Wie überlebt man das Unvorstellbare?
Shownotes
Sulamith Steinmann vertraut mir und euch ihre sehr persönliche Geschichte an. Eine Geschichte, die schwer und traurig ist – und gleichzeitig voller Hoffnung, Liebe und Leben.
Wir sprechen darüber, wie Trauer sich verändert, ohne einfach zu verschwinden. Darüber, was Sulamit geholfen hat, weiterzugehen, als sie selbst nicht wusste, ob und wie sie das schaffen kann. Und darüber, was Menschen brauchen – und was sie vielleicht gerade nicht brauchen –, wenn sie etwas unvorstellbar Schweres tragen müssen.
Sulamith erzählt auch, woher sie heute ihre Lebensfreude und Lebenskraft nimmt und weshalb neben all dem Schmerz auch Dankbarkeit einen Platz in ihrer Geschichte bekommen hat.
Sulamith hat mir nach unserem Gespräch noch den Song "Profumo" von Gianna Nannini geschickt: Für immer verbunden mit ihrer Mutter und ihrer Tochter Martha. Was bleibt ist die Erinnerung und die Liebe, wir tragen sie weiter auch in Form von Musik. Danke liebe Sulamith.
https://open.spotify.com/track/0ePoBaeFDQFjzUVdeCsc21?si=nJS8fwDnS2uEYEjE8i1efQ&utm_source=copy-link
Du findest ihn auch in der Pflaster fürs Herz Playlist:
Hinweis zum Inhalt: In dieser Folge sprechen wir über Suizid und über den Tod eines Kindes. Bitte hör sie nur, wenn du dich im Moment stabil genug dafür fühlst.
Wenn du selbst Suizidgedanken hast oder dich in einer akuten Krise befindest, hol dir bitte Unterstützung. In der Schweiz erreichst du "Die Dargebotene Hand" rund um die Uhr unter 143. Weitere Informationen und Beratung findest du unter 143.ch.
💜 Danke, dass du dir Zeit genommen hast, diese Folge anzuhören.
Pflaster fürs Herz ist ein werbefreies Herzensprojekt. Mein Wunsch ist es, einen Ort zu schaffen, der stärkt, entlastet, Trost spendet und daran erinnert, dass wir mit unseren Herausforderungen nicht alleine sind.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir reden über das, was einem fast den Schnuff und die Worte verschlafen.
00:00:09: Wie überlebt man es aller Schlimmsten?
00:00:15: Manchmal ist das Leben so grauenhaft, dass man das Gefühl hat, dass wir nicht überleben.
00:00:19: Das ist Suda mitwiderfahren.
00:00:22: Sie vertraut mir ihre Geschichte an ... Und sie vertraute sich auch an.
00:00:29: Sie redet mit mir darüber, wie sie bewältigt hat überlebt hat und Lebensfreude, Lebenskraft und ganz viel Dankbarkeit gespürt.
00:00:43: Trotz dem Schlimmsten, was hier passiert ist, geht es um die Suizid und der Suizide ihrer Mutter.
00:00:52: Und es geht um den Tod ihrer kleinen Tochter.
00:01:00: Spürst du gut an, ob du diese Themen ... gerade kannst du heben oder ob du verletzlich bist und dann los ist die Folge, vielleicht ein anderes Mal.
00:01:13: Ich finde es wichtig, dass wir genau über das reden.
00:01:17: Das soll auch hier in diesem Podcast Platz haben.
00:01:21: Nämlich wie bewältigt man das Alleraller Schlimmste?
00:01:25: Und wie finden wir einen Umgang mit dem Sterben
00:01:29: und einem Tod
00:01:30: einer Kultur, die wir nicht lernen?
00:01:36: Wir haben die Folge aufgenommen,
00:01:37: bevor wir beide in den
00:01:39: Sommerferien sind.
00:01:40: Es war sehr heiss und ich glaube, die Mikrofonen waren auch heiss.
00:01:45: Jetzt bin ich in der Ferie und habe die Folge vorbereitet.
00:01:49: Ich merkte, da holpen sie immer wieder, wie das Mikrophone einfach abgestellt hat.
00:01:54: Und ich musste es wieder anstellen.
00:01:56: Aber ich finde, es passt irgendwie
00:01:59: gerade.
00:02:00: Eins ist
00:02:01: klar – wir alle strugglet!
00:02:03: Und manges tut das Leben auch weh.
00:02:06: Plaster fürs Herz ist ein Podcast, in dem ich allem begleite.
00:02:11: Mit Gedanken und Pülsen und Gesprächen direkt aus meiner Coaching-Praxis, die dich stärken und entlasten.
00:02:20: Ich bin Zara Satir und freue mich, wenn du immer wieder reinlassen kannst.
00:02:24: Wenn du etwas brauchst, was dir Lichtigkeit schenkt und dein Herz wärmt.
00:02:32: Ich schaue ... In einem Gesicht, wo wir gegenüber sitzen.
00:02:36: Wo ich finde ... Sie hat eines der schönsten Strahlungssichter, die ich kenne.
00:02:45: Ich weiss nicht, wer das kennt.
00:02:49: Ich bin ja Heterin und stehe auf Monat.
00:02:54: Aber ich habe manchmal so wie ein Crush auf Frauen, dass ich irgendwo mal eine Frau sehe, ihre Begegnung und denke so ... Oh wow, diese Ausstrahlung!
00:03:07: So ging es mir mit meinen heutigen Gästen.
00:03:10: Ich bin ihr Begegnet vor sehr vielen Jahren, als ich von Zürich auf Wintertour zeug.
00:03:17: Das ist jetzt die siebenzehn Jahre her.
00:03:22: Da kam ich in die Bibliothek an und dann hat sie mich immer so angestrahlt.
00:03:28: Hoi Sulla mit, so schön bist du da.
00:03:31: Hoi, Sarah.
00:03:32: Wow!
00:03:32: Was für eine Ansage?
00:03:34: Dann werde ich rot, aber das sieht man nicht, weil es ein Podcast ist.
00:03:40: Genau.
00:03:41: Danke vielmals.
00:03:42: Ich freue mich so, dass du heute hier bist und es ist ja so ... Ich traue mich wie einfach alle im Moment zu fragen, wo ich merke, ich würde so gerne mit Ihnen reden in diesem Format.
00:03:55: Und gleichzeitig bin ich aber bewusst, dass sich der Name auch etwas auslösen kann.
00:04:01: Ja, also so vor dem Mikrofon und auch vor dem Podcast.
00:04:04: Das habe ich nie gemacht!
00:04:06: Und wir haben vorher darüber geredet wie du sagst, dass du nervös bist,
00:04:11: oder?
00:04:11: Ja genau.
00:04:12: Das darf mega sein... Ich habe in der ersten Aufnahme auch darüber geredet, dass ich nervös bin.
00:04:19: Weil ich gemerkt habe, ich mache zwar so viele Podcasts, aber ich habe noch nie so ganz alleine.
00:04:24: Weisst du, ich habe ja Folgen, die ins Mikrofon sprechen können und dann habe ich auch gesagt, das ist irgendwie anders.
00:04:31: Und danach haben wir ... hab ich gefragt, was macht alles nervös?
00:04:36: Dann hast du etwas gesagt, das ich immer wieder von Leuten höre.
00:04:39: Und dann selber kenne ... Ja, dass ich nachher merke, ah, das hätte ich noch gerne gesagt oder anders gesagt.
00:04:47: und dann habe ich gesagt, ja, ein Podcast ist echt Mut zur offenen Gestalt!
00:04:52: Weil, ganz ehrlich, es kommt immer noch etwas Schlueres im Sinn.
00:04:56: Ja genau, ich nicke wild, wenn du das alles sagst.
00:05:00: Ja, genau so.
00:05:01: Ich habe das zu dir gesagt.
00:05:06: Aber es beruhigt und du bist hier.
00:05:09: Das ist mega
00:05:16: schön!
00:05:17: Wenn ich alleine vor dem Mikrofon sitze, könnte ich aufnehmen und nochmal aufnehmen.
00:05:23: Aber
00:05:23: da es ein Herzungsprojekt ist, schrägst du die Hobie, in der ich kein Geld verdienen kann?
00:05:28: Dann habe ich mich im Fall mega fest bei den ersten Aufnahmen.
00:05:33: Ich sagte mir einfach, Sarah, du nimmst das auf... ...und dann tust du es raus!
00:05:39: Ja.
00:05:39: Und
00:05:39: es hat mich dann auch so müde gebraucht, weil ich so in Versuchung bin, noch einmal aufzunehmen und noch mal ...
00:05:46: Ja ja, man könnte immer noch irgendetwas ... Genau, genau!
00:05:52: Ich finde das mega spannend.
00:05:54: Doe ich dir nach ins Mikrofon ein Kinochen?
00:05:55: Oder darfst du den Kinoch rücken?
00:05:57: Genau.
00:05:58: Auch das ist ja manchmal nicht so wie in einem Mikrofone.
00:06:03: Und damit ... die ich so kennengelernt in der Bibliothek, weil ich mit meinem Sohn ... Ich musste sehr viel zu dir kommen.
00:06:14: Wie er immer alles kaputtgemacht hat.
00:06:16: Mein Sohn mit den Behinderungen.
00:06:19: Wir mussten dann auch mich fragen, was das hier kostet oder was heisst denn das?
00:06:24: Genau!
00:06:24: Da haben wir doch einen Trick herausgefunden.
00:06:26: Mit dem
00:06:28: CDS.
00:06:29: Und mittlerweile ... Ich zähle dich als ... Es ist so lustig.
00:06:36: Du bist für mich, ich würde sagen, ein Freundin von mir, aber eine Freundin, die nicht so nahe ist wie andere Freundinnen, aber irgendwie gleich verbunden ist.
00:06:47: Wie würdest du das aussagen?
00:06:49: Nein, sehr schön gesagt!
00:06:50: Ja, genau.
00:06:52: Wir treffen uns und es ist schön.
00:06:54: Und wir gehen wieder auseinander.
00:06:58: Genau.
00:06:59: Aber es ist immer sehr les.
00:07:02: Ich verfolge deinen Weg auch und bin sehr Fan.
00:07:09: Ja, dass ich auch Fan bin.
00:07:10: Darum habe ich dich gefragt, ob du dir diesen Format vorstellen könntest über deine Geschichte reden kannst?
00:07:18: Und war mir auch bewusst, dass es eine sehr verletzliche Geschichte ist, dass du vielleicht sagst, an einem lieber nicht.
00:07:27: Und ich habe mich umso mehr gefreut, dass man sagt, das mache ich.
00:07:33: Und da ich so den Gedanken hatte, es geht ja auch in diesem Format wirklich immer wieder ums Bewältigen.
00:07:43: Weil ich glaube, wir Menschen ... Ja, manchmal denke ich, gewisse Leben, wenn sie ein Drehbuch wäre, würden wir sagen, dass das etwas unrealistisch ist?
00:07:52: Genau!
00:07:53: Oder wie zu viel.
00:07:54: Ja genau, nicht darüber.
00:07:56: Und sie ist ja auch nicht recht verteilt.
00:07:59: Also wirklich nicht.
00:07:59: Stimmt wirklich
00:08:00: nicht, nein.
00:08:03: Dann gibt es immer wieder auch Angst vor Schicksalsschläge.
00:08:12: Ich glaube, dass wir viel mehr öffentlich darüber reden dürfen.
00:08:17: Nicht nur was kann dann einem Schlimms widerfahren?
00:08:21: oder für was kann man alles Angst haben?
00:08:23: Oder wie schlimm ist das Leben?
