plötzlich mehr Familie als gedacht

Shownotes

Manchmal verändert eine einzige Nachricht den Blick auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Mit 40 Jahren erfährt Sandra, dass Fredi, den sie ihr Leben lang für ihren Vater gehalten hat, nicht ihr biologischer Vater ist. Diese Nachricht löst in ihr keinen Schock aus, sondern vor allem grosse Neugier – und das Gefühl, dass das alles kaum real sein kann.

Sie begibt sich auf eine Forschungsreise. Eine Reise, auf der sie Antworten sucht und etwas wiederfindet, das sie nach dem frühen Tod ihrer Eltern, als sie 15 und 16 Jahre alt war, für immer verloren glaubte: Herkunftsfamilie.

In unserem Gespräch erzählt Sandra von ihrer Suche nach ihren Wurzeln, von neu gefundenen Geschwistern, vom Umgang mit dem frühen Verlust ihrer Eltern und davon, wie gelernt hat, anzunehmen, was ist, und gleichzeitig neugierig auf das zu bleiben, was das Leben noch bereithält. Sandras Geschichte hat mich tief berührt. Sie zeigt, dass das Leben neben allem Schweren manchmal auch schöne Überraschungen bereithält, die wir uns niemals hätten vorstellen können. Und sie erinnert uns daran, dass Hoffnung manchmal genau dort entsteht, wo wir sie am wenigsten erwarten.

Vielen Dank, liebe Sandra, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast. Sie berührt, schenkt Zuversicht und macht Mut, dem Leben immer wieder mit Offenheit zu begegnen.

Den berührenden Artikel von Sandra findest du hier:https://mal-ehrlich.ch/spenderkind/

💜Danke, dass du dir Zeit genommen hast, diese Folge anzuhören. Pflaster fürs Herz ist ein werbefreies Herzensprojekt. Mein Wunsch ist es, einen Ort zu schaffen, der stärkt, entlastet, Trost spendet und daran erinnert, dass wir mit unseren Herausforderungen nicht alleine sind. Wenn dir der Podcast gefällt, freue ich mich sehr, wenn du ihn abonnierst, bewertest oder mit Menschen teilst, denen er ebenfalls guttun könnte. So hilfst du mit, dass Pflaster fürs Herz noch mehr Menschen erreicht. Wenn du meine Arbeit und den Podcast darüber hinaus unterstützen möchtest, freue ich mich über einen virtuellen Kaffee: https://buymeacoffee.com/sarasatir Mehr zu meiner Arbeit findest du unter: https://www.satircoaching.ch/

Transkript anzeigen

00:00:00: Die beste Freundin von meinem Mami, die schon verstorben ist, hat mich eingeladen zu sich und sagte, sie müsse mir etwas sagen.

00:00:06: Dann haben wir zusammen nachts gegessen und dann hat sie mir gesagt ... Sie will es mir nicht sagen, sie bräuchte ja für das Zigaretten.

00:00:13: Darum sind wir auf ihren Balken gegangen.

00:00:15: Und dann hat er mich schnell eröffnet.

00:00:18: Freddy war nicht im Pappi.

00:00:21: Der Freddy, den ich bis dahin für meinen Vater gehalten habe, war nicht mein biologischer Vater, weil meine Eltern keine Kinder bekommen können.

00:00:30: Und mein Mami oder meine beiden Eltern mit der Hilfe einer Samenspende mich bekommen haben.

00:00:41: Eines ist

00:00:42: klar, wir alle struggleen und manchmal tut das Leben auch weh.

00:00:47: Plaster fürs Herz ist ein Podcast, in dem ich in diesem allem begleitet.

00:00:52: Mit Gedanken, Impulse und Gespräche direkt aus meiner Coachingpraxis, die dich stärken und entlastet!

00:01:01: Ich bin Zara Satir und ich freue mich, wenn du immer wieder schienen kannst.

00:01:05: Wenn du etwas brauchst, das dir eine Lichtigkeit schenkt und ein bisschen dein Herz wehrt.

00:01:13: Ich freue mich wahnsinnig, weil vor zwei Wochen habe ich einen Artikel gelesen auf der älteren Plattform mal ehrlich.

00:01:27: Und ich habe den gelesen und sehr strenkt ... Das kann ja nicht wahr sein, also wirklich.

00:01:35: Also das ist eine wahnsinnige Geschichte und dann habe ich weiter gelesen und dann hatte ich die Räne in den Augen, weil sie mich wahnsinnig berührt haben, weil mich diese Worte sehr berührt hat in ihrer Gleichzeitigkeit von dem Erleben Wenn das Leben sich plötzlich verändert und das, was man immer für die Wahrheit gehalten hat nicht mehr wahr ist oder ganz anders ist.

00:02:14: Sandra, der den Artikel geschrieben hat, sie kenne ich so ein bisschen schon mit ihr geschwätzt und sie auch schon gesehen und mit ihr schon gemailt.

00:02:26: Aber haben sie nicht so richtig gut?

00:02:28: Und dann habe ich gleich meine Mut zusammen gedacht Schreibe einfach und sagte, Sandra, wirst du zu mir in den neuen Podcast kommen?

00:02:41: Und darüber reden und die Geschichte erzählen.

00:02:44: Dann sagte sie einfach ja.

00:02:47: Jetzt sitzen wir gegenüber.

00:02:49: So schön bist du da, Sandra!

00:02:51: Danke vielmals, dass ich so sein darf.

00:02:53: Es hat mich auch etwas gut gekostet zum Ja sagen.

00:02:57: Aber es hat mich ein bisschen gereizt.

00:02:59: Ich mache das halt mit Angst, aber ich mache's.

00:03:02: Und das finde ich auch so schön.

00:03:04: Also weisst du, dass wir vorher zusammen nachgessen haben und ... Ich habe dann gesagt, hey immer wieder oder wenn man so etwas macht, die uns Mut kostet, ist es ja auch ... Man kann etwas wie noch unsere Versicherungen erfahren und gleichzeitig finde ich es so wichtig, dass man einfach sagen kann, es kostet mich Mut!

00:03:28: Ja?

00:03:32: Du hast eine Nachricht bekommen Am Abend, das ziemlich viel in deinem Leben verändert hat.

00:03:44: Magst du erzählen, was du da erfahren hast?

00:03:49: Ja, es war am sehr kalten Dezemberabend vor jetzt eineinhalb Jahren.

00:03:56: Die beste Freundin meiner Mutter, die schon verstorben ist, hat mich eingeladen zu sich ein und sagte, sie müsse mir etwas sagen.

00:04:02: Dann haben wir zusammen nachts gegessen.

00:04:05: Sie wollte mir jetzt sagen, sie brauche auch für das ein Zigaretten.

00:04:09: Darum sind wir auf ihren Balken gegangen und dann hat sie mich schnell eröffnet.

00:04:15: Freddy war nicht im Pappi.

00:04:18: Der Freddy, den ich bis dahin für meinen Vater gehalten habe, war nicht mein biologischer Vater, weil meine Eltern zusammen keine Kinder bekommen konnten und meine beiden Eltern mit Hilfe einer Samenspende mich überkamen.

00:04:35: Und magst du dich noch erinnern?

00:04:38: Was

00:04:39: war das erste Gefühl oder Gedanke, was du gehört

00:04:42: hast?

00:04:44: Ich habe es total surreal gefunden.

00:04:45: Es war ein Schock, aber irgendwie ein positiver Schock.

00:04:49: Es ist nicht traurig in diesem Sinne, sondern einen hoffnungsvollen Moment, wie ich dachte, vielleicht ist der Vater ... eine biologische Vater, die mich auf ein paar Züge hat.

00:05:01: Läuft irgendwo auf dem Planeten herum?

00:05:04: Vielleicht habe ich halbgeschwisterte, von denen ich noch nichts weiss.

00:05:07: Das hat mir mir recht viel Hoffnung gegeben im Hinblick auf meine Geschichte, weil meine Eltern beide schon verstorben sind, als ich ein Teenager war und ich nicht grosse Familien hatte, außer die angeheiratete Familie, wo ich mit meinem Mann ...

00:05:19: Du hast bis ... Ja.

00:05:22: Was du eigentlich zu Hause warst!

00:05:24: Genau.

00:05:29: Kann man fast sagen, dass es extrem surreal ist?

00:05:32: Ja.

00:05:32: Es war sehr surreal.

00:05:34: Plötzlich haben sich ganz andere Realitäten aufgedacht, die ich nicht gekannt habe oder für möglich gehalten habe.

00:05:42: Ein Familienheimnis, in dem ich dachte, vielleicht gibt es jeder Familie, aber in meiner Familie werde ich das nie mehr erfahren, weil niemand mit mir hier ist, wo mich das erzählen könnte.

00:05:50: Das ist wirklich so.

00:05:51: ein Moment von total ... Okay, wirklich!

00:05:55: Ist das jetzt wirklich so?

00:05:56: Klar ist es wirklich so, Wie geht es jetzt weiter?

00:05:59: Das war im Moment schon ein sehr grosser Bruch.

