Yes, we care!
Shownotes
Care-Arbeit hält Beziehungen, Familien und letztlich unsere ganze Gesellschaft zusammen. Trotzdem wird besonders unbezahlte Care-Arbeit noch immer zu wenig gesehen, anerkannt, bezahlt und fürs Alter abgesichert. Es braucht politische und gesellschaftliche Veränderungen. Es braucht eine Care-Revolution.
Und gleichzeitig hinterlassen diese Strukturen Spuren in uns.
Wenn Care-Arbeit gesellschaftlich immer wieder unsichtbar gemacht und abgewertet wird, beginnen wir manchmal, sie auch bei uns selbst kleinzureden. Wir sehen, was wir nicht geschafft haben – und übersehen dabei, was wir längst getragen, organisiert, mitgedacht, mitgefühlt und emotional begleitet haben.
Genau darum geht es in dieser Solofolge. Nicht darum, die Verantwortung für ein strukturelles Problem bei den einzelnen Menschen abzuladen, die ohnehin schon so viel Care-Arbeit leisten. Und auch nicht darum, daraus die nächste Selbstoptimierungsaufgabe zu machen.
Sondern darum, uns etwas zurückzuholen, das uns gesellschaftlich viel zu oft verwehrt wird: Anerkennung für die Arbeit, die wir leisten. Dazu teile ich meinen kleinen Care-Check-in – eine einfache Übung, um sichtbar zu machen, was im Alltag so leicht unsichtbar bleibt und verschenke auf meiner Website das Care-Zertifikat.
Bis die Care-Revolution endlich da ist, dürfen wir uns diese Anerkennung auch selbst und gegenseitig schenken. Wir dürfen stolz sein auf das, was wir leisten. Wir dürfen davon müde sein. Wir dürfen Pausen brauchen. Und wir dürfen uns von Care-Arbeit genauso selbstverständlich erholen wie von Lohnarbeit.
Yes, we care. Und das ist verdammt viel wert💜
Care-Check-in
Nimm dir eine Minute, fünf Minuten oder so lange, wie du möchtest, und schreibe auf, welche Care-Arbeit du leistest oder in deinem Leben bereits geleistet hast.
Denk dabei nicht nur an sichtbare Aufgaben, sondern auch an das Unsichtbare: Mental Load, Organisieren und Mitdenken, Beziehungen pflegen, Mitfühlen, emotionale Begleitung, Regulieren, Co-Regulieren, Halten und Tragen.
Es geht nicht darum, eine vollständige Liste zu erstellen. Du kannst immer wieder etwas ergänzen. Es geht darum, sichtbar zu machen, was wir so selbstverständlich leisten und deshalb selbst manchmal kaum noch wahrnehmen.
Kostenloses Care-Zertifikat
Auf meiner Website findest du mein Care-Zertifikat zum kostenlosen Herunterladen. Du kannst es dir selbst schenken, aufhängen oder einem Menschen weitergeben, dessen Care-Arbeit ein bisschen mehr Sichtbarkeit und Anerkennung verdient.
👉 Care-Zertifikat: https://www.satircoaching.ch/product-page/care-zertifikat-1
Buchempfehlung
Franziska Schutzbach: Die Erschöpfung der Frauen
💜 Danke, dass du dir Zeit genommen hast, diese Folge anzuhören.
Pflaster fürs Herz ist ein werbefreies Herzensprojekt. Mein Wunsch ist es, einen Ort zu schaffen, der stärkt, entlastet, Trost spendet und daran erinnert, dass wir mit unseren Herausforderungen nicht alleine sind.
Wenn dir der Podcast gefällt, freue ich mich sehr, wenn du ihn abonnierst, bewertest oder mit Menschen teilst, denen er ebenfalls guttun könnte. So hilfst du mit, dass Pflaster fürs Herz noch mehr Menschen erreicht.
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Playlist zum Podcast: https://open.spotify.com/playlist/6TLalqW47gCeY8iAp1x1gd?si=f005710341524143
Transkript anzeigen
00:00:00: dann begegne ich ganz häufig, dass Frauen sich das absprechen und sagen, sie weiss gar nicht, wieso ich müde bin.
00:00:10: Ich habe gar nicht viel gemacht.
00:00:11: Ich war wieder den ganzen Tag mit dem Kind.
00:00:14: Und ... Irgendwie brachte mich nicht an, was ich eigentlich wollte machen.
00:00:23: Dann verstehe ich nicht, warum ich so müde war.
00:00:29: Eins ist klar!
00:00:30: Wir alle struggleen.
00:00:32: Und manchmal tut es Leben auch weh.