00:08:26: Das müssen wir unbedingt auch sprechen.
00:08:27: Aber ich möchte wirklich mit dem Podcast auch einen Beitrag leisten zu ... Okay und wenn mir Schlimmes passiert?
00:08:35: Was hilft mir zum Weitergehen?
00:08:39: Was, wie bewältige ich etwas, das sich unbewältigbar
00:08:44: anfühlt?
00:08:46: Wie gehe ich damit um, wenn mein Leben mit mir unglaublich schlimme und grauenhafte Pläne hat.
00:08:53: Und in dem ihnen auch wieder eine Art, so etwas zu finden von Hoffnung, Zuversicht und Vertrauen.
00:09:03: Ja genau.
00:09:05: Ich dachte eigentlich ... Anfangen mit deiner Geschichte.
00:09:11: Die ist eigentlich ... Man kann sagen, dass das weite Schlimmste, was ich mir vorstellen könnte, passiert, wie einem im Leben passieren kann und nach einem schlimmsten.
00:09:24: Und das ist fast gleichzeitig, also ein gleicher Jahr?
00:09:28: Ja, ganz genau.
00:09:31: Sie ist jetzt schon achtzehn Jahre her.
00:09:35: Ich kann ja einfach mal anfangen oder ... Genau, um zero sieben war das.
00:09:43: Und dort ist meine Mutter im Januar durch Suizid gestorben.
00:09:51: Ja, das ist ja auch ... Das ist neben mir, dass es natürlich eine plötzliche Todesart ist und ... Sie ist sicher, in diesem Moment war das total plötzlich für uns.
00:10:07: auch wenn das vielleicht vorher schon Thema war.
00:10:10: Aber das Dreie ist somit und dann passiert es zum Zeitpunkt, an dem ich gar nicht mitgerechnet habe.
00:10:17: Das ist speziell, das ist auch häufig so.
00:10:24: Ja, das war sehr heftig.
00:10:26: Genau.
00:10:27: Und dann irgendwie ... Ich war da noch nicht ganz bei der Zwei- und Drei-Ski-Knappe.
00:10:35: Ich hatte kleine Kinder damals.
00:10:42: Genau, und dann handelte das alles irgendwie.
00:10:46: Und wenn ein älteres Teil ... Ich war nach den Zwanzigsten, als mein Vater gestorben ist, aber auch Krebs.
00:10:53: Das ist ja schon etwas Schlimmes beim Suizid.
00:10:56: Du sagst, dass es plötzlich kommt, weiss man auch.
00:10:59: Dass es oft ... Auch wenn jemand schon Depressionen hatte oder die Themen waren, oft, wenn es wirklich passiert ... Passiert es eben auch an das Umfeld.
00:11:10: nicht damit rechnen?
00:11:12: Ja, sehr.
00:11:15: Im Gegenteil gibt es auch eine Unsicherheit in mir.
00:11:21: Ich bin mit diesem Aufgewachsen, dieser Angst, ihr geht's nicht gut und ... ... hat sich Depressionen
00:11:30: gemacht.
00:11:33: Oder ein bisschen bipolar vielleicht.
00:11:37: Und mit dem bin ich aufgewachsen.
00:11:39: und das dreiste so mit.
00:11:42: Und irgendwie in diesem Moment hatte ich das Gefühl, jetzt ist mal ein guter Moment.
00:11:49: Ich habe vielfach zu mir selbst nur von Momente gesprochen.
00:11:52: Jetzt ist es eine gute Phase, vielleicht wieder eine schlechte Phase ... Und dort hatte ich den Gefühl, dass es schon eine gute phase war.
00:12:00: Aber wir hatten auch nicht die einfachste Beziehung.
00:12:04: Ich habe es jetzt nicht alle Wochen gesehen oder so, aber genau.
00:12:10: Und dann ... Ja, das ist schon ein Hammer, dass die ganze Gefühle auch auseinanderbrechen.
00:12:24: Und eben so das Vertrauen und Boden unter den Füßen oder weg?
00:12:30: Ja, ja, genau!
00:12:34: Und am Anfang ... Ich meine, Suizid ist ja eher mit Scham und Schuld.
00:12:39: Das ist viel auch etwas damit verbunden.
00:12:42: Das fühle ich jetzt nicht mehr.
00:12:43: Aber es ist natürlich gross.
00:12:46: Es ist einfach gross genau.
00:12:50: Aber im Ganzen bin ich schon damals, ich bin wahnsinnig dankbar, wie sie das gemacht hat und wie sie sich vorbereitet hat ... was sie hinterlassen hat.
00:13:07: Sie hat uns ein Brief geschrieben, sie hat alles vorbereitet.
00:13:11: Es ist wahnsinnig, es ist sehr eindrücklich wie sie das richtig vorbereitet hat und in diesem Sinn mir auch wieder einfacher gemacht hat, finde ich.
00:13:27: Sie war damals nicht in einer Partnerschaft ... Ich war dann die, die auch aufgeräumt hat oder Sachen angeguckt und alles aufgelöst hat.
00:13:43: Das hat sie mir in diesem Sinne vorbereitet.
00:13:49: Sehr achtsam.
00:13:51: Ja genau!
00:13:52: Und das bin ich ihnen sehr dankbar wirklich.
00:13:57: Wie die Beziehung auf einen Ort weitergeht, das habe ich sehr eindrücklich gefunden.
00:14:05: Es bleibt ja eine Beziehungen und es hat auch viel Versöhnung für mich stattgefunden nachher und so.
00:14:15: Wie würdest du das beschreiben?
00:14:17: Ich weiss,
00:14:19: was du
00:14:19: meinst
00:14:20: –
00:14:20: ich erlebe das auch.
00:14:23: Aber
00:14:25: vielleicht
00:14:25: kann sich jetzt
00:14:26: jemand das nicht vorstellen.
00:14:28: Die Füße ist nicht mehr da, aber ... Ich weiss nicht.
00:14:33: Es ist noch schwierig zu beschreiben.
00:14:36: Irgendwie ... Ist sie irgendwie auf einer Tochter?
00:14:40: Oder hat sie mir auch Zeichen gegeben und so?
00:14:44: Das klingt dann im ersten Moment vielleicht etwas eigenartig, wenn man das nicht erlebt hat.
00:14:50: Aber ich habe wirklich ... Ja, ich habe gemerkt, dass sie umgekommen ist.
00:14:56: Das vergeht dann ein wenig.
00:14:58: Manchmal ist Phasenwissen wieder irgendwas, aber ... Ja.
00:15:09: Ich habe mich in diesem Sinne immer noch wie etwas begleitet gefühlt von ihr auf den Ort.
00:15:14: Schön!
00:15:17: Und dann hattest du gleichzeitig ja diese kleinen Kinder.
00:15:22: Genau!
00:15:22: Das ist etwas
00:15:24: ... Ich weiss nicht, wie es dir ging, aber mir hat das geholfen.
00:15:27: Wo mein Vater gestorben ist, dass meine Kinder so klein waren.
00:15:30: Sonst war sie streng, aber die kleine
00:15:33: Kinder
00:15:33: stünden jeden Morgen auf und lachen irgendwie und haben
00:15:37: die Begrüßung.
00:15:38: Genau.
00:15:38: Es geht einfach weiter?
00:15:41: Ja, genau.
00:15:44: Ja, ich war dann viel ... Sie lebte jetzt in Zürich und bin viel hin- und her zum Wohnungsaufräumen.
00:15:51: Ich fand schon bei ihrem Tod irgendwie ... Ich habe eigentlich so wie Schritt für Schritt Sachen in den Synchro gekommen, die mir helfen.
00:16:02: Sie hat z.B.
00:16:03: Kunst gemacht.
00:16:05: Und dann habe ich eine Ausstellung organisiert mit ihren Bildern.
00:16:11: Genau!
00:16:12: Oder ich habe ... Das war sogar noch vorher.
00:16:16: Ich habe ihre Freundinnen und Freunde in ihre Wohnung eingeladen, damit sich alle etwas mitnehmen können, wenn sie etwas wollen.
00:16:25: Genau.
00:16:26: Und das sind schon ... Ja, das merkte ich, dass es mir wahnsinnig hilft.
00:16:32: Aber das hilft auch den anderen.
00:16:36: Genau!
00:16:37: Zuerst war das mit der Wohnung und dann die Ausstellung?
00:16:42: Ja, genau.
00:16:50: Was du beschreibst, die Rituale.
00:16:54: Gerade wenn man in andere Kulturen schaut, ist das sehr fest Frankert und bei uns in der Schweiz ist es weniger so.
00:17:02: Und dann hast du aber wie ein Intuitiv gemerkt ... Da braucht es irgendwie Rituaal.
00:17:10: Es braucht Handlungen.
00:17:12: Und was ist eine Stimmung?
00:17:16: Das ist auch etwas, das ich denke, man darf viel mehr darüber reden.
00:17:21: Was hilft denn eigentlich?
00:17:22: Ist es individuell?
00:17:24: Ja genau, es ist individuell!
00:17:25: Aber ich habe jetzt gerade vor zwei Wochen meine Gottewohnen gestorben.
00:17:33: Ich hoffe für mich, wie die zweite Mutter war, sie hat so gerne genäht und sie hat mir gerne aus Stoffküsse genähte, wie ich sie so schön gefunden habe in ihrem.
00:17:42: Und sie hat das nicht mehr geschafft... Und jetzt hat ihre Schwägerin, die das wie gehört hat, diese Küsse genäht.
00:17:52: Die liegen hier in der Wohnung und es ist für mich so etwas, was so hilft...
00:17:58: Ja genau, so heilsam!
00:18:00: ...dass es diesen Stoff gibt und
00:18:01: dass es da ist.
00:18:03: Es ist nur so etwas von den Bandsfilmen.
00:18:04: Das ist eine kleine
00:18:06: Sache.
00:18:07: Genau.
00:18:07: Und das bleibt ja auch ein Form von Inverbindung.
00:18:11: Genau, und auch das Gefühl, also ich... Auch das Gefühl von für mich, genau Ihres Umfeld hat jetzt auch noch vielleicht irgendetwas von Ihrem Bild einen Gegenstand.
00:18:25: Das geht so ein wenig weiter und es ist nicht so ab.
00:18:29: Genau.
00:18:30: Und meinen jüngeren Sohn, den ich ausgezogen habe ... Wir haben einen ähnlichen Kind, der plötzlich sehr schnell geht und dann fühlt er mich ein wenig.
00:18:43: Er hat zum Beispiel auch ein Nachtischchen von meiner Gotten mitgenommen.
00:18:46: Ich habe ihm zwei Küsse gegeben.
00:18:49: Es ist so schön, dass ich etwas habe.
00:18:51: Genau!
00:18:54: Das ist so wichtig.
00:18:56: Das z.B.
00:18:56: genau.
00:18:57: Alle meine Kinder haben etwas von ihnen.
00:19:00: Oder fragen, dass sie später kommen.
00:19:03: Die fragen dann noch ein Bild oder einen Gegenstand und kreieren auch wie ihr Verbindung.
00:19:10: Das bleibt so und das finde ich wahnsinnig schön.
00:19:14: Genau!
00:19:15: Jetzt reden wir darüber ... Ich habe vorhin gesagt, das Leben ist eine Fähre.
00:19:20: Das singt der Herbert Grünemeyer und er singt das, die in einer kürzester Zeit ... Ah ja?
00:19:28: Ja, eine Frau und ich glaube der Bruder.
00:19:31: Ja, das weiss ich auch nicht mehr.
00:19:37: Und dann ist es irgendwie schon bewältigend.