00:06:04: Aber nicht im Negativen sind, sondern eine grosse neue Welt, die sich hier aufgetan hat.

00:06:08: Und was hast du mit dieser Welt

00:06:11: gemacht?

00:06:12: Ich fahre an diesem Abend nach Hause und wollte entschlossen sein, so schnell wie möglich herauszufinden.

00:06:19: Ich hatte keine Eltern mehr, die ich fragen konnte.

00:06:22: Ich habe aber gewusst von Bekannten, die das auch gemacht haben, dass es einen DNA-Test gibt, bei dem man machen kann ... Ethnizitätsschätzung geben, wo man weiss, welche Region meine Vorfahren kommen will.

00:06:34: Andererseits aber auch anzeigen mit wen ich über so viele Ecken verwandte und dann war einfach meine Grosshoffnung, so etwas herauszufinden.

00:06:42: Ich habe mir wirklich sehr fest erhofft, Geschwister oder vielleicht sogar meinen biologischen Vater zu finden.

00:06:48: Und da habe ich gerade den Computer angestellt, recherchiert, was es gibt zu diesem Thema und einen DNA-Tisch bestellt.

00:06:55: Gar da dem Abend?

00:06:56: Ja,

00:06:57: also das ist dann ... Es war schon morgens am einen oder so, das war der nächste Tag.

00:07:01: Aber ja, es war auch gerade im Seil.

00:07:03: Es gab gerade eine Adventsseil und da musste ich sowieso zuschlagen.

00:07:08: Ich habe dann ein paar Tage später noch einen zweiten und dritten Test bestellt wie ich einfach gefunden habe, auf keinen Fall irgendwelche Verwandte verpassen

00:07:14: wollte.

00:07:15: Und jetzt, dass ich es verstehen will?

00:07:17: Ich habe gemerkt schon im Vorgespräch mit dir beim Nacht, dass sich wirklich nichts weiss über diese Tests... Das zeigt ihr auch, wenn jemand anderes die Tests macht?

00:07:28: Genau.

00:07:29: Es gibt viele Menschen, die mittlerweile diese Tests machen.

00:07:33: Ich habe sehr viele amerikanische Treffer, weil es in Amerika einfach viel mehr verbreitet ist.

00:07:38: Dass Leute ihre Wurzeln suchen oder ihre Herkunftsregionen suchen.

00:07:42: Und es gibt aber schon sehr viele Schweizer-Treffer.

00:07:44: Also ich habe andere Leute aus meiner Familie gefunden, die mich wie schon entfernt gekannt haben ... Das zeigt wirklich nur die, wo diese Tests gemacht haben.

00:07:54: Aber über sie kann man gleich recht viele Rückschlüsse machen ... Über gemeinsame Verwandte, welche hier sind.

00:08:04: Dann?

00:08:05: Ja, dann ging es erst mal langen Warten los.

00:08:09: Man schickte diese Teste an zwei Tests in ein Röhrelisbeutel.

00:08:12: Bei einem machte man einen Wangenabstrich und dann schickten wir die auf Amerika.

00:08:16: Und dann wartet man zwei, drei Monate.

00:08:20: Ich habe gerade drei Tests gemacht, und mit der erste ist es nach zwei Monaten zurückgekommen.

00:08:26: Das war in den Skiferien, bin ich mit meiner Familie in Bergen.

00:08:29: Die Kinder waren alle verteilt auf den Skibisten im Kinderclub.

00:08:33: Mein Mann ist auch auf dem Skibist.

00:08:34: Du hast drei

00:08:35: Kinder?

00:08:35: Genau,

00:08:36: drei Buben!

00:08:38: Ich wollte eigentlich für mal ehrlich arbeiten.

00:08:39: Ich habe meinen Computer aufgefahren und habe nicht mit dem Test-Ergebnis gerechnet.

00:08:44: Die Apps, die man überkommt, halten zwar immer auf dem Laufenden, wenn der Test oben kommt.

00:08:48: Aber dieser Test war erst ein paar Tage später angemessen zum Fertig ausgewertet zu sein.

00:08:52: Und dann habe ich nichts anderes als mein Mail aufgemacht.

00:08:55: Dann habe ich dort gesehen wie your results are here.

00:08:58: welcome to you so in grosser Worte!

00:09:01: Und dann habe ich das sofort aufgemacht.

00:09:03: Dann sieht man zuerst mal Sachen, die zwar auch interessant sind wie irgendwie ... Ohrenschmalztyp, dass man ist!

00:09:10: Ja also es hat recht absurde Sachen auch.

00:09:12: oder ob man Spargel im Urin schmücken kann.

00:09:15: Es gibt Oroschmalz-Typen?

00:09:17: Ja offenbar, es gibt so festeren Oroschmalzen oder flüssigen.

00:09:20: Ich weiss es auch nicht genau... Ich mag mich nicht mehr erinnern, weil ich typisch bin.

00:09:24: Das hat mich nicht so fest interessiert in diesem Moment.

00:09:26: Da bin ich ein wenig drüber gscrollt und dann kam zu diesen DNA-Matches, die mir einfach mal eine Tausend Fünfhundert anzeigte.

00:09:32: Also habe ich einen Angenoss Maximum, den es anzeigen kann, weil es sonst noch mehr anzeigt.

00:09:39: Und das sind aber ganz viele Gussine... Er war in Amerika, aus dem siebten Grad.

00:09:46: Nicht so interessant und eine einzige Interessante hat es mir angezeigt.

00:09:51: Das waren meine Halbschwester.

00:09:53: Halbschwester?

00:09:54: Genau, dann habe ich dort zuerst einen Vornamen gesehen.

00:09:57: Die erste Buchstabe des Nachnamens.

00:10:01: Wir sind Verwandte, halbschwestern, lute Berechnungen.

00:10:05: Es gab zwei Buttons, wo man sich connecten kann und Nachrichten schicken kann.

00:10:08: Dann habe ich die sofort gedruckt ... mit sehr zittrigem Finger und sehr aufgeregt und gespannt, was jetzt passiert.

00:10:16: Und dann ist es wirklich keine halbe Stunde gegangen und dann kam eine Antwort von meiner Halbschwester.

00:10:21: Was hat sie geschrieben?

00:10:23: Sie hat geschrieben – ich weiss das noch recht genau wie ich im Artikel sage so – Hallo Schwester, schön von dir zu hören.

00:10:29: Es hat geschrieben, dass sie schon gewusst hat, dass sich auch von einer Samenspende so erzeugt wurde.

00:10:35: Dann hat sie ein paar Ziele geschrieben, damit man zwei andere Halbgeschwister gefunden hat mit einem anderen Test.

00:10:40: Und dann der grosse Hammer war, wo sie gesagt haben, ich glaube wir kennen uns bereits.

00:10:47: So habe ich jemand reagiert!

00:10:50: Ja und ... Ich kannte sie unter ihrem Spitzname, weil wir eine gemeinsame gute Freundin haben.

00:10:57: Ich kante sie nur immer unter dem Spitznamen, darum nicht gerade sofort mit dem Namen... irgendjemand in Verbindung gebracht.

00:11:04: Als ich den Namen gelesen habe, habe ich aber schon kurz in meinem Handy angeschaut.

00:11:08: Ich kenne ein paar Leute mit dem gleichen Namen, aber sie ist mir nicht ins Ingo.

00:11:12: Dann hat sie mich so eröffnet und wir haben eine gemeinsame Freundin.

00:11:17: Sie ist mit ihr in die Schule und mit mir im Studium.

00:11:21: Und so haben wir uns kennengelernt schon vor über zwanzig Jahren.

00:11:26: Okay!

00:11:27: Und dann oder das Stem moment war, als ich das gelesen hatte, dachte ich, okay ... Wenn das jetzt ein Film wäre, dann würden wir Spotsch und Stunningkino sagen, gut ist es so wirklich.

00:11:39: Jetzt ist es wie übertreiben.

00:11:41: Ist da auch so gegangen?

00:11:42: Ich habe gedacht, wo ist die versteckte Kamera?

00:11:46: Ist das ein Witz?

00:11:47: Hat irgendjemand das Programm gekackt und macht einen lustigen Scherz mit mir?

00:11:51: Ich wusste von ihr nicht, dass sie so gezeugt wurde.

00:11:54: Lustigerweise sah ich die gemeinsame Freundin nach Weihnachten vor und erzählte ihnen eigentlich gerne von dieser neuen Entdeckung, dass ich offenbar so gezeugt worden bin.

00:12:02: Aber irgendwie mit den Kindern, wir sind nicht dazu gekommen darüber zu reden ... Und ja, dann haben wir das beide voneinander nicht gewusst und haben das so festgestellt.

00:12:11: Ja,

00:12:12: aber wirklich sehr surreal.

00:12:16: Wann haben Sie uns erst mal getroffen?

00:12:19: Wir haben uns

00:12:20: getroffen.

00:12:21: Das war nicht so einfach, aber wir haben am gleichen Tag von meinen anderen beiden Halbgeschwistern erzählt, wo sie mit einem anderen Test getroffen hat und ich dann auch durch den anderen testen später...

