Ein Kind im Autismusspektrum - gemeinsam weniger allein
Shownotes
Nach der ersten Podcastfolge mit Lea über ihren Sohn Louis, Schulabsentismus und die Grenzen unseres Schulsystems haben mich viele berührende Rückmeldungen erreicht. Es wurde einmal mehr deutlich, wie viele Familien ähnliche Erfahrungen machen und wie wenig sichtbar ihre Lebensrealität oft ist.
Deshalb haben Lea und ich uns erneut zusammengesetzt.
Wir sind beide Mütter von Söhnen im Autismus-Spektrum. Unsere Kinder haben sehr unterschiedliche Voraussetzungen und Bedürfnisse. Und trotzdem gibt es so vieles, das wir teilen und das uns verbindet.
Wir sprechen darüber, wie einsam das Leben als Mutter eines autistischen Kindes manchmal sein kann. Darüber, dass spontane Unternehmungen, Ferien, Freizeitaktivitäten oder ganz gewöhnliche soziale Begegnungen nicht immer selbstverständlich möglich sind. Über Meltdowns, Ängste, Überforderung und die vielen Situationen, in denen wir als Mütter selbst an unsere Grenzen gekommen sind.
Wir sprechen aber auch darüber, was uns geholfen hat. Was wir mit den Jahren gelernt haben. Und warum selbst gut ausgebildete Fachpersonen nicht immer Antworten auf die Fragen haben, die uns beschäftigen.
Und wir geben wir einen Einblick in unsere Freundschaft. Wie wir uns kennengelernt haben, warum unsere Kinder uns verbinden und weshalb es bis heute so wertvoll ist, jemanden zu haben, mit dem man offen sprechen kann. Ohne sich rechtfertigen zu müssen. Ohne alles erklären zu müssen. Und manchmal auch einfach gemeinsam lachen zu können über Dinge, die andere vielleicht gar nicht verstehen.
Mit dieser Folge möchten wir Mut machen, sich anderen anzuvertrauen, Hilfe anzunehmen und sich gegenseitig auch mit den schwierigen Gefühlen und Erfahrungen zuzumuten.
Denn niemand sollte mit all dem alleine bleiben müssen. Wir haben längst nicht über alles gesprochen. Vielleicht setzen wir unser Gespräch irgendwann fort. Und wir freuen uns sehr über eure Gedanken, Rückmeldungen und eigenen Erfahrungen. Vielleicht hilft das eine oder andere, das wir auf unserem Weg gelernt haben, jemandem, der gerade mittendrin steckt.
Ein Gedanke, den wir euch mitgeben möchten: Wir müssen nicht immer stark sein, nicht immer eine Antwort haben und schon gar nicht alles alleine schaffen. Manchmal liegt ganz viel Kraft darin, zu sagen: «Bei uns ist es auch so.»
💜 Danke, dass du dir Zeit genommen hast, diese Folge anzuhören.
Pflaster fürs Herz ist ein werbefreies Herzensprojekt. Ich wünsche mir, dass dieser Podcast ein Ort ist, der stärkt, entlastet, Trost spendet und dich daran erinnert, dass du mit dem, was dich beschäftigt, nicht allein bist.
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Hinweis: Zum Schutz der Privatsphäre wurden die Namen von Lea und Louis geändert.
Transkript anzeigen
00:00:01: Der Podcast mache ich irgendwie in meiner Freizeit, wenn ich Zeit und Lust habe.
00:00:08: Ich hatte auch Lust mit Lea zu reden.
00:00:11: Lea hat ein sehr volles Leben.
00:00:14: Wir konnten am Samstag ansitzen und das Gespräch aufnehmen, was wir darüber sprechen.
00:00:20: Hey!
00:00:21: Was hat denn dir geholfen im Alltag, wo wir Gedanken teilen zum grossen Kindimatismus-Spektrum?
00:00:28: Etwas, was Lea und mich verbindet.