00:19:40: Es ist einfach vorne gesagt, sie ist
00:19:42: gross.
00:19:43: Die Suizid
00:19:43: ist
00:19:44: gross!
00:19:44: Ja, genau.
00:19:49: Und dann bin ich in dem Allem hinein, bin ich schwanger geworden mit meinem dritten Kind.
00:20:04: Das habe ich auch so heilsam gefunden.
00:20:06: Das kommt mir jetzt wieder im Sinn, da habe ich schon länger nicht mehr darüber nachdenkt.
00:20:12: Aber mir ist das so vorkommen, dass es auch wie ein Gruess von Ihnen ist.
00:20:16: Ja natürlich!
00:20:17: Oder?
00:20:17: Das ist ein
00:20:18: Grues?!
00:20:19: Genau und ich habe auch gewusst... meine Mutter hatte sehr mit Italien eine Liebe zu Italien und konnte sehr gut italienisch.
00:20:34: Und ich habe gewusst, ich will irgendwie den zweiten Namen von meinem... von dem Kind, der im Buch ist.
00:20:39: Er muss in Italienisch sein und etwas mit ihm.
00:20:43: Es war mir sehr nahe für das.
00:20:48: Ja?
00:20:50: Und
00:20:50: dann ... So richtig auch gute Hoffnung
00:20:53: oder?
00:20:53: Ja!
00:20:55: Ja ja genau!
00:20:56: Das hat eine weitere Dimension.
00:21:01: Genau!
00:21:02: Und auch so den Kreis oder Todgeburt
00:21:06: und Leben.
00:21:08: Es hat wirklich so etwas von dieser Dimension, es passiert etwas Schlimmes.
00:21:15: Und nachher kommt wieder etwas, das du teilst und ich finde gerade auch Kinder ... Das hat meine Verstorbenheit immer gesagt.
00:21:28: Es braucht jeder Bärding und viele Kinder, wie sie seien das Gegenteil von Tod.
00:21:33: Und
00:21:33: Schwangerschaft
00:21:35: ist ja
00:21:35: wirklich so einfach das Gegenstock,
00:21:38: wo unser
00:21:38: Leben geht oder
00:21:40: kreischt.
00:21:41: Ja, genau.
00:21:45: Genau.
00:21:47: Das hat sehr viel ... Es war gleichzeitig die Schwangersschaft und der Abschied Und mich aber auch auf das Neue.
00:21:57: Das habe ich mir wahnsinnig gefreut und genau, wie du sagst, sehr heilsam.
00:22:03: Das war der ganze Sommer durch.
00:22:09: Und dann ... Als kleine Einschub, also wenn wir schon chronologisch gehen, passt es eben auch ein bisschen zu diesem Unglück.
00:22:23: Im Oktober, also der Geburtstermin des Kindes.
00:22:29: Wir wussten nicht, was es wird.
00:22:34: Es war Mitte November, genau.
00:22:41: Anfang November hatte mein Mann einen Döffumfall.
00:22:49: Ein schwerer Döffumfall?
00:22:51: Also so ein Roller ... wurde von einem Auto einfach nicht gesehen und angefahren.
00:22:58: Auch wieder sehr eindrücklich, ich war dort am Schaffen.
00:23:03: Wir haben das Polizei angeläutet und gesagt, dass ich anseite soll.
00:23:07: Sie wissen, ich sei gehochschwanger.
00:23:10: Sie müssen mir schnell etwas sagen.
00:23:12: Mein Mann hatte einen Umfall, aber ich habe nichts mit dem Kopf und dem Rücken.
00:23:18: Und offenbar hat er das in diesem Ganzen ... bevor er wahrscheinlich bewusstlos wurde.
00:23:23: Irgendwie gesagt, ich sehe Schwanger und sie sollen mir anrufen.
00:23:29: Ja, einfach verrückt.
00:23:30: Und dann war es das.
00:23:31: Und da bin ich noch mal einen kurzen Moment.
00:23:34: wirklich wieso in diesem Spital fast zusammengebrochen?
00:23:37: Weil ich einfach so dachte ... Nein!
00:23:40: Jetzt kommt die Geburt.
00:23:42: Was ist mit ihm?
00:23:44: Er hatte sehr viel ... Er hatte eine schlimme Brüche und Verletzung.
00:23:48: Ich glaube, wir sind etwa zehn Tage im Spital.
00:23:51: aber nachher ist er heimgekommen.
00:23:53: Das war natürlich immobil, und die Heine waren quasi liggend.
00:24:05: Aber das kann ich noch erwähnen, weil es irgendwie verrückt war.
00:24:09: Er hat dann von der Versicherung Geld bekommen und von dem eine Kamera gekauft.
00:24:17: Es sind einfach alles so kleine Sachen, was wir im Nachhinein gedacht haben ... Das ist verrückt, weil wir so viele Fotos von diesem Kind haben wegen dieser Kamera.
00:24:28: Und nachher genau ... Sie war zu Hause und ähm ... Ja!
00:24:34: Also dann ist ... Äh ... Wird es mir überlegen?
00:24:37: Dann war es eben Anfang November.
00:24:40: Und
00:24:41: ähm...
00:24:42: Ich bin meine zweite älteste Tochter der ... In den Kiten, in den Kreppen geht abholen und läuft raus.
00:24:51: Mein Fruchtblasen platzte.
00:24:55: Ich dachte, okay ...
00:24:57: Jetzt
00:24:58: muss ich noch nach Hause gehen und bin dann zu Hause.
00:25:03: Ich habe eine Hausgeburt geplant.
00:25:06: Und ähm ... Ja, jetzt habe ich auf den Ort etwas vergessen.
00:25:12: Ich hatte gute Hebamme während der Schwangerschaft.
00:25:15: Die war aber genau in dieser Zeit nicht umgekommen, als ich die Geburt ... wo die Geburt angesagt war.
00:25:25: Und ja, es gibt dann wie im Nachhinein so kleine Sachen, bei denen du denkst ... Schade!
00:25:32: Ist das so und so gelaufen?
00:25:34: Auf jeden Fall kamen sie zu mir nach Hause.
00:25:37: Die Geburt ging sehr gut.
00:25:40: Es ist ein Mädchen auf der Welt gekommen, unsere Martha.
00:25:43: Ich habe sie eben Marta Tchan genannt.
00:25:48: Genau.
00:25:49: Und meine Mutter war wahnsinnig die Jananini-Fan.
00:25:54: Es ist so eine Erinnerung von gutem Moment mit meiner Mutter, wenn wir in der Küche die Janananini gelassen haben und gekocht oder tanzt haben.
00:26:05: Irgendwie ... Ja, genau!
00:26:07: Marta Czanna.
00:26:10: Ja, sie war auf ganz gute Geburt, gut auf die Welt gekommen.
00:26:15: Ähm... Was?
00:26:18: Noch verrückt ist, wir haben wahnsinnig viele Fotos von der Geburt.
00:26:23: Wegen dieser Kamera?
00:26:25: Wegen der Kamera!
00:26:27: Tom konnte in diesem Sinne nicht gross umlaufen und bei mir schon auf den Seiten, aber nicht richtig mobil, weil das Bein total kaputt war.
00:26:39: Er hat dann halt viel fotografiert und auch Sequenzen gefilmt.
00:26:46: Das habe ich natürlich ... diese Fotos, die habe ich schon hunderttausendmal angeschaut.
00:26:51: Die sind fast verbleicht von diesem vielen Anliegen oder dem Film.
00:26:57: Genau!
00:26:58: Und sie kam auf die Welt und was da auch wieder ... Was mich im Nachhinein beidrückt, es gibt so eine Filmsekwenz, in der sie auf die Welte kommt und ich frage irgendwie so, lebt sie?
00:27:13: Lebt
00:27:13: sie?!
00:27:13: Oder lebt's, habe ich gefragt, weil ich noch nicht gewusst habe, was das ist Und im Nachhinein denkst du natürlich dann wieso.
00:27:19: Hey, wie kommt sie auf so eine Idee?
00:27:22: Wie konnte ich das sagen?
00:27:23: Das habe ich noch bei keinem anderen Kind gesagt.
00:27:26: Aber sie hat sehr, sehr gelebt.
00:27:28: Sie war total fideal und ist gesund auf die Welt gekommen quasi vor der Gründung.
00:27:35: oder haben alle gemeint genau.
00:27:41: Ja, dann ist das Wochenbett, weil man es vielleicht kennt.
00:27:45: also sehr schöne Heime ... Wir waren alle zu Hause.
00:27:50: Die anderen zwei Kinder waren auch herum.
00:27:55: Viel Besuch ... Ja, ich habe eine grosse Familie und die kommen dann alle.
00:28:05: Es hat sehr das Ausgestrahlt so gemerkt.
00:28:11: Man gönnt mir sowieso natürlich, aber das Heilsamen und die Heiligen hat sich so heilsam angefühlt.
00:28:20: Und auch wieder etwas lebendiges, wirklich lebendes.
00:28:24: Neue?
00:28:25: Auch etwas hat ganz viel von Hoffnung.
00:28:28: Mega!
00:28:29: Genau.
00:28:30: Wahnsinnig.
00:28:35: Wie es weitergeht, der Kreis, Tod, Geburt ... Ja, und ... Wir waren immer zu Hause.
00:28:45: Es war November.
00:28:47: Ich habe das Grau in Erinnerung, genau.
00:28:53: Das habe ich bei den anderen Kindern auch.
00:28:55: Ich bin lange gar nicht aussen oder so.
00:28:57: Wir sind eigentlich immer etwas in diesem Gokot.
00:29:02: Bei einer Hausgeburt kommt ein Ärztein nach Hause mal für Kontrolle.
00:29:06: Die Hebammen kommen eh jeden Tag.
00:29:11: Genau, und das ist wirklich sehr ... Ja, es waren sehr schöne Tage.
00:29:20: Und dann hat sie am neunten Tag sehr schlecht getrunken.
00:29:30: Die Morte war sehr schlechtgetrunken und ... Ja irgendwie ... Hattest du schon so etwas gedacht?
00:29:36: Machst dir Sorgen aber eben denkst ... Ich weiss auch nicht.
00:29:40: Also irgendwie denkt man ja... Oder wir haben dort überhaupt nicht.
00:29:44: Wir haben so anneulingende Sachen, ja vielleicht irgendwie ... Fasch mit dem Stilen noch nicht gut eingrenkelt oder was auch immer?
00:29:53: Das gibt es ja einfach
00:29:55: auch.
00:29:55: Genau!
00:29:56: Oder irgendwie buchweh.
00:29:57: Wir hatten lange irgendwie buchtweh über Leit.
00:29:59: Genau, buchen die kleinen Kinder.
00:30:03: Und sie war schon so ein bisschen apathisch.
00:30:08: Wir hatte auch wahnsinnig viel Besuch.
00:30:10: Es hat ... Das ist auch etwas, was ich mir im Nachhinein manchmal das Gewissen gemacht habe.
00:30:17: Ich bin viel im Aussen gewesen.
00:30:21: Sie war wie einfach dabei und wir haben so viele gesagt, sie sei ruhig in der ganze Zeit.
00:30:27: Wir haben soviel gesagt, die ist zufrieden, die liegt da ... Und rundherum ist das Bralle leben oder zwei kleine Kinder.
00:30:36: Meine älteste Tochter war damals sechs, die zweite vier.
00:30:43: Wie du vorhin gesagt hast, das ist ja immer etwas los.
00:30:45: Kindskriepen hin und her, Besuch ... Genau!
00:30:50: Und sie ist für üffig einfach irgendwo gelegen und jemanden ist sich anzuschauen.
