Muss ich jetzt auch noch Selbstfürsorge?
Shownotes
Gerade dann, wenn wir Entlastung am dringendsten bräuchten, verschieben wir oft genau das, was uns guttun würde. Nicht, weil wir zu wenig diszipliniert sind oder Selbstfürsorge nicht wichtig genug nehmen. Sondern weil unser Nervensystem unter Stress auf Überleben schaltet und automatisch das priorisiert, was laut und dringend ist.
In dieser Folge spreche ich darüber, weshalb das so ist, warum dieses Wissen entlasten kann und wie kleine, alltagstaugliche Veränderungen dabei helfen können, wieder mehr Freude, Leichtigkeit und Ressourcen in ein volles Leben einzuladen.
Vielleicht nimmst du aus dieser Folge vor allem eine Frage mit:
Was darf heute ungeschafft bleiben, damit ich selbst nicht verloren gehe?
💜 Danke, dass du dir Zeit genommen hast, diese Folge anzuhören.
Pflaster fürs Herz ist ein werbefreies Herzensprojekt. Mein Wunsch ist es, einen Ort zu schaffen, der stärkt, entlastet, Trost spendet und daran erinnert, dass wir mit unseren Herausforderungen nicht alleine sind.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Du musst halt, damit du dich stressen könntest.
00:00:02: Du musst schauen, dass du nicht zu viel Stress hast.
00:00:07: Und dann wird eigentlich immer so mit dem Müssen einmal gesagt und wenn es nicht anbricht, bist du auch selber geschuldet.
00:00:19: Eines ist klar – wir alle strugglet!
00:00:22: Und manchmal tut das Leben auch weh.
00:00:25: Plastofis Herz ist ein Podcast, in dem ich in diesem allem begleitet.
00:00:30: Mit Gedanken, Impulse und Gespräch direkt aus meiner Coachingpraxis.
00:00:35: Wo dich stärken und entlasten!
00:00:39: Ich bin Sarah Satir und ich freue mich wenn du immer wieder schienst, wenn du etwas brauchst, das dir eine Lichtigkeit schenkt... ...und ein bisschen dein Herz wärmt.
00:00:51: Ich mache ja Workshops im Thema Selbstfürsorge und auch hier in dem Podcast ist es ein wichtiges Thema und gleichzeitig Ich denke immer wieder, es entsteht auch so viel Druck unter dem Begriff.
00:01:07: Besonders absurd finde ich damit dann, wenn Selbstfürsorge auch noch zum Stress wird.
00:01:14: Also ich muss dann auch selbst fürsorgen und bin irgendwie gestresst und gefrustert, weil ich mich das nicht anbringen will!
00:01:25: Ich habe dann irgendwie einen Stress wegen dem Stress.
00:01:28: Das ist so absurd und gleichzeitig auch noch normal, dass einem das passiert, weil es wird einem ja die ganze Zeit von aussen gesagt.
00:01:36: Du musst halt nur auf dich selbst schauen, du musst halt an dir arbeiten, du muss halt irgendwie aufdanken, du kannst mit dich stressen, schluchst nicht zu viel Stress.
00:01:52: Und dann wird eigentlich immer so mit dem Müssen einmal gesagt, ja und wenn es nicht anbringt schon bist du halt selber geschuld.
00:02:03: Das löst auch wieder so viel Stress aus und das Ganze ist so absurd!
00:02:11: Ich denke dann an mich, es wäre so entlastend, wenn wir anfangen mehr zu sagen, nein ich muss eben eigentlich ... vielleicht viel weniger, als ich eigentlich das Gefühl habe.
00:02:27: Und uns auch immer wieder getraut, wirklich kritisch zu hinterfragen was wir eigentlich hier von aussen alles so aufgeladen bekommen, was wir alles müssen, weil es ist im Fall schon noch wichtig, dass wir uns aber bewusst sind, dass ganz viele mit diesem Geld verdienen.
00:02:45: Dadurch, dass mir immer das Gefühl hat, wir genügend nicht in jedem Lebensbereich verdienen andere unglaublich viel Geld.