00:12:31: Und das könnte ja sein, dass es nicht zusammenspende halbgeschwesterte sind?

00:12:38: Ja, das ist quasi die Idee!

00:12:39: Wollte ein biologischer Kind von einem biologischen

00:12:41: Vater

00:12:42: sein.

00:12:43: Ja, darum habe ich in der ersten Nachricht, die ich geschrieben habe, schon so etwas Vorsichtiges geschrieben.

00:12:47: Ich hoffe du bist auch hier quasi damit sie jemanden finden.

00:12:52: Ja.

00:12:52: Mögen wir gleich dann schon zuerst machen, vorsichtig vor.

00:12:54: Aber es hat sich herausgestellt, dass alle vier, also ich und Sie und die anderen zwei Haltgeschwister, die sind alle durch Zusammenspende entstanden.

00:13:02: Und haben das alle schon länger oder weniger lange gewusst?

00:13:05: Genau!

00:13:06: Also es ist niemand... Durch mich wurde niemand von einer grossen Entdeckung gestellt, die ich noch sehr froh darum bin.

00:13:12: Ja das hast du ja dann auch noch als Spanik oder es ist ein unglaubliches grosses Spaniksfeld wo da auch drinnen bist?

00:13:19: Ja

00:13:19: das ist so.

00:13:22: Wir haben am gleichen Tag einen Gruppenschat eröffnet weil es existieren wahrscheinlich schon zwei Teine kamen meine beiden Halbschwester und haben mich dann auch dort drin genommen und dann haben wir uns eine nächtliche Nachricht beheissene

00:13:33: Chat.

00:13:34: Der heisst Sisters

00:13:36: Ich fand es

00:13:37: auch schön, dass ich nie eine Geschwisterdikant hatte und auf einen Schlag gerade zwei Halbschwesteren plus noch halbe Brüderin dazubekommen.

00:13:47: Das ist schon etwas, was man sich nie träumen lässt.

00:13:53: Es hat so etwas ... Ich bin ja nicht geläubig in diesem Sinne, dass ich irgendwie in einer Kirche wäre oder an einem lieben Gott so in dieser Form glaube.

00:14:05: Wo ich das jetzt von dir auch noch einmal gehört habe, bei mir zu Nacht ... Also wir waren wie in jemandem bewusst gewesen, wie jung du deine Eltern verloren hast und ich weiss ... Oder ich war im Vater gestorben und ... Ich weiss einfach, wie das hier jemandem fehlt.

00:14:27: Also ich habe nur eine Ahnung was das heisst wenn du als Teenager und dort noch keine Geschwister dich korrigierst.

00:14:38: Und dann hat es ja so etwas aus etwas eigentlich sehr Schwierigem, wo auch die Ruhigung ist, geht plötzlich wie so ein Dorf auf?

00:14:53: Und es kommt etwas Gutes?

00:14:55: Ja, auf jeden Fall.

00:14:57: Ich bin auch nicht wirklich gläubig, aber ich stelle mir schon vor, dass irgendetwas so... über das alles abzuschauen und mit viel Humor.

00:15:04: Und ich dachte, wenn wir jetzt einfach zwanzig Jahre später oder zwanziger Jahre später nach dem Tod meiner Mutter sich noch etwas familien, wäre doch noch lustig.

00:15:13: Aber es

00:15:15: wäre nicht nur lustig, sondern auch schön.

00:15:17: Es

00:15:17: wäre auch noch schön für mich.

00:15:20: Entschädigt ist vielleicht das falsche Wort aber es gibt eine Familie die man nicht mehr für möglich gehalten

00:15:25: hat.

00:15:30: Wir

00:15:33: sehen uns relativ regelmässig, wie unsere volle Leber zulösen.

00:15:38: Sie haben auch alle Kinder, einen Job und sehr viel um die Ohren.

00:15:44: Aber wir haben es geschaffen über ein Monat nachdem wir das herausgefunden haben.

00:15:48: Dann haben wir uns erst mal getroffen und sind dann immer wieder regelmäßig.

00:15:53: Ich ging zum Beispiel mit einer halben Schwester in Yoga, mit der anderen bin ich schon ein paar Mal zu Nacht.

00:15:57: Wir haben uns mit den Kindern getroffen.

00:15:59: Wir waren sogar schon zusammen in den Ferien.

00:16:02: Und so soll es hoffentlich auch weitergehen.

00:16:04: Auch als eineinhalb Brüder haben wir einmal schon getroffen, und das ist immer wieder spannend, weil man einfach Gemeinsamkeiten entdeckt

00:16:11: hat.

00:16:11: Ah wirklich?

00:16:13: Ja also...

00:16:14: Magst du etwas teilen?

00:16:15: Ja!

00:16:15: Also lustigerweise hat unsere gemeinsame Freundin von meiner einen halbfünster um mich ... Vor vielen Jahren, vor über zwanzig Jahren auf aufmerksam gemacht, dass wir da noch ähnliche Lernte-Typen sagen.

00:16:26: Es ist ja mit uns beiden quasi in die Schule und im Studium.

00:16:29: und sie hat mir immer gesagt Ja ich bin vorher in der Schule auch mit jemandem zusammen in die Schul und die hat immer so spät am Abend gelernt und es habe mich alles auf den letzten Drückern gemacht und war wirklich verpeilt aber hatte am Schluss eine gleich gute Note gehabt.

00:16:42: Die sehe ich wie ich und ich habe sie dann auch kennengelernt an der Geburtstag von unserer gemeinsamen Freundin und Polterabend oder Hochzeit.

00:16:51: Es gibt Fötter, wie wir zusammen im Ausgang sind.

00:16:53: Ein Tillade-Fötterleganz?

00:16:55: Genau das Tilladefötterl, wo immer ein Artikel vorkommt.

00:16:58: Die, die jetzt ganz jung sind und zuhören, sie haben keine Ahnung von was ihr

00:17:01: hält.

00:17:02: Ich weiss es ganz genau!

00:17:03: Was war das?

00:17:04: Genau,

00:17:05: diese Partifotografe von früheren an jeder Party gekommen sind und gefüttert haben fast noch kein

00:17:11: Handys gehabt.

00:17:12: Und die wurden dann auf einer Webseite geladen und dort konnten man die dann anschauen und abgeladen werden.

00:17:16: Dann können Sie sich

00:17:17: stundenlang verscrollen oder klicken.

00:17:20: Ich habe noch

00:17:24: nicht können schreiben.

00:17:27: Nein!

00:17:28: Oder die Ähnlichkeiten.

00:17:30: Du kennst sicher auch von den Kindern, wenn man Kinder bekommt und ich finde das ja auch so etwas Faszinierendster an mehreren Kindern zu haben, dass sie unglaublich unterschiedlich sein können.

00:17:43: Ja, das stimmt!

00:17:43: Und wirklich schon ganz früh oder als Baby so totale Unterschiedlichkeiten erkennt ihr euch nicht nur im Aussehen, sondern einfach in der Wesensart.

00:17:54: Dann hat Marie-Anne Gäuse an, das hat der Pflicht vor von mir.

00:18:00: Oder vielleicht sagt sie dann auch über Sprinktab in ein Gehen von den Grosseltern.

00:18:05: Also so dass Einordnen das erkennen, das machen wir ja nun stoppen und jetzt ist da plötzlich ... Es ist wie so ein Puzzle oder was zusammengeht?

00:18:16: Ja es ist wirklich so etwas... Man sucht wahrscheinlich auch die Ähnlichkeit man will es dir auch finden.

00:18:21: Ich denke manchmal schon also gewisse genetische Sachen könnten da durchaus vorhanden sein.

00:18:27: Ja, wie als Kind, die verstehen sich so wahnsinnig gut und matchen so gut.

00:18:32: Was ich das Gefühl habe, ja ... Das ist schon etwas Gemeinsames, was uns allen umgeschwirrt.

00:18:39: Und es ist etwas Schönes!

00:18:43: Gemeinsamse, was umgeschwirrt?

00:18:47: Es klingt manchmal so banal oder?

00:18:49: Ich finde, wo ich mich jetzt vorbereitet habe von unserem Gespräch Ich fand es schwierig, ein Wort für das zu finden.

00:19:01: Man hat ja auch Freundinnen oder man hatte keine Freunde.

00:19:04: Du hast eine eigene Familie, eine grosse Familie und gleich ist dann eben Halbgeschwisterte zu haben ... Ich bekam spät noch halbgeschüßerte von siebenzehn Jahren und vierzehn Jahre abstand.

00:19:20: Ich war auch lange so alleine, ich habe auf der anderen Seite noch Halbgeschösserte.

00:19:26: Und es ist ja gleich etwas anders.

00:19:30: Aber was ist das eigentlich?

00:19:32: Für mich ist es ein Gefühl von Sicherheit.

00:19:36: Weil ich denke, dass die Freundschaften auseinander können abkühlen, man kann sich zerstreiten ... Klar haben wir es gerne mit Geschwistern auf die Zerstreite.

00:19:43: Jetzt nicht so sehr Erfahrung, aber ich nehme es jetzt mal schwer an.