00:30:55: So wie es halt ist, genau.
00:30:57: Genau,
00:30:58: genau!
00:30:58: Dann ist es auch so, dass ich bei meinen Jüngern, die den Eltern durch Behinderung war.
00:31:06: Aber sie waren zweit und viertel damals sehr intensiv in Betreuung.
00:31:12: Ich bin froh, dass er relativ flägeliert und easy mitgelaufen ist.
00:31:18: Genau!
00:31:18: Und ich hatte einen Traktor oder auf dem Rücken später ... Genau!
00:31:24: Ja,
00:31:25: und es ist auch ... Vielfach haben wir gesagt.
00:31:27: Wow!
00:31:28: Das dritte Kind ist jetzt einfach das Liebste, wenn rundherum Klamauk ist und sie selbst ist ruhig.
00:31:39: Hätte ja auch sein können.
00:31:42: Aber eben, sie war irgendwie so wirklich ein bisschen apathisch.
00:31:46: Und dann gab's eine Nachricht, wo ich gemerkt habe, sie hat wirklich ... Also weisst du was?
00:31:53: selber zuerst verwachst als Kind, weil sie gar nicht wollte trinken.
00:31:57: Sie schlief sich so.
00:31:59: Ich versuchte sie zu stillen und sie konnte aber nicht trinken können.
00:32:05: Am nächsten Morgen hatten wir kein gutes Gefühl ... Also eben schon danach gab es keinen guten Gefühl.
00:32:11: Und irgendwie dachte ich etwas ... Nein, das ist nicht gut!
00:32:15: Ja, eben ... Sagst du dann wieso?
00:32:17: Nein, es ist nicht normal.
00:32:19: Wir haben ja noch versucht ... Einflößen, wir hatten wieder Besuch.
00:32:27: Irgendwann haben wir uns angelieht und gesagt ... Ich habe kein gutes Gefühl, dass ihr bitte vorbeikommen könntet.
00:32:37: Und wie das so ist war es saunend.
00:32:41: Sie sagte, jetzt gehe ich mal raus mit ihnen.
00:32:46: Nimmst du sie ein bisschen durch?
00:32:48: Gehst du mal raus an die Zunge?
00:32:50: An diesem Tag habe ich eine Zunge geschneit.
00:32:53: Und dann hat sie so geröchselt in dem Tuch und ich habe dann gedacht, wieso kann ich es jetzt nicht ruhig?
00:32:59: Es ist einfach irgendwie nicht wohl.
00:33:01: Ich bin wieder zurückgekommen und irgendwie gesagt, nein, wir müssen ... Ich habe angerufen und gesagt, ich habe kein gutes Gefühl.
00:33:10: Dann kam sie bei uns vorbei und sagte, wir müssten sofort ins Spital.
00:33:15: Sie sieht gar nicht gut aus!
00:33:18: Und dann sind wir im Spital Und dann geht das wie so ein Film.
00:33:27: Dann geht die ganze Maschine rein los, wirklich!
00:33:30: Aber was ich auch schon selber für mich interessant finde ... Ich habe nie irgendwie mega schlimm überlegt.
00:33:40: Weisst du?
00:33:40: Es ist glaube ich auch so ein Schutz.
00:33:42: Also ich weiss noch, wo ich ihr angeläutete und dachte, wenn jetzt Hebamme kommt, dann ist es gut.
00:33:49: Dann kann sie irgendetwas machen, massieren.
00:33:51: Irgendwie etwas geben ist gut.
00:33:53: Dann kommt Hebamme und sagt, nein, wir müssen in den Spital.
00:33:57: Ich denke, im Spital ... Ja, ich bin nicht ein Fan wirklich.
00:34:01: Also, ich habe einfach ... Ich fand es gerade so ... Nein!
00:34:04: So schlimm!
00:34:05: Spital!
00:34:06: Und dann denkst du also gut mal genau ins Spital, aber dann sind wir quasi wieder geredet.
00:34:10: Weisst du?
00:34:11: Wie immer so stückelweise.
00:34:13: Und das finde ich noch eindrücklich, wie ich eigentlich ... Bis zuletzt habe ich irgendwie gedacht, dann gehen wir jetzt ins Spital und am Abend sind wir wieder zu Hause.
00:34:24: Mit den anderen Kindern und so.
00:34:27: Dann zieht sich das und sie haben wirklich ... Sie haben angefangen zu pressieren also wir sind gleich dran gekommen und sie angehängt an X-Schlüge und tausende Sachen und so überhaupt nicht herausgefunden was könnte sein?
00:34:42: Und immer ein Stückchen wissen und irgendwann haben sie uns aussen geschickt.
00:34:49: Ich merke auch, ich habe dort auch Lücken ... Weisst du?
00:34:52: Lücken von wie und was zeitlich.
00:34:55: Ich sehe uns einfach mal auf dem Spitalgang.
00:34:59: Dann mussten sie in die Zeit noch Zeug machen, das wahrscheinlich fast nicht verdreht wäre, wenn ihr das zuschaut.
00:35:07: Wir sind da draussen gesessen.
00:35:09: Und ich hatte immer das Gefühl ... Ja genau!
00:35:12: Wir gehen nach Hause mit einem gesundem Kind.
00:35:16: Bis sie wieder kamen, also wir sind die Wintertour.
00:35:20: Das hast du am Anfang gesagt.
00:35:21: Ich wohne auch in der Wintertür und war im Spital.
00:35:24: Bis sie irgendwann gesagt haben, dass ich auf Zürich sein muss.
00:35:28: Und dann wieder was?
00:35:30: Nein!
00:35:31: Es sind so Tröpfchen, die ganz langsam innen ... Genau.
00:35:37: Dann mussten sie mit dem Helikopter auf Züri.
00:35:42: Ja, das ist einfach auch vieles ... für mich gar nicht gut gelaufen.
00:35:49: Ich konnte nicht mit ...
00:35:50: Ah, du, ich wollte gleich fragen.
00:35:51: Ich kann nicht mit ihm
00:35:53: mitnehmen?
00:35:54: Ich
00:35:55: weiss im Fall nicht!
00:35:57: Ich glaube, sie haben sich im Nachhinein ... Wir hatten als Nachgespräch.
00:36:00: Sie sagten, Entschuldigung, man hätte es können.
00:36:03: Aber irgendwie konnten wir das nicht.
00:36:07: Und mein Mann hatte ja ein Stück.
00:36:13: Und die haben uns auch nicht irgendwie eine Ambulanz und uns auf Zürich gefahren.
00:36:17: Wir sind auf dieser Spitalbrücke gesessen, standen auf der Busse und warten auf den Bus, der uns am Bahnhof führte und dann mit dem Zug an Stadlhofen und dort in einen Taxi für den Spital.
00:36:29: Also wieso?
00:36:30: Und das machst du denn so in Trance und so gut?
00:36:32: Dann gehst du dahin, ist natürlich wieder Zeit vergangen ... Und da bin ich zum ersten Mal in diesen Kinderspital gekommen.
00:36:46: Die Brüste waren wahnsinnig voll, ich musste abbumpen.
00:36:49: Dann führte mich eine Frau in so einem Zimmer und da hatte ich ein Gedanke für was eigentlich noch?
00:37:02: Da habe ich aber irgendwie abbumpt.
00:37:05: Und meine Kunde war fertig, wieder kommt eine Frau.
00:37:07: Wir waren nicht bei dem Antrag.
00:37:10: Es geht ihr ganz schlecht, wir sollen jetzt kommen.
00:37:14: Ja, jetzt muss ich fast wieder berühmeln.
00:37:15: Es war so ein heftiger Moment.
00:37:19: Das ist
00:37:19: mega ahnen oder?
00:37:20: wir haben ja
00:37:22: auch
00:37:22: darüber geredet die Geschichte
00:37:25: und es ist
00:37:26: dramatisch.
00:37:29: Ich habe es megadieren wollen überlassen was erzählst du und was nicht?
00:37:35: Du hast aber auch ... Es gibt einen grossen Zeitabstand.
00:37:39: Genau!
00:37:40: Ich glaube, ich hätte dich auch nicht gefragt vor zehn Jahren.
00:37:44: Weisst du?
00:37:46: So willst du das so erzählen?
00:37:48: Ja, ja... Und ich
00:37:49: hätte es dir auch nicht
00:37:49: gemacht.
00:37:51: Ich hätte es nicht gemacht, aber ich habe natürlich die Geschichte unterdessen schon viel, viele Mal erzählt und das hilft.
00:37:58: Es gibt ja auch einen Abstand, aber es ist im Vertrauten.
00:38:02: Mit ihr ist man dann auch gerade so vertraut.
00:38:05: Und ähm ... Nein, ich ... Es ist einfach ... Ja, dann ist sie quasi in meinen Armen gestorben.
00:38:12: Genau!
00:38:13: Und das wiederkommt... Ich weiss einfach, ich bin nicht nachgekommen.
00:38:17: Weisst du, dass das geht?
00:38:18: dann wie so schnell?
00:38:19: Das ist ja plötzlich ... Das ist wie so von ... Ich habe am Nachmittag das Gefühl, ich habe ein gesundes Kind und am Abend oder am Zähne ist sie tot.
00:38:29: Das ist nicht zum Werten, wenn man mehr Zeit hat.
00:38:36: Dass das weniger schlimm ist gar nicht.
00:38:39: Aber es ist wie eine plötzliche Todhalt eigentlich und auch gar nicht gewusst, warum ... Genau!
00:38:49: Das ist ein Schock?
00:38:50: Ja, absoluter Schock genau!
00:38:53: Die
00:38:53: völlig Überforderung vom
00:38:55: ganzen
00:38:55: System?!
00:38:56: Ja, genau... Ja, und dann geht das wie neu los.
00:39:03: Wir waren über Nacht noch dort in diesem Spital mit ihr ...
00:39:06: Du hast dich auch mit ihr gesehen?
00:39:09: Ich muss wirklich sagen im Kinderspital haben sie es sehr schön gemacht.
00:39:14: Dort fand ich es sehr eifelsam.
00:39:17: Wir durften beide mit ihrer dort übernachten bleiben.
00:39:23: Genau.
00:39:27: meiner Stiefmutter und meinem Vater angeläuten, weil sie auf die anderen beiden auf die Kinder gepasst haben.
00:39:35: Genau!
00:39:36: Und dann haben wir abgemacht... dass sich wie am Morgen früh ist, dass wir quasi heimgehen bevor die anderen zwei Kinder wach sind, also bevor sie weg müssen.
00:39:50: Weil die Elternstochter mussten in Kinsen geben oder eben auch nicht wenn sie nicht will Und ich weiss gar nicht mehr, ob die zwei Töte die Krippe hatten oder nicht.
00:40:01: Dann hat uns auch meine Stiefmutter abgeholt und wir haben ihr dann wieso überlassen, meiner Tochter, ob sie in Kindesgewilden gehen wollte?
00:40:13: Genau!
00:40:14: Sie sagte im Kindesgeg, meine Schwester ist gestorben.
00:40:18: Das ist etwas Geld wie Kinder.
00:40:20: Dann sagten andere Kinder, mein Meersäul ist auch gestorbt.
00:40:24: Also eben, Kinder sind einfach ... Zu diesem komme ich dann vielleicht noch mit den Dingen.
00:40:27: Die Kinder sind schon mega!
00:40:31: Ja, genau und das einfach so.
00:40:34: die ... Und da gibt es einen Moment, weil du sagst jetzt wie vorher auch gesagt hast, mit diesen zwei schlimmen Sachen.