00:02:56: Und was ich auch entlastet finde, ist an mich ein bisschen zu wissen, wieso fällt uns dann irgendwie eine gewisse Sache schwer und wieso ... Fühlen und denken wir den Namen so, also das Bewusstsein darüber.
00:03:16: Und da gibt es immer wieder neue Erkenntnisse.
00:03:19: Ich lerne wahnsinnig gerne immer wieder dazu.
00:03:22: Heute habe ich gedacht, Teile gedanken, weil sie einfach auch unterstützen und entlasten finden.
00:03:30: Ja, wieso ist es dann so?
00:03:33: Wenn wir das Leben irgendwie aufholen haben, ist es viel und voll.
00:03:43: Dass man dann das Stress, was uns eigentlich noch würde ... Ich habe gesagt, Stress?
00:03:51: Das ist auch eine schöne Freude.
00:03:53: Ich schneide ja nicht, aber ich finde es super!
00:03:56: Dann bleibt da drin.
00:03:58: Ich meine, warum wir dann das streichen?
00:04:03: die vielleicht gut tun würde.
00:04:07: Also das, was entstresst und zwar wirklich entstrestet wird.
00:04:12: Dass wir einmal anliegen, dass wir uns irgendwie in den Arm nehmen, dass man mal etwas singt oder tanzt.
00:04:23: Ich weiss doch auch nicht, ob du gerne im Garten wühlen oder so.
00:04:27: Ich sage an mich zu Hause etwas umgerümscheln.
00:04:31: Wieso das Paradoxum ist?
00:04:35: Gerade dann, wenn wir auf die Stress haben, fliegt es aus unserem Leben raus und wird uns helfen, den Stress zu bewältigen.
00:04:46: Und jetzt denkst du vielleicht, ja schon logisch, man hat keine Zeit ... Aber das ist eben nur die halbe Wahrheit.
00:04:53: Klar hast du keine Zeit, aber wenn man dann schaut ... Du hast ja gleich irgendwie eine Tatliste auf dem Handy herum oder so.
00:05:03: Also Zeit für etwas Kurzes, das einem irgendwie ein gutes Gefühl geben würde, wo Ressourcen sind und es sich auch nicht zu Herzen füllt und einfach gut tut, ist eigentlich schon da.
00:05:15: Es wird wie gestrichen!
00:05:18: Das hat damit zu tun.
00:05:20: Unser Nervensystem kann wirklich nur bedingt unterscheiden.
00:05:28: Wir sind im Überlebensmord aus den Höhlenbewohnern, der selbstartiger ist vor der Höhle oder haben wir einfach ganz viele Taschen.
00:05:41: Das Stressgefühl kann das Gleiche sein für unser System.
00:05:48: Und dann ist es ja eigentlich ... sehr sinnvoll.
00:05:52: Also stellen wir uns jetzt mal vor, ich weiss nicht, ich habe zehn Sabelsattiger vor der Höhle, wenn ich dann sicher keine Pausen machen kann, sondern einfach rennen und mich schützen und das erledigen.
00:06:07: In der heutigen Zeit sind es all die Aufgaben, die einem das Leben fühlen.
00:06:12: Wir haben oft ein Hamsterrat zum Task modus und haben das Gefühl, wir rennen nur vom einen beim anderen und leben sinnvoll.
00:06:20: Und ich bin auch ganz ein volles Leben ... wo ich jetzt nicht einfach Zeit nehmen kann, um etwas zu sein.
00:06:28: Irgendwann tagelang oder sonst ... Ich hatte auch Zeiten, in denen ich stundenlang etwas sein konnte.
00:06:34: Gleich ist es dort spannend mal genau anzuschauen.
00:06:39: Weil unser System gibt uns das eben auch vor, dass wir dann keine Pausen machen dürfen.
00:06:48: Das bedeutet, je dich das Leben wird, desto ... Erst streichen wir genau das, was uns eigentlich dreht.
00:06:58: Weil unser Nervensystem in der Belastung auf Überlebenschalt und dann wird alles, was nicht unmittelbar als dringend eingestuft wird, irgendwie so zu einer Verhandlungsmasse.