00:19:45: Aber irgendwie ist das ein Gefühl von der Verbindung, die bleibt irgendwie.

00:19:50: Die bleibt auch bestaubend wenn man einmal alt und brunzelig sind?

00:19:53: Ja... Das ist eine sehr schönes Gefühl gerade weil ich glaubte, dass ich eigentlich keine grossen Familien mehr ausser meine eigenen Typen habe, die ich gemeinsam mit meinem Mann habe.

00:20:04: Aber so nach aufe oder eben seitwärts, also quasi gleichalterige Familien hatte ich wie nicht.

00:20:13: Und das macht etwas.

00:20:15: Du sagst, es gibt Sicherheit oder so ein Gefühl von Verbundensein.

00:20:22: Das hat ja den Begriff Familie auch in sich.

00:20:26: Man ist miteinander verbunden.

00:20:31: Es könnte aber auch sein, dass man sich kennenlernt und nicht viel zu sagen

00:20:37: hat.

00:20:37: Ja, das habe ich auch viele Leute von Quarantin gemacht.

00:20:40: Sie haben sich bedenkt, wo du die Tests machen willst und vielleicht findest du niemandem.

00:20:44: Wie ist es enttäuscht?

00:20:45: Vielleicht findest Du Leute, die dich lieber nie kennengelernt sind.

00:20:49: Ich hatte nie Angst, dass ich Leute finde, die mich nicht kennenlernen wollte.

00:20:52: Ich war so neugierig.

00:20:53: Ich bin generell ein neugiriger Mensch aber gerade in dieser Sache bin ich so neuguirig und wollte einfach irgendjemandem finden.

00:20:59: Aber ich bin dann noch sehr positiv überrascht worden mit den Leuten, die ich gefunden habe.

00:21:03: Weil das sich auch gerade so eng und vertraut und nahe und einfach schön angefühlt hat.

00:21:08: Das ist ein wahnsinniges Glück!

00:21:12: Und ... hast du noch mehr gefunden?

00:21:17: Ja, also ich habe meine andere Halbschwester, meine Halbbrüder erst so etwas mit Verzögerung.

00:21:22: Also nicht viel Verzögern.

00:21:24: Die eine halbe Schwester war eben in diesem Check.

00:21:26: Mit dem halben Bruder habe ich auch ein paar Nachrichten ausgetauscht Und bis es dann zu einem Treffen kam, ging es ein bisschen länger.

00:21:32: Das war eigentlich noch recht frisch, das war vor zwei-drei Monaten.

00:21:35: Und die letzte Sommer kam dann nochmal eine Halbbrüder dazu, die quasi wie als neuen Match uns anzeigend wurde in den DNA-Tests.

00:21:42: Mit diesem hatten wir jetzt aber noch nicht wirklich Kontakt gehabt.

00:21:45: Da muss ich das glaube ich noch etwas sacken lassen, weil er hat auch zwei andere von meinen Halbgeschwistern gar nichts von dieser Samenspänke gewusst.

00:21:54: Er machte wie den Test aus Spass und Interesse an seine Herkunft.

00:21:59: Er fand dann auf einen Tatsch vier Halbgeschwisterte, was wahrscheinlich auch ein Schock

00:22:07: war.

00:22:07: Ja, dann verschreckst du.

00:22:09: Wenn nichts weiss

00:22:10: ... So ist es mit zwei anderen halbgeschwestern, die von mir so ging.

00:22:14: Nur eineinhalb Schwester hat von ihren Eltern gewusst, dass sie durch Samenspänze gezogen wurde.

00:22:19: Die anderen wurden alle überrascht.

00:22:21: Darum gehen wir auch davon aus, dass die nächsten Jahre noch weitere Geschwisterte auftauchen werden.

00:22:26: Das ist ein Zufall oder weil ihre Eltern ihnen Spaten erzählen.

00:22:32: Es bleibt auf jeden Fall spannend.

00:22:34: Ich könnte mir vorstellen, dass diese Familie vielleicht noch etwas mehr wächst.

00:22:37: D.h.,

00:22:37: ich müsste sich einmal wieder einladen?

00:22:39: Vielleicht gibt es dann noch neue spannende Wendungen.

00:22:42: Vielleicht finde ich ehemalige Klassenkameraden, bei denen meine Geschwistete sind und wer weiss.

00:22:46: Ich glaube, fast nichts mehr überrascht.

00:22:48: Haltest du anders

00:22:49: für möglich?

00:22:50: Ja.

00:22:51: Und so etwas erfahren ... Das verändert und das verändert einerseits Gegenwart.

00:22:57: So wie du jetzt erzählst, plötzlich sind hier die Geschwisterte.

00:23:02: Plötzlich ist hier Familie, plötzlich ist hier Verbindung, da sind Ähnlichkeiten.

00:23:08: Und es verändert auch Zukunft eben.

00:23:11: Also sagst du irgendwie, es gibt mir Sicherheit Das sind noch andere und ich höre auch etwas Neugier.

00:23:21: Was kommt denn da nach?

00:23:23: Wer finden wir vielleicht

00:23:24: noch?

00:23:25: Und es verändert aber auch Perspektive auf Vergangenheit.

00:23:30: Kannst du sagen, was hier so passiert ist oder plötzlich zu merken ... Manche meint, dass mein Vater es gar nicht ist.

00:23:41: Er ist einfach mein sozialer Vater und biologischer Vater.

00:23:45: Ich habe

00:23:46: jetzt diese zwei Wörter.

00:23:49: Es erklärt gewisse Sachen im Nachhinein, die ich mir aber nie gross Gedanken darüber gemacht habe.

00:23:55: Also nach dem Tod meiner Mutter war ich dort vierzehn.

00:23:58: Das war kein grosses Thema, das ich bei meinem Papa leben würde.

00:24:00: Damals war sie im Trenn, als ich sechs Jahre alt war.

00:24:04: Und ich habe ihn sporadisch gesehen.

00:24:07: vielleicht üblicherweise hat, dass wir jede zweite Woche bei seinem Vater haben oder mal in den Ferien eine Woche.

00:24:13: Das war nie der Fall, sondern wir hatten noch einen Mittagsausflug lang.

00:24:17: Und

00:24:18: das ist für mich immer recht okay gewesen und ich habe das auch nie hinterfragt.

00:24:24: Im Nachhinein macht es natürlich sehr viel Sinn, dass dieser Kontakt nicht so eng sei, dass die genetische Verbindung nicht da war hinterfällig Sachen wie was sind das für Gefühle, die ich ihm gegenüber hatte?

00:24:43: Ich war schon einmal enttäuscht, dass er sich nicht mehr für mich interessiert.

00:24:47: Aber ich habe es nie so nahe an mich gelassen oder groß mit mir gedreht und gewisse Ähnlichkeiten habe ich aber schon in der Suche zu ihm gefunden.

00:24:56: Wenn mein Mami und mein Gotti, seine Schwester, so viel geredet haben miteinander und wir haben zusammen ein Fotoalbum angeschaut und er ist ungeduldig geworden Ja, wir zwei verstehen uns halt und die beiden schwätzen so viel.

00:25:10: Und wir zwei möchten weitermachen, dass ich diese Verbindung spürte, wo ich im Nachhinein denke, ja das war so, aber das ist jetzt nicht genetisch bedingt so gewesen oder?

00:25:20: Das waren gar nicht so die Verbindungen hier.

00:25:22: Wir projizieren ja auch, das weiss man.

00:25:25: Oder wenn wir Wendverbindung projiziieren, machen wir in der Liebe.

00:25:30: Oder dass man Matches sucht.

00:25:32: Oder jemanden lernt.

00:25:35: Weil es eben das Gefühl der Sicherheit, das Gefühl von Nähe und des Gefühls von Verbindung.

00:25:40: Ja.

00:25:41: Mhm, mhm... Ja, halt auch die spannende Überlegung haben sich meine Eltern unter anderem auch darum gebrannt, weil das vielleicht noch schwierig war für sie oder auch für meinen sozialen Vater, dass er eigentlich gar nicht mein biologischen Vater ist.

00:25:54: Das kann man im Nachhinein wie niemand mehr beantworten.

00:25:57: Das hat die Freundin meiner Mutter auch mal so einen Raum gestellt.

00:26:00: aber sie weiss, dass wir selber auch nicht... Mein Mama hat mich nie gross darüber geredet.

00:26:04: Sie hat auch ihrer Freundin in allerletzten Moment kurz vor ihrem Tod überhaupt die Geschichte anvertraut.

00:26:11: Wahrscheinlich im Gedanke, dass sie es mir irgendwann weiter sagt und das gibt halt niemand mehr, der so Fragen beantworten kann.

00:26:18: aber...

00:26:20: Wie geht's mit dem um?

00:26:22: Ich habe wegemischt vielleicht ein gutes Mitleben, weil ich ... Mein Blick geht viel mehr in Zukunft und nicht gegenwahrt.

00:26:28: In der Vergangenheit kann ich auch nicht mehr ändern.

00:26:31: Ich habe gelernt, das zu akzeptieren.