00:40:41: Ich habe dort wirklich an dem ... Vielleicht ist das nicht mehr an welchem Tag, vielleicht war es zwei Tage später.
00:40:48: Habe ich weiss auch gefühlt?
00:40:49: Da dachte ich, nein, das andere war schon so heftig.
00:40:52: Aber das schaffe ich jetzt nicht.
00:40:54: Das schaffe glaube ich nicht.
00:40:57: und man schafft es gleich.
00:40:59: Und den Moment von dem Gefühl, dass ich nicht arbeite ... Das ist so ein
00:41:07: Gefühl.
00:41:08: Gerade ich glaube oder du bist ja auch wie ich jemanden, der sehr viel Positivität und Zuversicht in sich treibt und viel auch Vertrauen hat ins Leben.
00:41:20: Wenn man dann an einen Moment ankommt und merkt, ich arbeite jetzt nicht ... wie es einfach zu viel ist.
00:41:30: Genau!
00:41:30: Es fühlt sich nicht bewältigbar
00:41:32: an... Ja, genau.
00:41:33: Ich habe das wirklich
00:41:34: festgestellt.
00:41:34: Ja, ich habe wirklich gedacht, dass ich das so fest habe.
00:41:39: Wie soll ich das jetzt schaffen?
00:41:41: Kein Plan, weil eben, wie du auch gesagt hast, also auf das kannst du ja nicht vorbereiten.
00:41:48: Genau.
00:41:51: Und dann kommt aber schon mega schnell, also ich kann wirklich wieso.
00:41:56: Ich habe gemerkt, ich muss in den ... Das hatte ich dir auch.
00:42:02: Wir hatten es im Vorgespräch davor.
00:42:04: So die Intuition.
00:42:06: Ich musste hier alles voll rein.
00:42:09: Ich muss in diesen Schmerzen.
00:42:11: Weil das gibt mir irgendwie Heilung oder gibt mir ... Genau.
00:42:17: Und ihr habt einen Wachter können mitnehmen?
00:42:21: Ganz genau!
00:42:22: Genau und dieses Tip fängt schon an.
00:42:24: also...
00:42:25: Ist das etwas, was man dann entscheiden
00:42:28: muss?
00:42:29: Genau.
00:42:30: Das ist eigentlich überhaupt nicht vorgesehen.
00:42:34: Ich weiss nicht ... Es hat sich zum Glück geändert.
00:42:38: Aber es war damals in diesem Sinn nicht vorgeschoben.
00:42:43: Für das muss man sich noch recht einsetzen und das wünschen.
00:42:50: Und es gibt natürlich komische ... Also komisch, es gibt einfach die ... Es gibt spezielle Situationen.
00:42:58: Weisst du, das hat ... Ich kann nicht schauen, aber ich bin am Morgen ohne sie nach Hause gekommen und sind am Abend wieder geholt.
00:43:14: So ist es glaube ich gegangen.
00:43:17: Meine Stiefmutter war dort eng dabei.
00:43:19: Sie hat uns dann ... Wir haben sie zusammen wiedergeholt.
00:43:28: Und dann sitzt du auf dem Rücksitz, weisst du von diesem Auto mit diesem toten Kind.
00:43:34: Ich glaube sie hat sogar noch gefragt also wenn wir jetzt angehalten werden was ist denn und so?
00:43:40: Aber ja wir sind dann mit ihrer Hei genau und wir haben sie wirklich drei oder sogar vier Tage die Hei gehabt.
00:43:51: Und das ist für mich ... Das war für mich alles.
00:43:58: Da bin ich so, so froh und ... Wenn man irgendwie fühlt, dass sich das richtig anfühlt, dann plädiere ich sehr dafür.
00:44:13: Es war auch November.
00:44:15: Du hast wirklich Möglichkeiten.
00:44:18: Du musst schauen, dass das geht.
00:44:23: Das ist ja ein toter Mensch.
00:44:25: Aber wir haben in diesem Weg bettet auf Eis und immer etwas falsch getroffen.
00:44:32: Dann lag ich einfach vier Tage neben ihr.
00:44:37: Und es kam wieder viel Besuch an.
00:44:40: Es ist auch eine sehr eindrückliche Idee.
00:44:44: Die Kinder gelben raus.
00:44:48: Ganz eben ... Die Kinder, meine zwei Kinder haben mir wahnsinnig geholfen im Sinn von wie die Kinder mit dem Tod umgehen.
00:45:01: Sie sind logischerweise auch sehr traurig auf den Arten, aber sie sind ja auch sehr lebendig.
00:45:09: Dann bin ich mit ihnen dortgelegt und Leute kamen und schickten ab.
00:45:19: Manchmal ist jemand gekommen, ich war etwas bei mir.
00:45:22: Dort habe ich auch ... Ich habe schon viele Lücke.
00:45:26: Das ist ganz
00:45:29: normal.
00:45:29: Die Lücke sind ja ein Schutz?
00:45:31: Genau!
00:45:31: Sie sind
00:45:32: total gut und
00:45:33: wichtig, dass
00:45:34: du sie schaunst.
00:45:35: Du musst nicht
00:45:37: noch etwas
00:45:38: grübeln.
00:45:39: Nein, nein.
00:45:40: Aber es zeigt mir mehr so.
00:45:43: Im Nachhinein war es wahnsinnig dankbar, dass ich so auf meine Intuition ... Und weisst du?
00:45:49: Es sind dann wie Schritte.
00:45:51: Du musst dir eben wie Schritten wissen.
00:45:53: Also gut!
00:45:54: Jetzt ist sie zu Hause und als nächstes kommt ein Sorg, einen Baby-Sorg.
00:46:03: Dann haben wir den Sorg irgendwie ausgeschmückt.
00:46:07: Wir haben ... Wir haben einfach die Sachen geschrieben.
00:46:10: Und dann wieder als Nächste ... Also, der Kunde ist erst wie leer im Zimmer gestanden.
00:46:17: Dann ist er leer und als nächstes Schritt musst du das Kind in den Sorge legen.
00:46:23: Vorher war sie auch in dem Bett.
00:46:25: Das sind alles so wie ... Das sind so Schritte aber es hat ... Es ist so grauenhaft.
00:46:30: also das habe ich wirklich ... Das verreiste aber gleichzeitig hat das so ... Ich bin so überzogen das hat mir so schrittlich weiss geholfen Sehr, sehr festgeholfen.
00:46:43: Und dann ... Das ist noch mal eine ganz heftige Momente, die Kremation.
00:46:49: Wir haben sie krimiert.
00:46:52: Das ist auch ein Häftigste.
00:46:54: Aber auch dort kann ich dabei sein und du musst es nicht.
00:46:58: Du kannst das alles anders organisieren.
00:47:00: Ich habe aber so gefühlt, dass ich für mich das muss.
00:47:05: Und wir haben das alle mitgemacht.
00:47:07: Ich war wahnsinnig getreet durch ... durch meine Familie, die das gestützt hat und mitgemacht hat.
00:47:17: Und dann wieder sie nach Hause in dieser Urne ... Und ein Kind, meine grossen Kinder haben diese Urnen angemaltet.
00:47:28: Genau!
00:47:29: Dann gab es noch einen Abschiedsvier, den wir auch wieder Leute eingeladen haben.
00:47:38: Was auch noch eindrücklich war ... Wir haben die Geburtskärtchen von ihnen.
00:47:43: Die sind nicht so schnell gekommen, hatten irgendwie länger als sonst.
00:47:49: Dann kamen sie quasi und gleichzeitig machte man noch eine Todesanzeige.
00:47:53: Und wir verschickten das weit zusammen.
00:47:56: Wir haben natürlich auch im Umfeld schon viel in diesem Sinn zugemutet ... So okay!
00:48:00: Wir
00:48:00: mussten
00:48:01: ja auch
00:48:01: ein Leben und sein.
00:48:04: Genau.
00:48:04: Und dann haben wir sie einfach zusammen verschickt, weil sie kamen eigentlich an dem Tag.
00:48:09: Ich weiss nicht mehr, vielleicht war es gerade am Tag, wo sie gestorben ist.
00:48:13: Es gab dann solche Sachen, denkst du so ... Hä?
00:48:15: Nein!
00:48:17: Und auch das wieder alles sind wie kleine Schritte, die mir wahnsinnig geholfen haben.
00:48:24: Genau in dieser Anfangszeit.
00:48:27: Ja...
00:48:28: Ich darf dir zuhören und es ist zum Glück ... also zum Glück nicht zuerst mal deine Geschichte gehören, weil ich das erste Mal gehört habe.
00:48:40: Weil es unendlich taurig ist und ungerecht.
00:48:48: Wie unvorstellbar, nicht bewältigbar.
00:48:54: Und dann lass uns schon einen Teil nehmen an dem, den du bewältigt hast.
00:49:02: Denn das Leben lässt einem keinen Wohl.
00:49:05: Genau!
00:49:05: Das Leben
00:49:07: lässt einen keinen Wohle haben?
00:49:09: Nein!
00:49:09: Das ist ja einfach ...
00:49:11: Ja.
00:49:13: Und dort weiss man, dass wenn wir einen Schock erleben, etwas Dramatisches, das man wirklich ... Das Gefühl hat, ich kann es nicht bewältigen.
00:49:25: Dann ist das Wichtigste Schritt für Schritt und Tag für Tag.
00:49:29: Mhm.
00:49:31: Und
00:49:32: hier lasst mich und auch alle Menschen, die verzuhlosen dürfen, wie teilnehmen, wie du das gemacht hast, Schritt für schritt?
00:49:41: Und dann eben auch die Ritual und dass nicht alles gleichzeitig kommt.
00:49:49: Ja?
00:49:51: Ich
00:49:51: weiss,
00:49:52: oder so dem Moment, z.B.
00:49:53: bei einem Menschen, der verstorben ist im Spital zurückgelassen ... Das ist ja etwas, was so absurd ist.
00:50:00: Es ist so etwas Absurde!
00:50:02: Ich weisse, wie es sehr unterschiedlich ist, wie viel Zeit man hat.
00:50:06: Genau!
00:50:09: Dann aber können für das einstehen.
00:50:11: Wir können sagen, sie kommt mit.
00:50:14: Sie kommt
00:50:15: heim.
00:50:15: Ja.
00:50:16: Wir
00:50:16: nehmen sie
00:50:17: heim.
00:50:18: und dort hat man ja auch in ganz vielen Kulturen eine Selbstverständlichkeit, dass es normal ist.
00:50:27: Genau.
00:50:27: Dass wir wachhalten,
00:50:29: dass ein
00:50:29: Mensch, der stirbt, darf einfach noch sein?
00:50:36: Genau!
00:50:37: Und dass Menschen, die zurückbleiben dürfen, auch sein?
00:50:42: So dass sie innehalten.
00:50:46: Ich kenne es gut aus der traditionellen türkischen Kultur, weil man einfach in diesem Haus ist und alle kommen.
00:50:56: Und man ist?
00:50:57: Genau!
00:50:59: Es gibt im Traurigen auch so wahnsinnig schöne Momente, das ist eben auch ganz verrückt.
00:51:06: Das ist so verrückt... An dem Tag, an dem sie beerdigt wurde, haben wir noch zusammen gegessen mit all diesen Leuten.
00:51:17: Und das gibt so eine ... Von diesem redest du doch viel die Gleichzeitigkeit.
00:51:25: Das ist so eine Fülle von Leben im Tod.
00:51:29: Also irgendwie ... Ja?
00:51:32: Tönt ihr innen oder beschreibst du genau das, was ... Oder in der schlimmsten Verzweiflung?
