bist du mit solchen Schuhen gekommen.

01:03:14: Es hat etwas von einem alten Goda-Film, oder so ... Mit Fremsen und wahnsinnigen Schuhe.

01:03:23: Vielleicht muss ich dir noch ein Foto machen.

01:03:25: Mir hilft es zwischen meinem Körper und dem Boden der Welt, etwas Schönes an den Füßen zu tragen.

01:03:31: Das hilft extrem!

01:03:34: Ich weiss nicht, ob das meine schuhefetische Erklärung oder rechtfertig ist.

01:03:41: sich schön anlegen, sich schön machen.

01:03:46: Und das meine ich nicht maskieren, sondern wie man sich liebt zu tun.

01:03:58: Bewusst anschauen im Spiegel und heusagen dem Lüchten... Also

01:04:05: dir selbst hast du heu?

01:04:06: Ja!

01:04:07: Und dem leuchten in mir Heusagen.

01:04:10: Also ich kann es beschreiben.

01:04:12: dass ich einfach anstehe und mich bewusst wahrnehme.

01:04:16: Und nicht kritisch, sondern der Anteil in mir rein.

01:04:23: Ich sage dem hohen, ich schaue mich an.

01:04:25: Ich schaute mir selbst in die Augen und sehe in diesen Augen die Lebensfreude am Seid, die Dankbarkeit, dass ich hier sein darf, dass man gesund sein darf und sich für den Tag Kraft haben darf.

01:04:43: Wir sagen ... Du bist schön.

01:04:47: Du bist da und du bist schön, und darfst Freude haben mit allem Schweren und allen existenziellen Sorgen und allen ... allen Ängsten und allen... Ja, all dem ganzen Rucksack, das auch immer wieder hier ist, sondern in diesem Moment stelle ich dich wie ab und schaue mich an und sag, ich bin da!

01:05:05: Und dann gehe ich raus und stehe bewusst an und lass die Welt rein.

01:05:11: Da?

01:05:12: Ich bin da.

01:05:12: Die Welt ist gut.

01:05:14: Und ich darf jetzt raus.

01:05:17: Und leben und mich erfreuen an jedem kleinen schönen Ding ... Ich kann mich erfräumen, aber einen schönen Wulchen.

01:05:24: Dann schaue ich und denke, es ist so gut!

01:05:27: Wie sind die Kleinigkeiten, die einfach tragend sind?

01:05:32: Was mir gerade verursacht, ich höre das von dir zum ersten Mal, dass Holis sagen sich selber.

01:05:37: Ich finde es extrem berührend, weil man sieht dann auch wie deine Augen starten zu leuchten Und du bist ja als Designerin, als Stylistin in einer ... Oder so.

01:05:52: Man hat ja Vorurteile.

01:05:54: Das ist eine oberflächliche Welt und da bin ich immer wieder.

01:05:58: auch mich fragen kann, was für einen Einfluss es gibt.

01:06:02: Es gibt sicher Leute, die das besser wissen oder das wissenschaftlich vielleicht auch begleitet.

01:06:07: Hat dann auch das Patriokart auf dieser Wertung, dass Kleider- oder Schuhe oder Schminke, oder Nagellack als oberflächlich bewertet werden.

01:06:20: Nein, es begann nicht!

01:06:22: Ich erlebe das ja auch für mich ganz fest, dass wir z.B.

01:06:29: einen Lippenstift auftragen und in den Spiegel anschauen.

01:06:32: Genau das, was du beschreibst.

01:06:35: Etwas ist um mich stärkt?

01:06:38: Oder meine Nägel?

01:06:39: Manmalen oder ein kleines Stück, das mir Freude macht.

01:06:46: Du verbindest ja in deiner Arbeit eigentlich Welten und ich finde es auch etwas, was so spannend ist.

01:06:55: Nämlich dass du ja einerseits durch dein Leben ... Du bist alleine in die Mutter, du bist Schwester Du bist Privatbeistandin, du hast eben die Behinderung.

01:07:08: Du ...

01:07:11: Bist jemanden, der unglaublich mit beiden Füßen ganz fest muss auf dem Boden steht und ich muss dich damit auseinandersetzen was machen wir jetzt wenn er sich vollerkotet?

01:07:24: Das ist wirklich so eine ganze andere Welt.

01:07:28: Ich kenne diese Welt auch.

01:07:31: Und gleichzeitig bewegst du dich in der Designwelt.