00:26:34: Der Tod meiner Eltern ist schon so viele Jahre her, dass es für mich eine gewisse Normalität ist und nichts mehr spektakulär ist oder was mich heute noch so fest beschäftigt.

00:26:45: Klar gibt es im Alltag einen Moment, dass gerade mit selbstem Mutter ein Moment sein wird, wo man seine Eltern vermisst.

00:26:53: Wie warst du, wo ich auf die Welt gekommen bin?

00:26:56: Was könnte dir mir für Ratschläge geben oder wie könnte dir helfen auch als Grosselter mit den Kindern.

00:27:01: Aber es ist so ein bisschen wie ... Es lässt sich nicht mehr ändern und ich finde jetzt gerade diese Entdeckung macht viel mehr mit meiner Gegenwart und vielmehr mit meiner Zukunft, dass mich die offenen Fragen aus der Vergangenheit weniger unterreibt.

00:27:19: für viele Menschen sehr schwierig ist, nämlich Akzeptanz.

00:27:25: Ist das schon immer so?

00:27:27: Oder würdest du auch sagen, dass die frühen Begegnung oder mit dem Schicksal und dem Tod von der Mutter, die du ganz nahe warst, dich hier wie geschult hat?

00:27:48: Ich weiss nicht, was ich noch nie gestellt habe.

00:27:51: Aber wenn ich dich so zulassen und du sagst, ich kann es ja nicht mehr ändern, dann denke ich lieber an die Zukunft oder eben als jetzt.

00:28:02: Und das wäre etwas, wo man in der Achtsamkeit lehrt ... Oder dass man weniger Stress erfährt.

00:28:12: Ja, immer wieder.

00:28:13: Oder eben im Ahn des, was gerade ist oder und las los, was eh nicht mehr kann schendern?

00:28:18: Aber das ist ja gar nicht zu einfach!

00:28:21: Ich kann nicht mal genau sagen ob es schon immer so war oder ob ich das irgendwie gelernt habe um diese Erfahrung Kulfen zu lernen.

00:28:27: In meiner Erinnerung war es schon auch immer so.

00:28:31: Ja, ich glaube der Zeitpunkt, in dem meine Eltern gestorben sind, ist auch... ...ich bin da ein Teenager gewesen, was wir in dieser Zeit allgemein sehr ich bezogen hatte das Gefühl.

00:28:39: Es

00:28:40: ist mein Leben auch sehr schnell weitergegangen.

00:28:43: Viele sind weiter gelaufen, Freundschaften, Beziehungen und Hobbys sind so weitergelaufen.

00:28:48: Es gab einen grossen Einbruch aber auch zu Schuhen.

00:28:52: Ich habe gerade von der Säcke eine Chemie-Prüfung gemacht und bin in die Chemie gekommen.

00:28:55: Es ist immer viel Neues auf mich eingebracht, dass ich das Gefühl hatte ... Ich war zwingend, jetzt zu leben.

00:29:02: Es ging ja wie weiter.

00:29:04: Und es musste weitergehen.

00:29:07: Es gab aber immer so viele schöne Runden und Leute, die mich auch gestärkt haben in dieser Zeit.

00:29:13: Und mir standen, dass ich das gut beitragen konnte, dieses Schicksal.

00:29:21: Du haderst nicht?

00:29:24: Es gibt sicher einen Moment, an dem ich hadere... Es gab sicher auch viele Momente, gerade mit dem Selber-Mutter.

00:29:30: Als ich mir sehr festgewünscht hätte, mein Mami wäre noch da und ich könnte Sachen mit ihr besprechen oder sich etwas von dieser Last abnehmen oder sagen, ich habe mich so gefühlt.

00:29:40: Ich kann sie in Erinnerung an.

00:29:41: Sie ist sehr aufgegangen in ihrem Mutterholen.

00:29:44: Ich bin immer happy in Erinnung, wenn sie mit mir zusammen war.

00:29:47: Und ich bin nicht immer happy, wenn ich mit meinen Kindern zusammen bin.

00:29:49: Dort dachte ich schon oft, ich würde sie gerne fragen, wie das für dich war?

00:29:56: Es gibt einen Moment, in dem ich das Unfall finde.

00:29:57: Das Schicksal.

00:29:59: Der Schmerz ist nicht mehr wahnsinnig tief.

00:30:02: Ein kurzes Hadern.

00:30:05: Aber es geht wirklich immer wieder weiter.

00:30:11: Was machst du, wenn du diese Momente hast?

00:30:13: Was hilft dir dann gut?

00:30:14: Man kann

00:30:16: mich vielleicht auch in diesem Leid zuholen und einfach brüllen und schlafen gehen und am nächsten Morgen ...

00:30:22: Kannst du schon mal schlafen?

00:30:24: Ich habe immer sehr gut geschlafen.

00:30:26: Das ist mein

00:30:27: Glück, ja!

00:30:27: Ich bin immer genug müde, aber ich kann wirklich an den Licken und einschlafen, das ist schon ein grosser Vorteil.

00:30:36: Aber eben auch einmal dürfen drin saulen, dürfen traurig sein oder dürfen hadern, so die Fragen stellen wollen dann ... Und wieso?

00:30:47: Und was wäre wenn?

00:30:48: Oder all diese Fragen, die man vielleicht gerne würde stellen?

00:30:53: Ja, die kommen sicher auch ab und zu.

00:30:55: Aber ich glaube einfach über die Jahre immer selten.

00:30:58: Es ist wirklich schon so weit weg und so normal geworden.

00:31:02: Also wenn jemand das von mir erfährt, der mich noch nicht kennt hat ... Und meine Eltern sind so früh gestorben, ist es eine sehr grosse Betroffenheit.

00:31:09: Für mich fühlt sich das immer an.

00:31:09: Aber es ist so lange her, dass er mich jetzt eigentlich nicht mehr so erschüttert.

00:31:16: Und jetzt hast du ja auch durch die Geschwisterte in den Gegenwart und der Zukunft Menschen, die vielleicht auch Fragen haben.

00:31:25: Das heisst ... In diesem Minen bist du nicht mehr alleine?

00:31:29: Ja, das verbindet uns halt auf viele Fragen nach unserer Herkunft, nach unserem biologischen Vater.

00:31:35: Und es ist wirklich schön, zusammen in diesen Minens zu sein!

00:31:37: Also ich habe nichts Schlimmeres.

00:31:40: Ich habe sehr schlimm und traurig gefunden, ich hätte keine Halbgeschwisterte gefunden.

00:31:45: Es kann auch schon gehört von Kindern, die durch Samenspende entstanden sind und bis jetzt niemanden gefunden haben.

00:31:50: Das hat mich viel schwerer vorgestellt, dann ist man so alleine mit dem Schicksal und zu mir könnte das Witz vierten, zwölf teilen.

00:31:59: Ja, und sind auch in den Minen verbunden.

00:32:01: Und haben die gleichen Fragen?

00:32:02: Ich glaube das hilft wahrscheinlich auch wahnsinnig fest, dass es teilen können, also dass keine Antworten mehr bekommen von ähnlichen Fragen.

00:32:13: Auch wenn es natürlich andere oder Konstruationen sind.

00:32:15: aber die Fragen werden gleich ähnlich sein... Nehm ich auch das Verbindetextreme und tröstet irgendwie?

00:32:22: Ja,

00:32:22: das verbindet auf jeden Fall.

00:32:23: Auf eine Art gibt man sich dann selber Antworten, indem wir halt wirklich Ähnlichkeiten suchen und denken okay, dass haben wir jetzt einfach von uns empfandelt.

00:32:30: Und das kommt von dieser Familie ja...

00:32:35: Das tut ihr denn auch gut?

00:32:40: Ja.

00:32:40: Also eigentlich kann man sagen die Fragen, die in der Vergangenheit nicht mehr beantwortet werden Werdet weiter in die Zukunft reiten, aber sie werden jetzt teilen und das macht den Unterschied.

00:32:56: Ja, das ist eine schöne Gedanke.

00:32:59: Das ist ja auch etwas, was vielleicht, wenn uns jemand zulässt... Ich denke es gibt ja noch Hüfe, dass man im Nachhinein etwas erfährt, wenn vielleicht ein selteres Teil nicht mehr lebt, wo vieles verändert Dann könnte das ja jetzt auch, also gerade eine andere Ihre Geschichte vielleicht auch ein bisschen Mut machen.

00:33:19: Ja nein, wahrscheinlich finden Sie nicht gerade noch Geschwisterte und wahrscheinlich finden sie jetzt nicht gerade auch noch jemanden, der keine Tasche oder wirklich irgendwie mit dir verwandt ist aber vielleicht auch mehr über diese Fragen überhaupt zu reden dürfen weil manchmal findet man ja dann auch Menschen die ähnliche Fragen haben, die nicht beantwortet werden um es teilen zu können.

00:33:43: Ist es eigentlich noch schön, dass das möglich ist?

00:33:46: Dass man die

00:33:48: Fragen nicht so verloren sind und für ihn auch unbeantwortet bleibt.

00:33:51: Also bleiben sie vielleicht...