00:51:39: Du sagst, ich habe gespürt, dass es jetzt ist und ich muss dort rein.
00:51:47: Ja!
00:51:47: Und ich habe dir das wahnsinnig nachempfinden.
00:51:52: Es ist wie das Leben der Keval.
00:51:54: Und es kommt etwas, was du weißt ... Das kannst du nicht überleben.
00:51:58: Das ist das Schlimmste.
00:51:59: Genau!
00:52:00: Das ist die schlimmste Vorstellung
00:52:02: und das passiert.
00:52:05: Dann passiert das, was aller Schlimmschein überhaupt ist.
00:52:13: Okay, dann gehst du in den Schmerz rein.
00:52:20: Ich glaube ich darf sie zitieren.
00:52:23: Mara hat letztendlich gesagt, in meinem schlimmsten Schmerz ist mir eine Kraft begegnet.
00:52:32: Ja ... ja...
00:52:33: Und so das, was sie sagt, trifft also für mich, wenn es um das Tier geht, aber für mich trifft es genau mein Erleben?
00:52:41: Ja!
00:52:43: Also
00:52:44: ein Liebe!
00:52:45: Ich kann es auch nicht... Nein!
00:52:47: Man kann es fast nicht beschreiben.
00:52:48: Ja man kann es quasi nicht beschrieben, genau.
00:52:50: Es ist wirklich wie so alles Aber genau, es kommt eine Kraft und auf diese Vertrauen.
00:52:58: Und eben wie folgen?
00:53:00: Ich merke mich im Nachhinein nach.
00:53:06: Ich bin fast so dankbar über die Intuition, dass ich gemerkt habe, ich muss das Schritt für Schritt machen und ich muss dem auch in den Augen schauen.
00:53:16: Ich muss dabei sein, wenn sie krimiert wird.
00:53:20: Das hilft mir schlussendlich.
00:53:25: Das ist sicher nicht für alle das Richtige, aber das Gespüren, was dann für eines richtig ist, das hat mir wahnsinnig geholfen.
00:53:36: Nach vielen Jahren bin ich auf das wahnsinnigt dankbar über das ... dass das so funktioniert?
00:53:45: Wir haben einen inneren Kompass.
00:53:49: Irgendwie schaffte es deinen KompASS mega.
00:53:51: Das können Sie jetzt drehen und gar nichts mehr spielen.
00:53:54: Ja, genau!
00:53:55: Hängenbleibt.
00:53:56: Ja oder nur Kreis präsentieren und nicht mehr weiss.
00:53:58: Das ist völlig normal in einem Schock.
00:54:01: Und irgendwie wurde hier etwas wiegegeben oder gegeben worden im Moment, dass dein Komposs dir richtig anzeigt.
00:54:10: Ich glaube auch ... oder was man wirklich dankbar sein darf, weil es kann
00:54:16: anders sein.
00:54:17: Ja genau!
00:54:18: Es hat auch einen anderen Sinn.
00:54:19: Das ist ja nichts, das du aussteuerst?
00:54:21: Nein, genau, wir stürzen nicht.
00:54:25: Und ich bin sicher auch nachher in einer Art Depression geholt.
00:54:31: aber ich bin wieder rausgekommen und das war klar.
00:54:38: Das mache ich jetzt durch, aber... Ich bin wieder rausgehalten.
00:54:46: Kannst du beschreiben wie das war oder uns auch mitnehmen?
00:54:50: Was ist denn nachher?
00:54:52: Ja!
00:54:53: Also ich fühle mich im Nachhinein eigentlich wie eine Lähmung.
00:55:00: Einerseits ist es auch so ... Dadurch, dass sie ja neugeboren war – ich war erst gerade schwanger und kam aus diesem Buch.
00:55:09: Ich habe mich auch körperlich ganz lang gefühlt wie wenn ich ein Loch im Buch hatte.
00:55:14: Es zieht sich durch mich durch, es ist ein Loch.
00:55:16: Es fällt etwas.
00:55:17: Es ist ja wie aus dir rausgerissen in diesem Sinn.
00:55:22: Und eine Lähmung!
00:55:23: Ich sehe mich dort tagelang in dem Bett liegen zu nichts an den Feiern irgendwie ... Und dann habe ich halt irgendwie gleich ... Das kann ich alles nicht mehr sagen, wenn das wie angefangen hat.
00:55:39: Aber so ... Dann habe ich gemerkt mit der Zeit ... Ganz viel Hilfsangebote anzunehmen war jetzt für mich richtig.
00:55:48: Also weisst du?
00:55:51: Ich habe irgendwie gefühlt, wie alles ausprobiert.
00:55:55: Es ist eine Schiatzufrau, sie kam zu mir am Anfang nach Hause und machte Massagen.
00:56:01: Und dann ... Ähm ... Ja, später, als ich wieder draußen bin ... Das ist alles mega-schwierig am Anfang.
00:56:09: Du kannst nicht raus.
00:56:11: Ich kann nicht zum Briefkasten laufen oder so.
00:56:14: Das ist die Depression.
00:56:16: Irgendwie denkst du wirklich so, ah!
00:56:18: Wie komme ich hier jemals aus diesem Loch?
00:56:21: Das ist ja auch ... Die Ruhr lehnt.
00:56:24: Genau es gibt wirklich ein Leben in der Ruhr.
00:56:27: Es ist körperlich.
00:56:28: Für
00:56:29: das ganze System ist es wichtig, dass man mehr über das spricht.
00:56:32: So in
00:56:32: dieser
00:56:34: Form.
00:56:35: Das lehmte
00:56:36: ich, weil
00:56:36: es ist ein ganzes
00:56:37: Gedankengefühl und den Körper sind betroffen.
00:56:40: Ja genau!
00:56:41: Und das Gefühl... Ausstrengen?
00:56:44: Ja ausstrengend.
00:56:46: Und dann schläfst du ja auch nicht gut, Eis ist nicht gut.
00:56:50: Es ist wie so ein Tiefelskreis quasi.
00:56:54: Genau, genau.
00:56:57: Ich hatte einen Mutterschaftsurlaub, In diesem Sinne ist es mega glücklich.
00:57:06: Ich konnte einfach wirklich viel, viel Sachen machen können ... ... von Wäschtherapien zu Schiatsu und verschiedene Therapie-Familien aufstellen.
00:57:20: Einmal bin ich noch ein Medium oder eine mediale Beratung.
00:57:24: Ich wollte sowieso alles aushugen, um irgendwie verstehen zu können, warum.
00:57:31: Am Anfang ist die Sache, warum.
00:57:34: Und dann musst du ja auch von allem abschienen oder schulden.
00:57:38: Es gibt so viele ... Es sind viel zu viele Sachen.
00:57:43: Du fühlst dich irgendwie ... Ich habe mich natürlich ganz lange schuldig gefühlt, weil ich immer denke, dass ich die Mutter des Kindes bin.
00:57:48: und wieso habe ich nichts gemerkt?
00:57:50: Wieso nicht?
00:57:53: Das hat mich am ... ... lang am meisten fertig gemacht.
00:57:56: Ich dachte, ich bin so alleine verantwortlich!
00:58:00: Und dann fangst du an Schulzuchen im Aussen und alles... Das ist auch ein Prozess.
00:58:11: Bis man merkt, das bringt es nicht.
00:58:13: Das führt ja nicht zu einer Antwort.
00:58:16: Auch nicht zu heilig.
00:58:20: Aber das braucht ja viel Zeit, genau.
00:58:23: Das sind so Schritte für Schritte, wo ich durch all diese Therapiengespräche ... Genau, da war ich noch.
00:58:36: Ich bin auch viel gelaufen im Wald.
00:58:40: Das habe ich dir schon mal erzählt, wenn ich ein Reh antreffe?
00:58:43: Eben sind dann wieder Zeichen und du bist so offen.
00:58:47: selbst habe ich mich gefühlt wie so eine offene Wunde.
00:58:51: Und wenn dann irgendetwas kommt, ein Sommervogel oder so ... Oder irgendwie geht es auf einmal, weisst du, wulchen auf und zunnen kommt?
00:59:00: Es ist wirklich, man ist so offen in dieser Zeit.
00:59:04: Man kann viel laufen, eben so kleine Rituale.
00:59:11: Dann natürlich schon was wir sehen, also Reden.
00:59:14: Für mich ist jetzt Reden Reden, reden, reden.
00:59:17: Das hat mich auch ... Hat die
00:59:21: Therapie oder mit Freunden?
00:59:23: Nein, genau!
00:59:24: Mit der Familie?
00:59:27: Genau, viel mit der Familie.
00:59:32: Ohne Familien und Freundinnen und Freunde hätte ich das nicht geschafft.
00:59:38: Wir haben wirklich ein sehr schönes Umfeld.
00:59:43: die das mitgeteilt und in diesem Sinn gemacht hat.
00:59:46: Das ist auch noch eine schöne Rückmeldung, ich habe später an mich nachher wie so die Rückmeltung gekommen.
00:59:56: Es hat aber auch ihnen geholfen ... Ich habe sie so wie mitgenommen.
01:00:00: Weisst du, jetzt würde mir das helfen?
01:00:04: Und eben, ich will über das reden.
01:00:06: Dann haben Sie zum Teil auch, weil es ja immer ... Es ist schwierig für ein Umwelt, wie man mit dem umgeht.
01:00:13: Aber sie haben ihnen auch geholfen, damit sie dabei bleiben
01:00:19: können.
01:00:20: Ich finde das sehr eindrücklich, wie du das sagst ... Oder es ist ja irgendwie eine Bewältigung und dann sage ich, ich probiere einfach aus, was hilft.
01:00:35: Und dort bist du wieder rein?
01:00:38: Also bist du auch dort, oder?
01:00:40: Ich bin seitdem drin ein Isch und jetzt nehme ich einfach die Angebote an.
01:00:46: Und dann eben auch ... das Umfeld reinnehmen!
01:00:51: Ja
01:00:52: ja... und ich glaube, dass ist etwas, was das Umfall reagiert ja hilflos und überfordert.
01:00:59: Genau Aber sie sind eben auch betroffen.
01:01:01: Genau!
01:01:02: Und wenn du sie natürlich drininst, dann mutigst du ihnen einerseits zu, aber du nimmst sie mit
01:01:11: und
01:01:11: ich glaube das ist etwas, was am Umfeld extrem hilft.
01:01:16: Ja, genau.
01:01:17: Das war mir damals im Ding nicht so bewusst, aber das habe ich häufig gehört dass es wie Hilfe wird.
01:01:26: Man wird mitgenommen Man muttet dann auch etwas zu.
01:01:31: Und zutrauen?
01:01:32: Man tut einen Zutrauen, aber man tut den Zutrauen.
01:01:36: Ja!
01:01:36: Ich glaube, hier ist ja auch ein Gedanke, ob ich es dir überhaupt nicht aktiv gemacht habe.
01:01:42: Das ist wieder so deine Intuition und dein Kompass, das einfach so entschieden hat.
01:01:46: Aber ich finde eben auch, dass Schicksal eben auch ... dass es alle etwas angeht.
01:01:55: Oder wir haben so komische Entwicklungen,
01:01:58: dass man
01:01:59: individuell ... Also ich habe das Gefühl, ein westlicher
01:02:02: Kultur ...
01:02:04: Individuell muss klar kommen, wenn einem die Schicksal trifft?
01:02:08: Ja genau!
01:02:09: Auch mit dem, was du vorhin angesprochen hast oder mit dem Tod ... Ich bleibe dir dafür... um das mehr teilen.