00:07:11: Das heisst Pause, Bewegung, Schlafe, Freude, Verbindung, Kreativität, Sexmusik, Naturgut, kann es auch nicht gut essen, ruhen ... Alles, was irgendwie eigentlich gut geht, wird dann wie aussortiert.
00:07:29: Und wir werden dann anders priorisieren?
00:07:35: Wir priorisieren dann nicht nach dem, was uns langfristig stabil halten würde.
00:07:40: Sondern wir priorisieren so – und das machen wir oft wirklich so im Automatismus – was am ludischsten ist.
00:07:48: Das sind Mails oder Termine oder Kinder oder sonstige Verpflichtungen.
00:07:55: Und die Ressource des Stärkens kann ich auch nicht so laut ... Und vor allem sagt unser System, dass wir eigentlich für das gar keine Zeit haben.
00:08:09: Ich finde es irgendwie entlastend zum Wissen.
00:08:14: Also ich finde allein, dass ich weiss, dass das einfach so ein Automatismus ist und dass ich bewusst sein kann.
00:08:21: Kann ich damit etwas mitfühlen?
00:08:25: Wenn ich nur am Rennen bin – und so geht es auch viel in der Praxis – wenn ich das ... Der Raum für das Öffnen, für das Bewusstsein, dass unter Stress wir nach diesen Tasken priorisieren und alles was Pausen und Entspanung ist von unserem System als bedrohlich eingestuft werden.
00:08:53: Dass es eigentlich so ein altes Überbleibsel ist.
00:08:59: Am Anfang von einer Verhaltensveränderung steht immer das Bewusstsein.
00:09:05: In meiner Arbeit begleite ich Menschen, sich bewusst zu werden und es ist immer schon entstressend und entlastend.
00:09:14: Das Bewusstsein ist nie umfassend und nie abschliessend.
00:09:18: Auch ich lerne immer mehr dazu.
00:09:20: Und man könnte zu dem Thema, den ich hier im Mikrofon redet, noch viel mehr sagen.
00:09:25: Es ist immer eine Öffnungsgestalt, jede Folge ... Und wenn wir es bewusst haben, können wir so steuern.
00:09:34: Dann finde ich aber so wichtig in dieser Selbststeuerung auch mega mitfühlen und mit sich sein.
00:09:40: Also oft merke man das dann im Nachhinein.
00:09:43: Jetzt bin ich irgendwie den ganzen Tag gerannt, obwohl, wenn ich ehrlich bin, ich sehr wohl mal hätte von euch meine Haut anzusitzen.
00:09:52: Aha!
00:09:52: Mein System hat wieder automatisiert, das hat wieder übernahm.
00:09:57: Und ich finde, das hilft unglaublich.
00:10:00: Wenn man es so im Nachhinein merkt, dann sage ich an die Lütterung manchmal auf und dann sage immer, nein, da kannst du dich anfangen zu freuen.
00:10:06: Wie bist eigentlich schon unterwegs richtig steuerig?
00:10:12: Richtung den Raum zwischen der Reize und der Reaktion.
00:10:19: Wir machen die ganze Reize-Reaktionsverknüpfung in Automatismen, damit wir diesen Neui nutzen können für eine kleine Veränderung.
00:10:29: Das braucht immer viel Zeit.
00:10:33: Es ist auch immer wieder so ein lebenslanges Aufgabe, das uns steuert.
00:10:37: Das sind kognitive Prozesse.
00:10:39: Und das Bewusstsein ist immer der Anfang.
00:10:43: Wenn du es im Nachhinein merkst, kannst du dich schon etwas abfeiern.
00:10:48: Manchmal geht's mir oft, merke ich es zu mittendrin oder manchmal auch schon vorher, dass ihr eigentlich jetzt auch was machen könnt oder guttut und das System sagt, dass die Leute nicht drin sind aber dass du sehr wohl durch die Küche tanzen darfst oder auf die Wiese liegen.
00:11:12: Oder ein paar Seiten in einem Buch lesen, die er gut tut.
00:11:16: Oder was immer auch dein Pflaster ist fürs Herz.