00:33:52: Aber sie bleiben wie offen!

00:33:53: Aber sie werden dann gemeinsam drehen.

00:33:55: Und das ist eigentlich etwas Schönes.

00:33:59: Was ich mir auch noch so Gedanken gemacht habe ... Das Thema Unfruchtbarkeit und dass man dann irgendwie sagt, jetzt machen wir es auch mal spannend.

00:34:13: Das ist ja immer noch ein sehr grosses Tabuthema, das auch mit viel Scham verbunden ist.

00:34:22: Ich habe einmal mit einem Freund von mir darüber gesprochen, der selbst nicht zügig war und dann gesagt hat, es sind schon oder so Gedanken haben wir das erfährt!

00:34:35: Ja, du bist kein rechter Mann oder so.

00:34:37: Oder man will nicht darüber reden?

00:34:40: Oder man hat dann den Schulgefühl der Frau gegenüber oder die man gerne mit ihr vielleicht ein Kind haben würde und dann greift man zu diesem Weg.

00:34:52: Und dann beschleunst wir ... Das ist eine dieser Fragen, wo ich weiter trage, dass man eben nicht offen darüber spricht.

00:35:04: Wenn jetzt Da jemand zuhörlost, der vielleicht auch so ein Geheimnis trägt und das Kind hat.

00:35:13: Was würde ich an einen älteren Teil sagen, den es bis jetzt noch nicht gesagt hat?

00:35:18: Dass das Kind von einer Samenspende ist?

00:35:20: Ich würde auf jeden Fall thematisieren.

00:35:22: Ich würde dazu raten, dass das offen zu sagen.

00:35:26: Wahrscheinlich je länger man es schon nicht gesagt hat, desto schwieriger ist es.

00:35:33: Es gibt inzwischen auch ganz viele gute Kinderbücher zu diesem Thema.

00:35:36: Und klar, je länger wir warten ... Hast

00:35:38: du gerade Kinderbühner?

00:35:41: Nein, ich wüsste jetzt gerade nicht.

00:35:42: Okay, sonst würde ich dir noch etwas in die Show notes nehmen.

00:35:44: Du sicherst den Artikel in die show notes und falls du noch etwas ins hin kommst kannst du mir ja noch schreiben.

00:35:50: Ja, das

00:35:51: mache ich.

00:35:54: Es ist sicher vielleicht zuerst ein Schock, weil es für mich auch gewesen ist, wenn man das später erfährt.

00:35:58: Aber ich kann nicht für alle reden wie ich damit umgehen.

00:36:03: Ich habe so viel Neues dazu gewonnen, dass die genetische Verbindung zu meinem sozialen Vater weniger schwer wiegt.

00:36:15: Er war trotzdem mein sozialer Vater und bleibt da auch.

00:36:19: Die erste Jahre begleitet und hat mich mit aufzogen.

00:36:22: Ohne ihn gibt es mich auch nicht, ohne den Entscheid von ihnen gemeinsam als bar, dass sie Kinder wollen ... Ich muss sich vielleicht nicht so viel Sorgen machen, dass man die Verbindung verliert, sondern wächst sogar noch.

00:36:35: Ich habe z.B.

00:36:35: auch von meinem Halbbrüder gehört, dass er zu seinem sozialen Vater fast ein Enger Verhältnis hatte.

00:36:41: aus der Dankbarkeit raus, dass Er ihn aufzogen hat, obwohl er quasi eben kein syngenetischen Vater ist.

00:36:49: Ja, ich glaube das Wissen kann einem so viel eröffnen und eben auch die zusätzliche Familie eröffnet was ja nicht die alte Familie ersetzt.

00:36:58: Aber einfach wie?

00:36:59: Ich glaube man kann nie genug Familien haben oder genug enge Verbündete haben.

00:37:06: Was du sagst ist es wäre etwas wo du wirst wirklich ermutigen.

00:37:13: um ehrlich zu sein.

00:37:18: Ich finde das auch noch spannend vom Aspekt, dass man wirklich weiss.

00:37:24: Alle Menschen haben eine ganz fine Sensorin und

00:37:27: manchmal

00:37:28: glaube ich die Kinder gerade noch am allermeisten.

00:37:32: Das heisst sie spüren auch Telefontern im Raum?

00:37:37: Und was man weiss aus der Forschung ist, dass wenn Kinder Elefanten im Raum spüren, dass sie es oft auf sich beziehend informieren, dass die einfach verunsichert sind.

00:37:50: Sie

00:37:50: spülen etwas, das in irgendeinem Ort natürlich noch kann.

00:37:55: Darum empfiehlt man ja auch, wenn ein älteren Teil krank ist oder sonst irgendetwas ist.

00:38:00: Dass die Kinder, wenn sie ganz klein sind, wirklich einbeziehen.

00:38:04: Das ist eben die Verunsicherung, die dann etwas in der Beziehung machen kann.

00:38:10: Entweder in der beziehung zu sich selbst aber auch in den Beziehungen zum Vater und Mutter.

00:38:17: Dass man ehrlich ist mit Kindern Ja.

00:38:21: Und ihnen eben auch, wie bestätigt du spürst richtig?

00:38:27: Und das benannt, wo sie vielleicht nur feinstofflich gespüren?

00:38:33: Ich glaube, er hat einfach auch ein grosses Umdenken stattgefunden, was ich auch froh darum bin und gut finde, dass es schon gefunden hat, weil damals in den Achtzigerjahren, als meine Geschwister gezückt wurden ... Hat man das noch ganz anders gesehen, hat man wirklich gefunden, es ist das Beste für sich, wenn's nie erfährt, also die Eltern teilweise Verschweigenheitserklärungen unterzeichnen müssen um an die Samenspenden zu kommen.

00:38:54: Ja, man hat ihnen gerade gesagt ja nie etwas.

00:38:56: Darum glaube ich auch, dass so viele Ältere geschwiegen haben und vielleicht heute wissen sie, dass es vielleicht gut wäre, das zu erzählen aber jetzt einfach vor so vielen Jahren schweigen.

00:39:07: Der Schritt zu wahnsinnig gross geworden ist, um das zu sagen?

00:39:10: Das ist ja auch so was!

00:39:12: Ich denke, das kennt wahrscheinlich jeder.

00:39:15: Dass man irgendwo mal etwas nicht gesagt hat.

00:39:19: Ich habe zum Beispiel ein ganzes Banal gearbeitet.

00:39:23: Ich war immer sehr gut, mir die Namen von den Kindern zu merken, so Spändchen auf dem Kindergarten und so weiter, aber nicht gut, meine Eltern zu merke.

00:39:33: Und dann habe ich es geschafft, dass ich bei einer ganz netten Mutter von einem Späntel von meinem Sohn eingeladen bin zum Kaffee und ihre Namen nicht geäußert habe.

00:39:43: Und ich habe mich nicht mehr geträumt!

00:39:45: Das Ansprechen, dass ich dann recherchieren kann.

00:39:49: Dass ich irgendwie den Elefanten im Raum, der jetzt überhaupt nicht so einen grossen Elefant im Raum ist.

00:39:54: Aber das ist ein Beispiel, wo man merkt, wenn du über so ein Thema ganz lang geschwiegen hast wie einen grossenden Elefante wert.

00:40:04: Ja und wo fangst du überhaupt an?

00:40:06: Welchen Moment suchst du für dieses Haus?

00:40:08: Das ist sicher

00:40:09: sehr schwer!

00:40:10: Und dann hast du immer das Gefühl, es sei nicht der richtige Moment.

00:40:12: Der kommt wahrscheinlich auch

00:40:13: nie.

00:40:15: Es ist wahrscheinlich auch das erste Schock, aber eine, die viel Schönes daraus entstehen

00:40:25: kann.

00:40:25: Und wenn du das so sagst, ist das auch ein Grund, warum du diese Geschichte aufgeschrieben hast?

00:40:31: Das möchtest du etwas Mut machen, die Elefanten zu benähen?

00:40:35: Ja, ein Stück weit schon.

00:40:36: Ich finde es sehr schön, wenn jemand das liest und dann seine eigene Geschichte teilen und aufarbeiten mag und vielleicht das Kind einwählen will.

00:40:47: Das Stück weit schrieb ich aber auch für mich, bis es raus musste.

00:40:50: Es war wie ein Tagebuch zu schreiben und das ist einfach so eine Geschichte

00:40:54: ...

00:40:54: Ja, die eben so surreal ist, auch für sich selbst und immer noch surreal ist... Ich glaube als Journalistin, wenn man so eine Geschicht von jemand anderem hört, findet man einfach, dass sie aufschreiben muss, dass es ihnen teilen muss.

00:41:06: Und so ging mir halt mit meiner eigenen Geschichte jetzt.

00:41:11: Und dieses Schreiben?

00:41:13: Ich kenne das auch gut und schreibe viel, was ich nie veröffentliche.

00:41:19: Es ist eine Bewältigung.

00:41:22: Das nutzt du auch so?

00:41:23: Was passiert, wenn du schreibst?

00:41:25: Man ordnet eine eigene Gefühl und kommt eine andere Klarheit über.