01:07:37: Was mich so berührt, oder was ich jetzt schon länger kenne ist ... Du fangst an das zu verreinen.

01:07:44: Du machst auch Upcycling.

01:07:47: Du bittest auch Vintage-Moderate z.B.

01:07:51: in deinem Studio.

01:07:52: Mhm.

01:07:54: Du beschäftigst dich ganz fest mit Frauenkörpern.

01:08:02: Du hast eine Art und Weise, wie du Stylen machst, die es überhaupt nicht darum geht, etwas zu maskieren oder einen Fassaden aufrechterhalten.

01:08:11: Es geht wirklich darum, dass man sich richtig wohlfühlt, sodass eben diese Lebensfreude oder tust du eigentlich dann sogar außertragen?

01:08:24: Und ... Ich finde es irgendwie noch schön.

01:08:27: Ich habe das überhaupt nicht erwartet, aber ich glaube, dass wir auch das in diesem Gespräch sicher machen können.

01:08:33: Ja, weil es ist ein Teil von meinem ... Genau!

01:08:35: Ähm...

01:08:38: Schwester sein?

01:08:39: Ja, also weil das einfach ein Teil meines ist, genau all diese Realitäten sind ein Teil meiner Wissen und für mich ist zum Beispiel noch nie ... den Weg eingeschlagen, die Designerin zu sein.

01:08:58: Weil mich auch nur ansatzweise irgendetwas oberflächlich daran gereizt hat ... Ich glaube, ich habe noch nie einen Modus schauen können.

01:09:08: Vielleicht wegen der Atmosphäre, aber zum Beispiel das, was viele andere im ersten Moment sich ... Das Denken ist sehr oberflächlich, oder?

01:09:22: Und das war bei mir wie noch nie.

01:09:24: Ich habe immer einfach ... dass er so empfunden als ein Erinnerter, der nach aussen kommt.

01:09:32: Also das Kleid ist wie ein Raum, in dem den Körper umgeht, wie es zu Hause gibt und im besten Fall auch zu Hause ist.

01:09:43: Ausdruck von einem Mensch.

01:09:46: Jedes Zuhause, wo ich reingekommen bin, ist für mich immer ein Stück weit wie ein Kleid.

01:09:51: Es gibt einen Raum, in dem ich umgehe und so lebst du.

01:09:56: Du hast wahnsinnig viel Aussagen in der Art und Weise, wie du lebst.

01:10:00: Was dich entscheidet, was dich umgehen soll auch wenn du dich nicht entscheidest.

01:10:05: Das ist eine Entscheidung, oder?

01:10:07: Wie du lebst.

01:10:08: Und das Gleiche mit dem Kleid, es ist eine Entscheidung ... Was du drehst und auch wenn man vieles sieht, was sehr der Norm anpasst ist auf unserer Strasse.

01:10:19: Ist das ja immer Ausdruck von den Personen?

01:10:23: Und das ist das, was mich interessiert einem Mensch.

01:10:29: Es geht viel tiefer.

01:10:35: Das ist ja auch ... oder kann Wela jetzt mit dem Gespräch sichtbar machen?

01:10:39: Es ist ja nur eine Perspektive.

01:10:42: Von ganz vielen Perspekten finde ich es auch wichtig, uns zu lösen.

01:10:47: Das ist auch so komisch.

01:10:48: Wir begegneten das immer wieder in diesem Bereich.

01:10:51: Eine Schublatisierung.

01:10:53: In dem Fall ist er so ein Schwester.

01:10:55: Das ist ganz komisch.

01:10:56: Ja, genau so wie ...

01:10:57: Sollte man das Gefühl haben, ja, so ist kognitive Behinderung?

01:11:02: Aber auch wenn ich die Brücke wieder schlage zum Kleid.

01:11:06: Wie klar ist es jemanden, der in mir beiträchtigt ist, dass er sich beschissen muss anliegen.

01:11:11: Wieso?

01:11:11: Oder dass ich

01:11:13: nicht dafür interessiere.

01:11:15: Genau, das ist überhaupt nicht überhängig.

01:11:17: Und das ist mega-wichtig.

01:11:21: Es ist nicht nur etwas.

01:11:22: Es ist

01:11:24: immer ein

01:11:26: Spektrum, und auch die Geschwistern sind ein Spektorum.

01:11:32: Mit ganz viel Zwischenuance, wo du jetzt so im Prozess bist, um herauszufinden ... wie viel brauche ich auch, dass ich überhaupt gehen kann.