00:00:30: Und nachher habe ich das Gespräch gelassen mit Schrecken festgestellt, dass die Aufnahme nicht wie sonst mit zwei Tonspuren ging, sondern nur mit einer.
00:00:40: D.h.,
00:00:40: ihr hört Lea etwas näher und mich weiter weg aber versteht es gut und es ist überhaupt
00:00:46: nicht perfekt.
00:00:47: Aber das muss den Podcast auch nicht!
00:00:52: Eins ist klar, wir alle struggleen.
00:00:55: Und manchmal tut es Leben auch weh.
00:00:58: Plastofisherz ist ein Podcast, das ich in dem allen begleitet.
00:01:03: Mit Gedanken und Pülsen und Gesprächen direkt aus meiner Coachingpraxis, die dich stärken und entlastet.
00:01:12: Ich bin Zara Satir und freue mich, wenn du immer wieder reinlassen kannst.
00:01:16: Wenn du etwas brauchst, was dir Lichtigkeit schenkt und dein Herz wärmt.
00:01:23: Das ist so schön.
00:01:25: Die Nachrichten, die ich von euch bekommen habe für meine Podcastfolge.
00:01:30: Es ist ein Herzensprojekt.
00:01:32: und dann zu merken, dass es auch etwas bei euch auslöstet.
00:01:36: Das ist unglaublich schön!
00:01:39: Ein Gespräch, in dem ich ganz viele Reaktionen bekam, war das mit Lea, den wir über ihren Weg geredet haben mit ihrem Sohn Louis, der im Autismus-Spektrum ist.
00:01:51: Und in diesem Gespräch hatte es Raum für das Thema, ja was macht denn das?
00:01:58: Wenn ich ein Kind habe, welches zwar intelligent ist aber die Schule zu viel ist.
00:02:04: Was passiert wenn der Schuldruck sogar psychische Schwierigkeiten auslöst?
00:02:12: und dieses Gespräch ... Ich habe so viele Nachrichten bekommen.
00:02:18: Darum haben wir weit gedacht.
00:02:20: Lea und ich reden nochmals.
00:02:23: Vielleicht reden wir einmal wieder, weil ich glaube das Gespräch das Erste hat viele von euch hier gut.
00:02:32: Wir haben auch gemerkt, dass Lea es gut tut, etwas davon sichtbar zu machen.
00:02:39: Darum sitzt sie mir noch mal wie Lea, die eigentlich nicht Lea hat heisst.
00:02:44: Und vielleicht müssen wir auch dieses Mal wieder schneiden, wenn wir uns verplappern.
00:02:50: Hoi, Sarah.
00:02:51: Ich bin wirklich
00:02:52: schnell hier.
00:02:54: Wir haben gedacht ... Es wird auch ein offenes Gespräch bleiben, aber man will darüber reden.
00:03:01: Im Flasch auf das Herz geht es ja auch ganz fest um Bewältigung und wo wir nach dem letzten Gespräch mal telefoniert haben, haben wir beide so gesagt.
00:03:13: Also gerade diese Gespräche zwischen uns!
00:03:17: Was wir alles schon besprochen haben in den letzten Jahren und die Freundschaft, das ist etwas, was so hilft.
00:03:25: Also zu wissen, man ist nicht alleine.
00:03:28: Und das ist auch das, was viele von euch zurückgemeldet haben, dass ihr geschrieben habt, wie wir es so gut tun wollen, wenn ich mich auch ausduschen könnte.
00:03:41: Es gab auch Mütter, die gefragt haben, ob ich die Adresse und Kontakt habe von dir.
00:03:48: Jetzt brauchst du ein extrem volles Leben und kannst dich mit allen ausduschen.
00:03:53: Wir dachten aber, dass wir über das reden wollen.
00:03:58: Ich glaube unsere Geschichte, was wir uns gefunden haben, ist auch eine Geschichte, in der wir Mut machen
00:04:02: können.
00:04:03: Wir leben beide im Winter hier.