01:02:25: Es nimmt in diesem Sinne vielleicht auch ein Stückchen vom Schrecken, wenn du den Beinen und die Anteile nähen kannst.
01:02:33: Du lebst ja vor, es gehört zum Leben?
01:02:36: Ja!
01:02:38: In diesem Sinne können alle mittragen.
01:02:41: Und klar, das ist auch völlig klar, dass die Eltern am meisten ... Das ist ja logisch!
01:02:45: Aber ich glaube, dass sie mitten tragen.
01:02:47: Ich erlebe es mit der Erkrankung von meinem Sohn und seiner mehrfachen Behinderung.
01:02:54: Ich kann dort auch, ich muss ihn auch zuhören.
01:02:56: Ja?
01:02:58: Ich glaube in dem Innern liegt eigentlich auch eine Antwort, wie man so etwas überlebt.
01:03:07: Weil da ist
01:03:07: eben ein Dorffau hier.
01:03:10: Ja, genau!
01:03:10: Klar ist es mega glücklich, verstehe mich nicht falsch?
01:03:13: Genau,
01:03:14: ganz genau, genau.
01:03:17: Und was wir wahnsinnig geholfen haben sind schon auch die Eltern beiden Kinder Wahnsinnig natürlich.
01:03:26: Das, was wir jetzt schon mehrmals antunten, weil Kinder einfach auch mit dem Tod, finde ich halt... die Art, wie Kinder mit dem Tod umgehen, das hat mir wieder sehr entsprochen.
01:03:39: Sie haben dann so viel gesagt, jetzt seien sie hier sitzen.
01:03:42: Jetzt sind sie da, genau!
01:03:44: Oder müssen wir noch einen Platz frei machen für Marta?
01:03:48: Oder Gell, sie finden es auch schön und so ... Und das ist genau das, weil als Eltern von einem Kind ... Wenn du gestorben bist, willst du ja eigentlich nichts mehr als ... dass es gesehen wird.
01:04:05: Es hat sie gegeben!
01:04:08: Und du willst über sie reden?
01:04:09: Also eben... Darum mir hat das jetzt mir eine Hilftrede wahnsinnig, weil ich wollte über sie sprechen.
01:04:15: Ich meine die Geburt ist toll gewesen und diese Zeit mit ihnen war schön.
01:04:21: Ja, Marta war da.
01:04:22: Genau,
01:04:23: sie war da!
01:04:24: Genau!
01:04:26: Das machen aber Kinder Wieso zieht das so durch?
01:04:29: Ich habe schon gemerkt, bei ihr wachst du vielfach ... Weisst du, es ist doch immer noch ... Und ich spreche es nicht an.
01:04:37: Sonst mache ich sie wieder traurig.
01:04:38: Das ist absurd!
01:04:39: Es ist absurd, weil ich bin ... Sie ist immer da.
01:04:43: Ich denke
01:04:43: immer an sie.
01:04:44: Du bist
01:04:44: immer
01:04:44: da?!
01:04:44: Ja!
01:04:45: Und du kannst mich nicht schäumen.
01:04:47: Nein!
01:04:47: Dein Leben hat dich nicht geschäumt.
01:04:49: Genau und man schaunt mich auch nicht, wenn man sie nicht anspricht.
01:04:53: Weil ich mag über sie.
01:04:55: Und eben irgendwie dann so ... Nein, im Gegenteil.
01:04:59: Man hilft mega, wenn man fragt genau was und wie und so.
01:05:05: Das ist wirklich ... Und es gab so viele eindrückliche Sachen.
01:05:09: Eigentlich ist sie quasi dann gestorben.
01:05:13: Sie kam zu früh auf die Welt und ist dann gestorsen, wenn sie auf die Wahl gekommen wäre.
01:05:17: Du willst alles, wie denkst du?
01:05:19: Es ist eigentlich so viel Verruckte auch im Ganzen.
01:05:24: Also wirklich ... Und das macht die Kinder wie immer weiter, dunkle mich.
01:05:31: Das war wahnsinnig schön.
01:05:33: Was unglaublich
01:05:34: hilft
01:05:34: ... Mega!
01:05:35: Wir gehen auch so im Umgang mit der Tod, dass ich sagen würde, meine grössten Helfer
01:05:41: sind Kindes.
01:05:42: Gell?
01:05:43: Es ist wirklich das, was wir am allermeisten helfen.
01:05:45: Ja, es hat mir auch ... Ich hatte das Glück in dir.
01:05:50: Und eben auch diese Unbefangenheit und die Naturlichkeit von Menschen weiter lebendig halten.
01:06:01: In diesem Sinne, sie sind ja eine Aune ... Es ist so meine Gottin, die null spirituell ist, null irgendwas.
01:06:11: Sie wussten, dass sie stirbt und es geht nicht gut.
01:06:14: Ich bleibe ja sowieso noch da?
01:06:15: Ja!
01:06:16: Also ich bin einfach dort, aber
01:06:18: auch hier.
01:06:20: Und sie
01:06:20: hat das so mega nüchtern, sehr pragmatisch gesagt.
01:06:23: Und das stimmt.
01:06:25: Als du
01:06:25: am Anfang
01:06:26: gesagt
01:06:26: hast, dass ich deine Mutter von uns spreche
01:06:28: und die Kinder leben
01:06:29: das,
01:06:30: weil sie weiss sind in dem.
01:06:33: Die wissen das!
01:06:34: Ja genau.
01:06:37: Und dort können
01:06:37: wir uns alle einfach wie bei ihnen in die Lehre gehen.
01:06:41: Also wenn es
01:06:42: darum geht was für einen Umgang brauchen wir dann?
01:06:47: Genau.
01:06:47: Mit
01:06:48: dem Tod müssen wir unsere Kinder orientieren, das glaube ich ganz fest.
01:06:51: Ja, das glaub ich auch ganz fest und wir haben dann auch ... Also weißt du mit ihm bis heute tun wir ihren Geburtstag zum Beispiel firen?
01:06:58: Ja
01:06:59: genau.
01:06:59: Fachen wir jetzt auch bei meinen Götter
01:07:00: sind ja... Ah wirklich!
01:07:01: Ja, genau.
01:07:02: Und beim Todestag haben wir immer etwas gemacht oder kommen irgendwie zusammen oder tun das ... Genau und auch das mit diesem Geburtstakt ist für sie so.
01:07:13: Es war logisch.
01:07:15: Es gibt Kuchen und sie schrieben das Kärtchen.
01:07:18: Und es ist irgendwie ... Ja, das finde ich... Das ist einfach sehr heilsam.
01:07:27: Dort finde ich auch sehr schön über Jahre, Jahre, Jahr ... Es ist auch noch eindrücklich.
01:07:35: Der Schmerz verändert sich ja.
01:07:38: Ich kann es in mein Leben integrieren können.
01:07:43: Was aber schon eindrücklich ist, dass so jahres Tag irgendwie krass bleibt.
01:07:51: Manchmal kann es jahre später und dann wirst du wieder zurückgeworfen.
01:07:56: Und eben das, was du vorhin mit dem Trauma ... Dann kommt Wisa triggert und dann wird Wisa zurückbekommen.
01:08:01: Dann läuft der Film wieder ab und alles.
01:08:04: Das ist ja so wichtig, dass man über das auch spricht.
01:08:08: Weil das hat damit zu tun, dass vom Schock Und von Trauer ist das ganze System betroffen.
01:08:18: Das heisst, dass alles oder wie man miteinander verknüpft wird.
01:08:23: Also es heisst ... Wetter?
01:08:25: Ja!
01:08:26: Genau.
01:08:26: Temperatur?
01:08:27: Ja.
01:08:28: Der Tag?
01:08:29: Ja genau, der Tag.
01:08:31: Ein Geruch, ein Licht in der Luft, ein Geräusch, eine gewisse Räumlichkeit öhrt Es ist alles verankert, weil unser System merkt sich das auf allen Ebenen.
01:08:48: Also die Körper speichern zu ab, Gedanken aber auch in den Emotionen.
01:08:55: und an diesen Tagen oder in diesen Zeiten wenn sie etwas jähren zum Beispiel oder über ein Geburtstag oder sonst, dann wird es abgeführt.
01:09:05: Und darum ist es eben ... Oder findet das immer wieder wie eine Stadt?
01:09:10: Oder sind die Träger in diesem Sinn?
01:09:12: Ja, ja.
01:09:14: Das ist genau so.
01:09:16: Und dort hat es mir wahnsinnig geholfen, dass auch viele Freundinnen und Freunde der Familie daran denken.
01:09:26: Das hilft wahnsinniger.
01:09:27: Einfach nur heute habe ich an sie gedacht, heute habe mich an dich gedacht.
01:09:31: Gell, Sie haben Geburtstag irgendwie eben halt ... Man kämpft ja auch ein wenig gegen das Vergessen.
01:09:43: Jetzt sind es viele Jahre und so, und ich ... Gleich will man nicht, dass es für einem sowieso selbst aber auch für die anderen, dass sie nicht vergessen kann?
01:09:54: Ja!
01:09:54: Das
01:09:54: ist irgendwie schon.
01:09:57: Und wir sagen bis heute auch Lustig.
01:09:59: Weisst du alles so Sachen, was die anderen Kinder jetzt nicht geerbt haben, hat alles gemacht hier.
01:10:06: Bei mir, ich bin Link-Senderin und Kai von meinen Kindern ist Link-senderin.
01:10:11: Und sie wäre es!
01:10:19: Genau.
01:10:19: Was natürlich auch ... Ich wurde ja noch mal schwanger.
01:10:24: Ich habe noch einmal ein Kind überkoppelt.
01:10:27: Ja, genau.
01:10:31: Das hat natürlich auch das wahnsinnige Gefühl.
01:10:34: Wir sind wieder mit dem, mit Geburt und Tod, dass der Kreis weitergeht.
01:10:41: oder ist es auch noch speziell?
01:10:44: Dort haben viele zu mir gesagt, du bist auch noch mutig!
01:10:50: Und sie kamen wieder nach Hause auf die Welt zum Beispiel.
01:10:54: Ich konnte es dort vielleicht schon verstehen ... Ich fühle mich nicht mutig.
01:11:01: Es ist wie eine Stimmung, irgendwie.
01:11:06: Ja?
01:11:08: Dort wieder so die Verbindung mit deinem Gespürin und deiner Intuition ... Für mich ist es ein Form von Hochvertrauen.
01:11:20: Mhm!
01:11:20: Das wurde natürlich extrem erschüttert.
01:11:23: Ja, natürlich.
01:11:24: Ja klar.
01:11:26: Also das habe ich schon ... Das habe ich schon nicht mehr gleich, wie vorher.
01:11:32: Und das ist dann wieder eine Herausforderung.
01:11:34: oder mit dem musst du wieder ... Es gibt etwas ganz Neues, ein neues Feld.
01:11:39: Dass sich das jetzt nicht projiziert, z.B.
01:11:41: auf meine jüngste Tochter im Sinn von Ängstlicher sein und so.
01:11:46: Ich merke schon, dass es aufgetragen ist.
01:11:49: Das ist schon erschüttert, glaube ich.
01:11:51: Aber vielleicht kann ich es wieder aufbauen
01:11:59: können?
01:12:01: Man sagt, man hat das Bild für Resilienz als berühmt oder mit einem Baum.
01:12:06: Wenn Menschen einen Baum wären und dann gibt es die Wurzeln und ein Stamm.
01:12:11: Dann gibt es Äste und Restaurantplättchen oder was auch immer dran.
01:12:15: Und dann gibt's manchmal wirklich so die ganz krassen Stürme.
01:12:19: Die können ja entwurzelt werden.