00:41:30: Die Gefühle blitzen einem so schnell durch den Kopf, dann ist es schon wieder weg.

00:41:34: Wenn man es aufschreibt, wird sie greifbarer und analysierbarer.

00:41:38: Und fassbarer?

00:41:39: Du kannst etwas Abstand dazu überreden.

00:41:44: Es wird auch überschaubar.

00:41:46: Es ist weniger überwältigend.

00:41:47: Das

00:41:48: kommt nicht immer wieder der gleiche Gedanke hundertmal.

00:41:50: Dann ist er fertig gedacht und festgehalten.

00:41:55: Ja, ich kann mich ein Stück weiter rauslassen.

00:41:57: Das hat mir jetzt gedacht und das ist jetzt wie Schwarz auf Weiß.

00:42:02: Und

00:42:03: das ist ja auch etwas, was ... Wenn du so aufschreibst oder wenn du so viel ... Auch deine Geschichte ist unglaublich eine Gleichzeitigkeit der Gefühle und der Gedanke.

00:42:14: Stelle ich mir vor?

00:42:19: Es fühlt sich immer noch surreal an.

00:42:21: Dann ist es irgendwie freudig, aber auch traurig spägt.

00:42:24: Es hat einfach alles drin.

00:42:27: Und dann ist das so ein grüssermüssiges Gefühl.

00:42:32: Dann schreibst du es auf und dann kannst du es ordnen!

00:42:36: Und dann wird es ein wenig bewältigbar.

00:42:39: Man kann wieso sagen, du hörst dort an und du hier an?

00:42:43: Das ist etwas, das man weiss.

00:42:44: Es hilft auch extrem gegen das Gedanke-Kreisen.

00:42:48: Alle, die nicht so gut schlafen wie Sandra ... Wenn in der Nacht eine Gedankenkreise hat, ist es einfach so gut.

00:42:56: Hast du einen Block neben dem Bett?

00:42:58: Schreib das Zeug auf!

00:43:01: Aber nein, nicht das Mail schicken.

00:43:03: Irgendwie an den Chef oder an X oder so... Das kommt dann nicht gut!

00:43:08: Also aufschreiben kannst du es so, aber nicht abschicken.

00:43:12: Ich bin sehr froh.

00:43:13: Am Morgen noch mal

00:43:14: durchgelassen.

00:43:16: Werner Schlau!

00:43:17: Aber es hilft um die Gleichzeit, dass es veröffentlich ist.

00:43:20: ja nochmal ein anderer Schritt?

00:43:24: Ja ich habe das Gefühl gehabt Ich kann die Geschichte erzählen, was meine Halbgeschwister vielleicht weniger können.

00:43:31: Weil ich habe wirklich nichts zu verlieren, wie ich es vorhin sagte.

00:43:33: Ich habe keine Familie mehr oder eine Familie der Eltern, die irgendwie durch das von den Kopf gestoßen werden oder verletzt werden könnte.

00:43:42: Darum fand ich, dass ich prädestiniert bin um das auch anzusteigen und so vielleicht eben wirklich ... Einerseits eine Freude zu machen, weil sie einfach eine spannende schöne Geschichte gelesen haben und andererseits aber auch jemandem zum Nachdenken zu bringen.

00:43:58: Sagen das jetzt Älteren, die in den Achtzigerjahrens Kindes so bekommen?

00:44:01: Oder sagen es

00:44:03: auch

00:44:04: Ältern, die sich heute einen Samenspende überlegen?

00:44:06: Und dann denken sie sich was macht man mit meinem Kind?

00:44:09: Soll ich offen damit umgehen oder nicht?

00:44:13: Ich kann alle nur mehr ermutigen, um offen damit herumzugehen, denn ich finde es ist kein Verlust für ein Kind, sondern wirklich einfach ein Gewinn!

00:44:21: Es ist ja auch nicht mehr möglich heute, dass du so anonym wirst.

00:44:27: Wie ist

00:44:27: das jetzt mit den Gesetzen?

00:44:29: In der Schweiz gibt es in dem Jahr ein Register, wo die Samenspender erfasst werden und wenn ein Kind achtzehn wird kann sie wieder das Register sehen.

00:44:39: Im Detail weiss ich es nicht.

00:44:40: Ich glaube, es kann gewisse Sachen zum Vater erfahren.

00:44:42: Es kann nicht direkt Kontakt aufnehmen.

00:44:44: Ich fahre gerade den Namen an und erfahre irgendwie wer das war ... Und im gegenseitigen Einverständnis, wenn der Vater auch einverstanden ist, dann kann man quasi miteinander in Kontakt

00:44:56: retten.

00:44:58: Okay aber noch einer Einverständnissen?

00:45:00: Ja, erst seit dem Jahr two-zig-eis und alles was vorgesehen ist... sehr anonym abgelaufen.

00:45:05: Grundsätzlich war das Gesetz damals so vorgesehen,

00:45:08: dass... Und seit wann gibt es das überhaupt?

00:45:10: Was ist das?

00:45:11: Samenspenden.

00:45:13: Ich glaube, das hat in den Spaten-Ninzen-Siebentzigerjahren angefangen.

00:45:18: Das war noch relativ ein neues Verfahren gewesen.

00:45:20: Als ich zeugt wurde, bin ich in den Neunzeigendachzig.

00:45:22: Es gab vier, wenn ich jetzt richtig im Kopf von Samensspendenzentren in der Schweiz, die das überhaupt durchgeführt haben.

00:45:31: und weiss auch jetzt, wie es im Ausland ist.

00:45:34: Ja, je nach Land unterschiedlich.

00:45:35: in Deutschland war es sogar ein bisschen später, dass unser Register gegeben hat.

00:45:41: Dort ist auch nicht mehr anonym möglich.

00:45:42: aber ich glaube, es gibt andere Länder, ich glaube Spanien, wo man zum Beispiel noch anonyme Samenspenden machen

00:45:48: kann.

00:45:49: Aber dort

00:45:49: weiss ich zu wenig im Detail.

00:45:53: Und du hast gesagt ja, es ist vielleicht einfach auch eine Geschichte, die Freude macht Und ich habe einfach so gedacht, das ist ja auch eine Geschichte, die Hoffnung gibt.

00:46:08: Weil es ist ja so eine Geschichte von ... Eben wenn ihr das jetzt übergesagt hättet also vor vier Jahren oder so, dann nachher hättest du ja ... Das denkt ja also nein!

00:46:20: Also das passiert mir nicht.

00:46:22: Ja, auf jeden Fall.

00:46:24: Das ist ja eine dieser Geschichten.

00:46:27: Das Leben ist wundertäutend und man weiss nie, was irgendwie kommt.

00:46:36: Und das Gute kann aber auch immer kommen.

00:46:40: Es kann einem wie überraschen.

00:46:42: Ich finde es noch mega neugierig aufs Leben und was nach dem nächsten Ecken echt auf einen wartet.

00:46:48: Ich glaube, ganz viele Menschen haben sich verarmt, wenn sie denken, es kann immer etwas kommen oder so.

00:46:56: Sie denken, das ist ein Worstcase, eine Schicksalsschläge und ich finde, ich möchte auch in dieses Format hier einladen, weil ich es einen Hoffnungsgeschicht finden will, dass eben

00:47:08: auch

00:47:09: etwas kommt, was vieles verändert aber eigentlich sehr schön ist.

00:47:16: Das Gute findet auch immer statt.

00:47:19: Es geht immer wieder in ein Fensterhauf und die Türen.

00:47:23: Und gerade auch, wenn du einen Schicksalsschlag erlebst, der den Tod der Eltern von einem Boden unter den Füßen wegrießt, dann kann irgendwann aus dem Ganzen etwas entstehen, das vielleicht auch wie ich es persönlich

00:47:43: habe.

00:47:47: Das hat mich so berührt, dass es mir die Tränen hat.

00:47:50: Ich erlebe das auch immer wieder so im Leben.

00:47:54: Dass es utterig sein kann und ganz schwierig und schwer ist ... Dass ich das nicht glauben würde, wenn es mir vorher jemand gesagt hätte.

00:48:07: Es ist so unvorstellbar.

00:48:08: Wenn man so traurig ist, sieht man manchmal den Silberstreifen am Horizont.

00:48:13: Man versinkt diese Traurigkeit.

00:48:15: Aber die Geschichte zeigt, dass es sich lohnt, festzuleben und weiterzuschauen, was noch passiert.

00:48:23: Es kann immer wieder etwas ungut in der Zukunft liegen.

00:48:27: Was man jetzt noch nie ahnen kann und sich auch gar nicht vorstellen

00:48:30: kann.

00:48:31: Ja, und das finde ich so eine schöne Botschaft.

00:48:35: Es kann immer irgendetwas passieren, was vieles verändert aber eben auch im Guten.

00:48:42: So stellt man sich nicht mehr schlecht davon, was einfach passiert.

00:48:44: Und das Gute kann immer auch kommen!

00:48:48: Wir sind ja auch schnell im Worst Case-Szenario, also denken.