00:00:35: Plastofisherz ist ein Podcast, das ich in dem allem begleitet.
00:00:39: Mit Gedanken und Pülsen und Gesprächen direkt aus meiner Coaching-Praxis, die dich stärken und entlasten.
00:00:48: Ich bin Zara Satir und freue mich, wenn du immer wieder reinlassen kannst.
00:00:52: Wenn du etwas brauchst, was dir Lichtigkeit schenkt und dein Herz wärmt.
00:01:00: Das ist eine Podcastfolge für ... Alle, die Kerarbet leisten.
00:01:06: Besonders unbezahlte Kerarbete.
00:01:09: Das ist eine kurze Folge.
00:01:12: Mal schauen, ob sie wirklich kurz wird.
00:01:14: Ich weiss es ja nicht, wenn ich so alleine ins Mikrofon schwetze.
00:01:18: Aber es ist schon Abend gespart und ... Ich habe gleich Lust, hier noch vor das Mikrofono zu hocken, weil wir diese Woche ... einmal mehr aufgefallen ist, wie fest ganz vielen Frauen jemand wusste, wie viel Kehrarbeit sie eigentlich leistet.
00:01:45: Beziehungsweise sich immer wieder dafür abwerten.
00:01:54: Und das ist ein Thema, den wir immer wieder begegneten Besonders, wenn ich mit dem Thema in der Praxis von Erschöpfung und Mutterschaft arbeite.
00:02:06: Besonders ... Wenn es darum geht, eben zu schauen, ja ... ... ins Selbstmitgefühl zu finden und auch anerkennen, dass man diesen Verschöpfe um Mühe und Pause brauchen darf, dann begegne ich ganz häufig, dass Frauen sich das wie absprechen.
00:02:29: und sagen, ich weiss nicht, wieso ich müde bin.
00:02:32: Ich habe gar nicht viel gemacht.
00:02:34: Ich war den ganzen Tag mit dem Kind.
00:02:38: Irgendwie brachte mich nicht viel an, was ich eigentlich machen wollte.
00:02:45: Dann verstehe ich damit gar nicht, warum ich so müde ist.
00:02:50: Doppengegnet hat man etwas, das bei vielen Themen ist, nämlich ... An einer Bewertung, die strukturell gesellschaftlich hier ist, dass wir diese auch internalisieren.
00:03:06: Das heisst, wir haben leider ... Ich würde mir wünschen, wir hatten schon längst eine Kehr-Evolution und die Kehrarbeit wäre dort, wo sie meiner Meinung nach angehört, nämlich in der Mitte der Gesellschaft nicht nur im Leben sondern in der Bewertungen, der Anerkennung, der Sichtbarkeit.
00:03:27: Aber das ist nicht so.
00:03:29: Und weil es nicht so ist, und zwar wahrscheinlich noch länger geht bis es so ist ... merken wir auch – ich kenne sie auch bei mir!
00:03:38: Ich arbeite auch immer wieder an meiner eigenen Bewertung gegenüber meiner unbezahlten Kehrarbeit, dass wir uns innerlich abwerten.
00:03:50: Da haben wir häufig eine Diskrepanz zwischen Wissen und Gespüren.
00:03:55: Wir wissen zwar, es ist eine wichtige Arbeit und wir dürfen Pausen machen von Kehr-Arbeit, aber im Fühlen ... Wärten wir es gleich ab und sind dann unzufrieden, weil man das Gefühl hatte, mehr leisten zu müssen.
00:04:19: Das hat mit dem zu tun.
00:04:21: Wir sind so krass prägt durch die ständige Ab- Wärtig und unsichtbar machen, dass das ja nichts ist.
00:04:32: Dass man das so easy nebenbei machen kann.
00:04:36: Man macht es auch gerne, gell?
00:04:38: Und dass wir dann einfach sich nicht so etwas erschöpft fühlen oder mal müde sein dürfen, geschweigen können, pausen können, sich erholen dürfen ... Oder eben sagen, das wäre noch gut.
00:04:54: Es würde vielleicht zahlt werden, abgesichert.
00:04:56: Sie im Alter.
00:04:58: Ich hatte jetzt Ferien, und habe in der Ferie einen Moment gehabt, an dem ich dachte, wenn meine Kerarbe ... Ich konnte sie so stämpfen, die unbezahlten.
00:05:10: Ich bin in den Fertigsten, wenn ich sie so hätte stämpfen können.
00:05:13: Und dass es immer Stunden gegeben hat, wäre ich von längstens pensioniert.
00:05:19: Wenn diese auch noch zahlt worden wäre, dann wäre ich Millionärin.