01:12:22: Gleichzeitig ist es bei Bäumen ... eigentlich entwuchselt, dass ganz häufig ja gleich noch ein Teil hier ist.
01:12:30: Genau!
01:12:31: Oder dass es wieder neue Wurzeln gibt?
01:12:34: Ja.
01:12:34: Also wenn jetzt einfach am Baum oft werden sie dann wegraumten...
01:12:37: Ja, aber wenn man es würde lassen... ...abends etwas
01:12:39: wieder.
01:12:40: Genau.
01:12:41: Du kannst ja auch etwas abreissen, einstellen und dann schlafen
01:12:46: die Wurzel wieder.
01:12:47: So sich selbst wieder den Boden schaffen.
01:12:51: Und gleichzeitig aber das eben nicht.
01:12:59: Ich glaube, wenn man Erschütterungen erlebt und besonders so wie du, dann ist es ja einfach auch, dass Gewissheit hier das Leben grauenhaft sein kann.
01:13:13: Und es kann etwas passieren, was wir nicht damit rechnen können und es kann vom einen Tag auf den anderen alles anders sein.
01:13:20: Ja genau!
01:13:21: Das führt zu etwas, Ich weiss nicht mehr, wie das Bild oder wenn wir Menschen ein Haus werden.
01:13:30: Du hast wie ein Bewusstsein von einem neuen Zimmer oder vielleicht ein X-Zimmer, wo du zwar irgendwo nebenan Freude leben kannst und ganz viel Schöntes ...
01:13:41: Genau!
01:13:41: ...
01:13:41: aber das andere ist halt auch hier.
01:13:42: Ja, das ist sehr
01:13:43: gut.
01:13:43: Oder wie
01:13:44: das Feld, in dem man dreht, sich rein, oder?
01:13:47: Mhm.
01:13:47: Von Bewusstsein.
01:13:50: Ja genau.
01:13:51: Mhm.
01:13:52: Genau, das bleibt auch.
01:13:54: Genau.
01:13:56: Und wir gehen so mit dem ... Mit dem Um- oder mit dieser Gleichzeitigkeit.
01:14:04: Du hast vorher so die Treffen gesagt, wenn man hat Leute angestiegen wie ... Ich kann das sprechen dabei, aber es ist ja immer da.
01:14:11: Also
01:14:12: Martin hier und die
01:14:15: Tourist auch hier.
01:14:16: Und gleichzeitig weiss ich von dir,
01:14:19: du strahlst
01:14:20: unglaublich ganz am Anfang eines Gesprächs.
01:14:23: Ich habe mich völlig verliebt in deine Ausstrahlung oder weil du so ein Licht
01:14:27: hast.
01:14:28: Und in diesem Reisenschmerz ist ja auch ein Finder einer Kraft von etwasem bewältigen.
01:14:41: Ich habe für mich jetzt sehr strecht, also auch das Bewusstsein, dass Wänsleben schon so grauenhaft sein kann.
01:14:50: und wenn es sein kann, dass wir plötzlich dort sind oder plötzlich jemanden verliert ... oder plötzlich etwas anderes.
01:14:59: Dann wäre es ja wahnsinnig doof, dass man so schön ist und nicht voll auskostet.
01:15:06: Ja, genau!
01:15:11: Ich kann mir dann auch das Gefühl... Ich meine, Marta konnte zehn Tage
01:15:16: hier
01:15:17: sein.
01:15:17: Sie hat jetzt wie zehn Tage leben können.
01:15:22: Und dann ist doch wie ... Wenn es manchmal so ist, dass Menschen einfach nur ganz kurz sein dürfen.
01:15:31: Dann ist es auch, wenn man dort sein darf ... Auch ein Geschenk und das Privileg, wo ich finde, das ist etwas, was ich wirklich nutzen
01:15:43: möchte?
01:15:43: Ja, das weiss ich gar nicht, ob man das immer gelungen oder gelingt.
01:15:48: Aber doch genau!
01:15:50: Also sicher nicht ... Genau, das schöne Wiedersehen auf jeden Fall.
01:15:56: Und wie
01:15:58: ist so der Prozess mit dem?
01:16:00: Wie würdest du es beschreiben?
01:16:04: wie es nachher weitergegangen ist?
01:16:06: Ja,
01:16:06: vielleicht gehen wir auch bis heute
01:16:08: auf so viele.
01:16:09: Genau!
01:16:11: Es wäre natürlich etwas ... Wir könnten jetzt mehr Stunden weitermachen und die ganze Jahr durchgehen.
01:16:18: Gleichzeitig finde ich es spannend, dass du heute hier sitzt mit so viel Zeitabstand.
01:16:25: Wie
01:16:26: ist das heute?
01:16:27: oder mit dieser Gleichzeitigkeit und der Erschütterung und gleichzeitig Vertrauen?
01:16:33: Ja.
01:16:35: Also ich, wie ich wahrscheinlich schon mehrmals gesagt habe, spüre einfach eine wahnsinnige Dankbarkeit.
01:16:41: Ich finde das wirklich sehr gut zu integrieren in mein Leben.
01:16:48: Ich fühle mich gesund und lebendig.
01:16:52: Und ich finde das Leben wahnsinnig schön genau!
01:16:58: Es hat auch Kraft ... Ich fühle mich kräftig.
01:17:02: Es hat mir die Kraft hervorgebracht.
01:17:06: Manche Dinge dürfen es nicht sagen, wenn sie frisch ist, weil das nervt oder du kannst es nicht ahnen und ich sehe ... Du verstehst keinen Grund und all das.
01:17:18: Aber jetzt fühle ich das nach so vielen Jahren.
01:17:22: Und ich fühle auch eine Megadankbarkeit, wie du gesagt hast, dass sie da war.
01:17:29: Ja, sie ist irgendwie um und sie beschützt uns auch auf eine Art.
01:17:34: Sie gibt den Kraft oder das Erlebten gibt mir den Kraft wirklich fest.
01:17:43: Ich bin auch irgendwie stolz.
01:17:48: Das darfst du auch, mega
01:17:49: fest.
01:17:50: Ja
01:17:50: wirklich!
01:17:51: Es ist so ein wahnsinniger Prozess
01:17:54: und so einen
01:17:55: Weg.
01:17:56: Ich glaube, wir
01:17:57: dürfen viel mehr auf das Stolz sein.
01:18:00: Auch aufs Bewältigen
01:18:02: oder was
01:18:03: einfach da
01:18:04: war, was du gelebt
01:18:05: hast.
01:18:06: Genau.
01:18:08: Und jetzt nach so vielen Jahren fühle ich mich sehr ... Ich bin auch im Reinen zum Beispiel.
01:18:17: Ich kann darüber reden, ich finde es sehr schlimm und traurig.
01:18:22: Aber gleichzeitig auch viel Schöneres.
01:18:25: Und ... Ja, ich bin einfach eine grosse, grosse Dankbarkeit.
01:18:33: Alle gegenüber.
01:18:35: Und Zula mit sitzt wir gegenüber und ihr könnt sie nicht sehen, aber ... Ich habe etwas Tränen in den Augen, weil sie auch wieder so eine Gleichzeitigkeit ausstrahlt.
01:18:49: Einerseits eben die traurigen und gleichzeitig dieser riesen Tankbarkeit.
01:18:54: Und das mischt sich dann mit dieser Liebe, wo du in dir drehst zu einer wahnsinnigen Kraft ... Du hast jetzt auch mit der Sterbe, die noch ein bisschen beruflich beschäftigt.
01:19:11: Hast du erzählt, dass du eine Ausbildung ...
01:19:16: Genau!
01:19:16: Ich habe so eine Ausbildung in der Ruhr- und Sterbenbegleitung.
01:19:22: Ja, es ist natürlich der Tod und das Sterben... Es wurde jetzt wie ein Thema.
01:19:30: Ja, genau es ist ein Thema von mir geworden.
01:19:36: Ich weiss noch nicht, was ich mit dieser Ausbildung mache ... Aber das wird sich zeigen.
01:19:43: Ich habe Ideen oder sonst ist es für mich und auch für andere.
01:19:51: Dann vielleicht noch etwas damit?
01:19:52: Ja, ich glaube.
01:19:53: Ich bin eigentlich sicher, dass du wirst etwas machen.
01:19:55: Vielleicht machst du es ja auch gerade jetzt im Moment, in dem du hier das Mikrofon redest?
01:20:00: Wie auch das ist ein Forum von Begleitung.
01:20:09: Ich glaube, oder mir hat es wahnsinnig geholfen in die Therapie zu gehen bezüglich Traurbewältigung.
01:20:17: Ganz viele Fachleute ... Wie tut das auch?
01:20:21: Einfach Hilfe annehmen?
01:20:23: Man kann übrigens nie genug helfen, wenn ein Leben schon so etwas grauenhaft mit einem macht und gleichzeitig eine Begleitung, die jemandem geben kann etwas überwältigt hat.
01:20:42: Und dann gleichzeitig aber eben noch so die fachliche Ausbildung hat, wie du es jetzt hast.
01:20:48: Das ist nochmal eine andere Qualität von begleiten und treiben zu werden.
01:20:54: Ich glaube ... Du machst das auch schon?
01:20:57: Weisst
01:20:58: du?
01:20:58: Ja, das ist schön gesagt!
01:20:59: Ja genau ja.
01:21:01: doch das glaube ich auch.
01:21:03: Also so und das wird ... Ja, viele Menschen helfen auch.
01:21:09: Vielleicht sind sie auch immer etwas anderes.
01:21:12: Ich finde es sehr schön mit diesem Gespräch zu schliessen ... Da ist eine Kraft raus entstanden aus Marta.
01:21:23: Aus ihrer Geschichte und deiner Geschichte und eurer Geschichte.
01:21:28: Und Marta ist noch da.
01:21:33: Ich würde gerne ein Lied von Jananini in die Show-Notes nehmen und auch auf meine Playlist.
01:21:40: Ich habe eine Playlist, eine Flasche für das Herz.
01:21:42: Vielleicht kommt er jetzt in den Sinn und sonst sagt man es nachher.
01:21:48: Und dass Marta uns vielleicht auch etwas ins Mami begleitet mit dieser Musik.
01:21:56: Sehr schön, so schöne Idee!
01:21:57: Genau, ich sage es gerne nachher, ich muss noch etwas
01:22:00: überlegen.
01:22:01: Also ihr findet ... Und vielleicht sind es aber auch mehrere von Marta und Sulla mit in der Show
01:22:09: notes.
01:22:10: So schöne Idee!
01:22:11: Hey Sulla, ich danke dir so, dass du hier bist und mit mir geredet hast.
01:22:19: Danke für deine Mut.
01:22:22: Und danke fürs Ganze sein.
01:22:25: Danke vielmals Sarah für die Einladung.
01:22:28: Danke sehr vielmals für diese Möglichkeit.
01:22:31: und danke euch den Aussen, die zuzulassen.
01:22:37: Ich hoffe, dass ihr auch ein bisschen diese Kraft in diesem Innern von Sula mitkönnt, in euer Leben mitnehmen könntet.
01:22:47: Der Podcast ist unabhängig und werbenfrei und das totals Herzensprojekt.
01:22:53: Und darum freut es mich besonders wenn du abonnierst, herzlich und teile.
01:23:00: Denn dann kann er weiter wachsen!
01:23:03: Wenn noch mehr möchtest du mich unterstützen?
01:23:06: Dann kannst du mir gerne auf www.beimeacoffee.com und Kaffeespendieren.
01:23:11: Danke vielmals!
01:23:13: Den Link findest du in der Show notes.
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