00:11:21: Und dabei kann man sich auch immer wieder fragen ... Ist alles, was ich gerade so das Gefühl habe, wirklich so dringlich?
00:11:35: Also ist es wirklich wahr oder was würde dann passieren, wenn ich es einfach nicht machen würde?
00:11:43: oder jetzt noch nicht machen würde.
00:11:48: Und dann werde ich auch immer wieder fragen, was arbeite ich?
00:11:57: Was muss ich alles schaffen?
00:12:00: Sondern was darf ich umgeschafft bleiben, dass ich nicht verloren gehe und es mir gut geht?
00:12:10: Man hat irgendwie einen solchen ... Prägung oder so.
00:12:13: zuerst Arbeit, dann das Vergnügen.
00:12:16: Und ich bin dafür, dass man das kehren will.
00:12:21: Weil die Freudische Ressource ist, dass wir überhaupt arbeiten können und überhaupt irgendwelche Tasken umsetzen können.
00:12:29: Doch auch mit solchen Sandwich-Methoden.
00:12:32: Vergnügen, Tasken und wieder vergnügen!
00:12:36: Denn dann ist unser Hirn auch motivierter und wir können eher in diesen Modus kommen und weg von diesem ewigen Task-Modus.
00:12:49: Ich bin immer wieder dran, vielleicht haben Sie ja auch Lust, hier immer wieder zu reflektieren.
00:12:56: Hätte es vielleicht auch ein bisschen Platz für etwas, das man gut tut?
00:13:05: und darf dir vielleicht etwas mehr Zeit geben oder sogar priorisieren, nur das Erste zu machen, was einfach nur das Herz wärmt.
00:13:19: Ich wünsche dir ... Und ich weiss, ich mache das fast bei jeder Folge!
00:13:24: Aber ich finde es eben auch so schön.
00:13:25: Eigentlich gute Wünsche kann man ja nie genug sich geben.
00:13:29: Ich überlege mir auch immer, wenn ich hier ein Mikrofon rede oder mit einer Gästin rede – was wünschte ich mir für die Folge?
00:13:38: Was wünsche ich mir, wie meine Gäste fühlen sollen und was es vielleicht auslöst, wenn sie gelost wird?
00:13:53: Darum finde ich auch, dass ich mich nie genug verabschieden kann mit den schönen Wünschen.
00:13:58: Darum wünsche ich dir, dass du heute etwas priorisieren kannst, das dir wahnsinnig gut tut.
00:14:04: Und es darfst dich ein wenig umwahlfühlen dabei, weil auch der schlechte Gewisser man dann an mich hat, die unangenehmen Gefühle.
00:14:10: Wenn wir dann einfach mal ein bisschen anerleiten ... Das ist auch, oder?
00:14:14: Weil uns ein System sagt, Task, task, task modus, task mods dürfen im Fall einfach nebenan sein.
00:14:21: Es braucht auch viel Zeit.
00:14:22: Irgendwann schreit es weniger laut und entsteht ein neues Automatismus.
00:14:27: Aber wenn man sich so vorstellt, wäre das ein Automatismus wie eine mehrspurige Autobahn in unserem System.
00:14:35: Das ist körperlich nicht nur das Hirn.
00:14:38: Danach brauchen neue Wege von Priorisierungen, die sich über die Dörfer gut zu tun haben.
00:14:45: Es ist wie am Anfang ein Trampeltad.
00:14:48: Ich meine, unser System ist der schnellste Weg auf die mehrspurige Autobahn.
00:14:54: Und ich finde auch das hilfreich und entlastend.
00:14:57: Wenn man sich wieder im Taskmodus feststeckt, ist es voll okay!
00:15:02: Dann kannst du ab und zu so auf den Trampelpfad ein bisschen unangenehme Gefühle haben, weil das ganze System schreit, Hey, Autobahn, Autobahnen!
00:15:10: Und dann sage ich, nein, ich bin jetzt Trampelfad und mit der Zeit wird eben der Trampelpfad grösser breiter und dann macht es auch ein System Spass.
00:15:19: Und das wünsche ich dir!
00:15:48: Danke vielmals!
00:15:50: Den Link findet ihr schon aus.
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