00:48:52: Und das ist ja auch noch gut, dass sicher uns das überleben hat und es von der Evolution noch schlau gemacht oder?

00:48:59: Dass wir schnell ... Ich mache die Übung an Workshops, wenn es um Stressprävention geht und um die richtige Veraufmerksamkeit, Lenken wie und woan du denkst, dass man so mal in einem Raum auf die Die eine Seite steht und sagt, wenn wir hier rauslaufen, dass es schlimmster passieren kann.

00:49:20: Und dann sagt jemand auschnell, da kommt mich unter das Tram, es ist tot!

00:49:24: Dann sagt er, wenn man wieder rum wäre oder so einen Skal, sind wir am Einten angelangt.

00:49:31: Was könnte denn schönes passieren?

00:49:33: Wenn wir hier rauflaufen?

00:49:35: Und dann kommen die Leute wie ... Ja, mein Mann hat etwas feines gekocht Oder ich habe etwas Gutes mitgenommen an dem Workshop, so Sachen.

00:49:47: Genau.

00:49:47: und dann

00:49:48: fragt man sich ja, geht es noch schön?

00:49:50: Und dann geht es nachher ein bisschen schöner und könnte nochmal etwas Besseres passieren.

00:49:55: Und dann sagt vielleicht sonst bei jemanden Ja ich laufe da raus und ich erfahre Ich kann im Lotto gehen.

00:50:01: oder jemand sagt, ich lauf da raus.

00:50:03: Und ich laue für die Frau von meinem Leben hinein und ich bin so verliebt.

00:50:08: Und dann sagt ganz schnell irgendetwas von der Gruppe, das ist aber jetzt sehr unwahrscheinlich.

00:50:13: Eigentlich ist es gleich unwahrscheinlich wie das man jetzt gar

00:50:17: nicht überfallen kann.

00:50:18: Genau!

00:50:19: Das zeigt also die Diskrepanz, was wir haben... Ich finde es hilft so wenn wir bewältigen oder vielleicht auch schwierige, eben wie du vorhin gesagt hast irgendwie Wenn man immer wieder bewusst ist, hat er es gut und kommt auch.

00:50:38: Mein Vater starb mir am Tag, an dem er gestorben ist.

00:50:41: Ich wusste nicht, dass er dort gestirbt wurde.

00:50:44: Aber ich war traurig, weil er sehr schwach war.

00:50:47: Ich stand in seinem Bett und rühre mich über ihn.

00:50:50: Dann hat er mich angeschaut und gesagt, auf dich wars noch viel Gutes!

00:50:59: Und in diesem Moment habe ich das irgendwie null Trösten gefunden.

00:51:03: Ich fand es immer einfach so, dass es jetzt gerade ultraurig ist.

00:51:07: Aber im Nachhinein ist es genau das.

00:51:10: Das hat eine

00:51:11: schöne Erinnerung, die dann so bleibt?

00:51:12: Ja

00:51:13: und er hatte auch recht.

00:51:14: Und das ist die Geschichte damit, dass jetzt hier diese Schösteren sind... Und du hast mir erzählt, du bist sogar in Pferien.

00:51:27: Ja

00:51:27: mit meiner eineinhalb Schwester bin ich im Frühling in die Ferien ein Wochen mit uns ... also jeweils zwei Kindern, zwei von mir.

00:51:34: Das war auch sehr eine schöne und spannende Erfahrung.

00:51:37: Man muss sich einfach noch einmal auf einer anderen Ebene kennenlernen und Kinder lernen zu können.

00:51:42: Ich finde das wahnsinnig!

00:51:44: Weil ich finde es gerade in die Fährien geht... Also das ist ja etwas, was viele Menschen, die man gerne hat, wirklich nicht unbedingt in der Ferie mitnehmen will.

00:51:54: Ja, da sind wir vielleicht wirklich am anderen Punkt.

00:51:57: Einerseits waren es noch so neugierig aufeinander und wollten uns noch mehr kennenlernen.

00:52:02: Ich glaube, ich war zumindest sehr zuversichtlich, dass das sicher gut zusammenpasst.

00:52:07: Wir hatten unsere eigenen Wohnungen gerade gegenüber in den gleichen Ferienhäuschen und konnten auch alles zurückziehen, wenn man will.

00:52:15: Aber im Endeffekt haben wir dann eigentlich immer zusammen gegessen ... Und wenn Kinder im Bett sind, dann noch zu einem Mitternacht-Squetsley-Date verabredet.

00:52:24: Nein!

00:52:25: Das war wirklich eine sehr schöne

00:52:31: Zeit.

00:52:31: Wenn ich das so zulassen würde... Ich könnte gerade wieder anfangen.

00:52:35: Wieso ein kitschiger schöner Film?

00:52:38: Dann soll mich

00:52:39: in

00:52:39: der Hand abholen.

00:52:42: Es ist einfach eine wahnsinnige, schöne Geschichte und es freut mich so fest.

00:52:48: dass das ihr euch jetzt

00:52:50: habt.

00:52:51: Es geht mir genau gleich und es ist auch wahnsinnig schön, einfach.

00:52:54: Und ja, nicht mehr.

00:52:55: das jemand gesagt.

00:52:56: vor fünf Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten?

00:53:02: Nicht mehr alleine.

00:53:07: Sandra, jetzt habe ich einen Kot im Hals.

00:53:09: Ich muss gerade husten... Ich merke gerade irgendwie etwas Schönes kann man gar nicht mehr sagen.

00:53:20: Wieso ist die Präsentier nach dem Mikrofon verbrüllt?

00:53:24: Das darf zwar auch mal sein.

00:53:27: Ich frage alle meine Gäste nach ihrem vielleicht so kleinen Alltagsplaster.

00:53:36: Jetzt hast du vorhin gesagt, du findest mir immer so streng mit den Kindern.

00:53:40: Es ist Sommerferienzeit!

00:53:44: Was tust er gut, wenn es einfach alles auf die Nerven geht?

00:53:48: und was hilft?

00:53:50: Ich glaube, dass das jetzt eine wahnsinnig Nachahmenswerte Strategie ist.

00:53:53: Mir hilft Schocki!

00:53:54: Ich finde das voll okay...

00:53:56: Und sonst einfach den Gedanken oder so ein bisschen das Wissen inzwischen, dass es ganz viel ähnlicher wird?

00:54:00: Darf ich

00:54:00: fragen?

00:54:01: Hast du einen Favoriten-Schocki?

00:54:03: Also weisst du, bist du einer der Menschen, die einfach Hauptsache Schocken?

00:54:07: Oder bist du eine von denen, die so genau in Schockien muss sein?

00:54:12: Ja, schon ganz genau.

00:54:13: Es gibt zwei, die ähnlich sind wie meine beiden Favoriten, aber es ist nicht einfach irgendwelche Schocke.

00:54:19: Ganz spezifische Schokolade.

00:54:20: Kannst du beschreiben?

00:54:23: Ja, es ist einfach so eine Milchschokolade mit einer prallinehmäßigen Füllung.

00:54:28: Aber ganz günstig

00:54:30: und

00:54:31: so weiche Fülle.

00:54:33: Und

00:54:34: du hast sie im Kühlschrank

00:54:35: oder in einem normalen Keller?

00:54:37: Ich habe sie im Keller, damit

00:54:38: sie nicht so nahe ist.

00:54:39: Beziehungsweise, wenn ich jedes Mal aufhänge, kann ich noch etwas

00:54:44: Schokolades haben!

00:54:45: Also es haltet dich nicht ab, oder?

00:54:47: Nein.

00:54:47: Es haltet mich auch nicht ab.

00:54:47: Ich kann sie ursprünglich dort arbeiten, dass sie nicht so schnell schmilzt und das Kind sie nicht findet um ihr zu essen.

00:54:52: Ja, das ist klar!

00:54:53: Meine

00:54:53: Kinder haben nicht so gerne Schokolade.

00:54:55: Das hat sich nicht vererbt.

00:54:56: Okay...

00:54:57: Ich

00:54:57: glaube meine Halbschwester, also die Freundin weiss ich ... Die

00:54:59: hat er gern und auch ähnliche.

00:55:02: Hast du das mal gefragt schon?

00:55:04: Bin ich jetzt nicht sicher.

00:55:05: Siehst du, kannst du das noch mal machen?

00:55:07: Nein.

00:55:07: Das kann ich nach Hause finden.

00:55:08: Sandra, danke vielmals!

00:55:11: Es war mir wirklich eine grosse Freude.

00:55:14: Danke.

00:55:15: Danke vielmals und Tschüss miteinander.

00:55:18: Tschüss zusammen.

00:55:21: Der Podcast ist unabhängig und werbenfrei und ein totals Herzensprojekt.

00:55:27: Und darum freut es mich besonders wenn ihr durch Abonnieren, Herzeln und Teilen.

00:55:34: Denn dann kann er weiterwachsen.

00:55:37: Und wenn du mich noch mehr unterstützen möchtest, dann kannst du mir gerne auf www.BeymeerCoffee.com und Kaffeespendieren.

00:55:45: Danke vielmals!

00:55:47: Den Link findest du in der Shownode.

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