00:05:25: Und wenn sie abgesichert werden, dann hätte ich eine mega gute Altersvorsorge und könnte jetzt so hinterherlehnen.
00:05:33: Ich würde ihn auch noch Kehrarbeit machen ... aber ich müsste vielleicht gar keine Lohnarbeit mehr machen!
00:05:42: Es ist leider nicht so.
00:05:45: Was ich dafür habe auf meinem Herzensbankkonto, ist unglaublich viele schöne Beziehungen.
00:05:51: Ich meine es ist auch Kehr-Orbe-Beziehung pflegen.
00:05:54: Ganz viel Liebe in meinem Leben und Freude!
00:05:58: Ich kehre gerne ... Ich finde, es ist etwas unglaublich Schönes.
00:06:06: Manchmal auch total nervtötend und unanstrengend.
00:06:09: Ich mache die Arbe gerne, aber das heisst nicht, dass sie nicht erfahren werden können.
00:06:14: Es gibt auch Banker, die gerne arbeiten können.
00:06:19: Wenn du mir zuhörst und merkst, ich habe das auch, ich werde mich immer wieder so innerlich abwerten und bin bei mir gar nicht so bewusst ... Was ich hier eigentlich alles auch noch leistet, dann zeige ich dir eine Übung.
00:06:38: Und diese Übung kannst du ganz unterschiedlich lange machen.
00:06:41: Das kannst du im Fall einfach mal eine Minute machen ... Du kannst es aber auch stumm machen, wenn du Lust hast!
00:06:47: Und vor allem kann man sie immer wieder machen und man kann es so ein bisschen sammeln.
00:06:53: Ich sage dem so Kerrcheck in, dass ich einfach mal aufschreiben Was kommt mir gerade in den Sinn, was ich eigentlich alles leisten kann an Kehrarbeit?
00:07:03: Und das kann sein, es kann Jahre zurück sein.
00:07:06: Das kann im Moment gerade sein.
00:07:07: Es kann für ein paar Monate die Woche sein, Tage völlig egal.
00:07:11: Du nimmst irgendwie ... Schreibst auf!
00:07:14: Okay, was kommt mir in den Sinne, wenn ich an Keherarbeit denke?
00:07:17: und wenn du das machst, dann ... Nimm unbedingt auch die ganzen Fasssetten von Kehr auf.
00:07:26: Kehrarbeit ist nicht nur, was wir machen wie z.B.
00:07:29: in Geschirrspühlerhausräumen, geht Posten einen Arzttermin abmachen, ein Kind trösten, eine Freundin besuchen.
00:07:40: Sondern es ist auch ... die ganze Organisation zu denken, der Mental Load.
00:07:47: So die Tausenden von Tabs, die offen im Hirn sind ... Die ihr irgendwie merkt und versucht ihr zu merken, so was du gerade denkst, was man alles noch machen muss, dass es den Menschen im Umfeld gut geht.
00:08:05: Dass es einem selbst auch noch gut geht – auch Self-Care ist ein Teil des Verkehrs.
00:08:11: Und das ist immens.
00:08:15: Das ist unsichtbar und zum Glück redet man seit ein paar Jahren mehr von dem Mental Health, gerade wenn es um Kindergröße geht.
00:08:24: Für mich darf man das viel grösser machen, weil es geht bei die Herren aber nicht nur darum.
00:08:31: um das Kinderhaus zu ziehen, dann geht es auch um Freundschaften, Pflegefamilien.
00:08:36: Um vielleicht auch im Büro für gute Stimmungen und Sorgen.
00:08:41: Mal nachfragen, wenn es jemandem nicht gut geht.
00:08:45: Also die Kehrarbeit ist umfassend!
00:08:48: Und was man noch weniger darüber spricht ... Das habe ich an mich gefühlt.
00:08:54: Es ist auch so viel, was man da dreht.
00:08:58: ist der emotionale Aufwand, den emotionalen Leber.
00:09:03: Alles was man mit fühlt, erfühlt, reguliert, korreguliert, hebtdreit ... Wir kehren, weil wir miteinander verbunden sind und das löst emotional etwas aus.
00:09:21: Und gerade wenn du kinkross ziehst Dass Kinder gesund und gross werden können, brauchen sie emotionale Begleitung.
00:09:32: Das kostet Energie und Kraft, denn ganz häufig, wenn wir emotional begleiten, sind wir auch gefordert, uns noch mehr zu begleiteten.
00:09:44: Ich weiss nicht diejenigen, die Zulassung von meinen Kindern haben ... Die Angst, die man hat, wenn man Kinder hat.