01:11:43: Wie ist mein Weg und was ich einfach rausgehören habe?

01:11:46: Und das ist etwas, mit dem ich mit dir teile, dass es mich immer enorm gestärkt hat ... Ich stelle mir mal vor, wenn unsere Identität ein Kreis wäre.

01:11:58: Dann hätte sie in diesem Kreis ein Farbspektrum mit so ganz vielen Spickels, also ganz vielen Facetten.

01:12:05: dass man eben die Gleichzeitigkeit in diesem Innenleben und die Dörfe einerseits zum Beispiel Mutter sein, aber auch ... dass irgendwo, und manchmal ist es nur ein Fuss, das wir eingehalten machen.

01:12:21: Wo man beruflich gerne macht oder zahlt berufliche.

01:12:26: Oder man darf irgendwie sorgende Schwester sein und gleichzeitig Gagoparte machen und tanzen nachts etwas, was du auch sehr gern machst.

01:12:36: Also so sich erlauben seine Fasse!

01:12:40: Darf man weiterleben und manchmal hat es nur ganz wenig Raum für die Fassetten.

01:12:46: Ganz, ganz wenige.

01:12:47: Manchmal fühlt sich das an, ob sie fast nicht mehr da sind ... Aber dann... Ich glaube, es verbindet uns etwas ganz fest.

01:12:55: Deshalb sind wir veründet unter anderem, dass wir uns aufmachen und gleich, also jetzt erst recht oder trotz allem, diese Fasseten leben.

01:13:08: Und zwar sehr bewusst und mega genussvoll.

01:13:10: Also ich tue es richtig auf, innen mit dem...

01:13:14: Genau.

01:13:14: ...und dann magst du wieder ganz viel heben?

01:13:17: Genau.

01:13:19: Man lässt es so innen und manchmal nur ganz wenig.

01:13:21: Manchmal sind kleine Glücksmomente, Glückssekunden oder Glücksstunde.

01:13:24: Ich habe doch keine Ahnung.

01:13:25: Man.

01:13:25: manchmal ist es aber auch mehr.

01:13:27: Und dann das Aufsäugen... Und dann gibt's eben wie in diesem Inneren.

01:13:33: Wenn du den Kreis hast Dann werden diese Farben wieder grösser.

01:13:38: Vielleicht musst du mir das mal zeichnen, ich habe es schlecht zeichnet.

01:13:41: Ich kann's

01:13:42: schon vor mir.

01:13:43: Ja, alles.

01:13:44: Ich hab das komische Hirn.

01:13:45: Es ist sehr visuell und man sieht alles aus wie es aussieht aber ich bringe sie nicht auf die Papier.

01:13:50: Das ist mega schade.

01:13:51: Sonst würde ich etwas ganz anderes machen.

01:13:54: Aber Zara bringt es auf die papiere.

01:13:56: Vielleicht bringen sie sie irgendwann auf ein T-Shirt.

01:13:58: Ich weiss nicht, ob er das rausmacht.

01:14:00: Sarah, danke vielmals.

01:14:02: Ich

01:14:02: danke dir.

01:14:03: Danke, dass du mich ... einen Einblick gegeben hast.

01:14:07: und diejenigen, die in deinem Farbenspektrum, deine Lebenswelten, deine Realitäten, Lebenswelte, die vielleicht sehr rennungssichtbar sind.

01:14:20: Und so wird es hoffentlich etwas sichtbarer werden.

01:14:27: Danke ihr da draussen, dass ihr ihn zulassen solltet, indem ihr das Format losstellt!

01:14:35: dass vielleicht teilen und herzlich auch ein Beitrag geben kann, wenn wir dann mit Fassetten vom Leben konfrontiert werden können, die wir echt richtig heftig schruggeln, bewältigen können.

01:14:53: Und dann so wieder hier reinlönen oder ... Zara sagt sich, ich lasse da rein!

01:14:58: Wo es stärkt schön ist, sind er da.

01:15:01: Ciao miteinander.

01:15:06: ist unabhängig und werbenfrei.

01:15:09: Und ein totals Herzensprojekt.

01:15:12: Darum freue ich mich besonders, wenn du es abonnierst, herzlich und teilen willst.

01:15:19: Denn dann kann er weiter wachsen!

01:15:22: Wenn du mir noch mehr unterstützen möchtest, kannst du mir gerne auf www.beimeacoffee.com einen Kaffee spenden.

01:15:30: Danke vielmals!

01:15:32: Den Link findest du in der Show-Note.

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