00:09:52: Das kennst du vorher wie gar nicht!
00:09:55: Und das ist etwas, was wir dann auch bei sich wieder begleiten müssen.
00:10:00: und auch das ist Kehrarbeit.
00:10:04: Du schreibst einfach auf ... Wenn du keine Zeit mehr hast, hörst du auf?
00:10:13: Wenn ich das in der Praxis mit den Leuten mache, dann ist es schon mal lustig.
00:10:16: Am Anfang kommt nichts ins Sinn und damit immer mehr Zeit.
00:10:20: Das heisst, du kannst anfangen und dann machst du es in einer Woche noch einmal oder im Monat.
00:10:24: Du kannst dann so mein Post-It machen oder in einem Bücher.
00:10:27: Es geht ums Festhalten, um sichtbar zu machen, was eben unsichtbar ist.
00:10:34: Und sich dann in dem Lernen noch mehr anerkennen ... bis man auch stolz sein und würdigen, was hier alles für Arbeit geleistet wird.
00:10:49: Wenn das eine wissenschaftliche Arbeit wäre, dann wäre es vielleicht längstens ein Doktortitel ... Und dann hat es irgendwie, wenn man auch nicht X-Zertifikate an den Wänden will.
00:11:00: Und weil das so ist, habe ich schon vor längerer Zeit ... Du findest es auf meiner Webseite und tu dir einen Link in die Show Notes.
00:11:07: ein Kehrzertifikat entworfen für alle, die kehrarben besonders unbezahlte Kehrarbeit leisten, aber auch die, die zahlte Kehren arbeiten lassen.
00:11:18: Dort ist sie auch so, dass es viel zu wenig anerkannt und honoriert.
00:11:23: Man kann ausdrücken und aufhänken.
00:11:28: Und die abfeieren ein bisschen mit dem zwinkenden Auge, aber sehr wohl auch mit dem ernsten Hintergrund.
00:11:38: Solange Gesellschaft das nicht macht, ist es vielleicht ein Weg neben dem man natürlich politisch sind, gehen, abstimmen und immer wieder gegen draussen laut werden.
00:11:54: Ist es ein Weg, sich anfangen zu lösen und wirklich anders bewerten?
00:12:05: Vielleicht ist es auch ein Imput, dass du das in deinem Umfeld machst.
00:12:11: Ich merke so im Freundinnenkreis, wir machen das sehr stark.
00:12:15: Dass man uns immer wieder ... Wenn man selber nicht klar hat, dass man gerade wieder viel treibt dass man sich dann gegenseitig sichtbar macht.
00:12:28: Dann sagt einer Freundin zu mir, Sarah, du hattest auch noch das mit deinem jüngeren Sohn.
00:12:34: Das war doch noch das in deiner Familie.
00:12:37: Kein Wunder bist du jetzt müde und ich mache es bei Freunden auch.
00:12:42: Vielleicht kannst du das Herzertifikat vielleicht auch verschenken?
00:12:47: Und dann haben wir so mit der Zeit, wenn alle anfangen ... mehr uns abzufeiern für die Kehrarbeit und eben selbstverständlich sagen, ah nein dann kann ich nicht.
00:13:01: Dann bin ich am Kerr arbeiten und vor allem auch selbstverständlicher zu sagen, da tue ich mich erholen von der Kehrarbe, dann mache ich ein Pausen, mich genau gleich selbstverständliche anfange zu erholern wie von der Lohnarbe.
00:13:15: Das ist ja nicht immer möglich.
00:13:19: Dann haben wir mit der Zeit – ich stelle mir das so vor wie auch ein reines Puzzle, wenn jeder so ein Puzzlestück ist.
00:13:26: Man macht das und dann kann man vielleicht von innen anfangen die Strukturen aufweichen und bewegen.
00:13:34: Das finde ich sehr schön!
00:13:38: In diesem Podcast geht es sowieso immer wieder um den Kerl, weil die Flasche fürs Herz ist Kerl.
00:13:45: Darum habt ihr Sorge und schaut gut.
00:13:50: Der Podcast ist unabhängig und werbenfrei.
00:13:54: Und ein totales Herzensprojekt.
00:13:57: Darum freue ich mich besonders, wenn du es abonnierst, herzlich und teilen willst.
00:14:03: Denn dann kann er weiter wachsen!
00:14:07: Wenn du noch mehr unterstützen möchtest, kannst du mir gerne auf www.beimeacoffee.com in den Kaffee spenden.
00:14:15: Danke vielmals!
00:14:16: Den Link findest du in der Shownotes.
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