00:04:06: Und Lea ist ... Es war so ein Taschenflirt.
00:04:11: Ich bin jemand, der ungern Kompliment machte.
00:04:15: Das heisst wenn ich einen Mensch sehe und mir gefällt etwas und es kann bei Bidaleas eine Tasche sein, aber das habe ich letztes Jahr in einer gesagt, das sind tolle Schuhe, die du anhast wie ich finde.
00:04:30: So Bemerkungen machen durch den Tag etwas schönerer.
00:04:34: Weisst du, was er sagt?
00:04:36: Du siehst gut, also irgendwie ein schönes Strahl.
00:04:38: Und wir hatten die ganze alte Frau, in der ich so eine Papageier-Ohrring angehörte im Reformhaus und sie sagte ... Ihre Ohrring!
00:04:46: Also ihre Ohring!
00:04:48: Das stellt mich dann auf.
00:04:50: Und es hat mich so schön gefühlt.
00:04:51: Ich habe es ja auch gerade aufgestellt und das macht doch etwas.
00:04:55: Und das war unsere erste Begegnung wie.
00:04:57: du hast eine Tasche, die mir gut gefallen hat.
00:04:59: Und ich habe dich angesprochen, wie ich gerade auf die Taschen suche.
00:05:03: Und er sagte, ich darf dich fragen?
00:05:05: Du hast die Tasche nicht gekannt.
00:05:08: Du hast mich angestrahlt und gesagt, von denen mache
00:05:11: ich.
00:05:11: Das ist wahnsinnig blöd!
00:05:13: Ja,
00:05:13: das ist schon wahnsinnigt
00:05:14: blöd.
00:05:18: Es war ein halbes Jahr später, haben wir uns wieder bei den Zufall gesehen.
00:05:23: Winter ist nicht so gross und dann hatte ich die Tasche von dir gefallen.
00:05:27: Dann hat er gesagt hey aber diese Taschen finde ich auch gut!
00:05:30: Und dann haben wir beide uns wieder angelacht weil das war auch eine Tasche und dort war noch nichts auf dem Merk, dass es erst schon cool war... wo ich einen Prototyp hatte.
00:05:42: Und es wurde ein Ding, das über zwei Jahre immer wieder
00:05:47: so
00:05:48: gestreift.
00:05:48: Wir
00:05:49: haben uns immer wieder gesehen und könnten auch nicht mehr genau sagen.
00:05:53: Wir feiern uns immer ab für unsere Taschen.
00:05:58: Ich habe dich dann auch immer sympathisch gefühlt.
00:06:03: Und dann haben wir uns in einem ganz anderen Kontext plötzlich gesehen.
00:06:06: Ich war in der Autismus-Beratung, am Kantonspital Wintertau, wo ich eine Zeit lang meine Beratung im Umgang mit meinem Sohn geholt habe und auch vom Autismusspektrum betroffen ist.
00:06:21: Dann lauf ich dort aus und lauf eigentlich in dich rein?
00:06:23: Ja genau!
00:06:25: Wir haben uns wirklich gefreut
00:06:26: gerade.
00:06:27: Und ich konnte es in der ersten Wiegale eingehen.
00:06:28: Ich habe mich so abgespeichert, dass ich dich irgendwo in den Stock sehe und mit diesen Taschen... ...dass ich so wie ein Publikus war.
00:06:35: Und nachher habe ich von dir eine Mail bekommen.
00:06:39: Und zwar habe ich damals – das ist schon lange her – Aber ich erzähle das hier gerne auch.
00:06:45: Wie vielleicht inspiriert das auch jemand?
00:06:47: Ich habe einen solchen Treffen organisiert, damals über Facebook, wo ich gesagt habe – also wo ich die Idee hatte für einmal eine Mehrheit bilden, nicht alleine sein mit einem Kind und einer Behinderung.
00:07:00: Damals wusste ich noch nicht, dass mein Sohn eine chronische Erkrankung hat.
00:07:03: Ich wusste auch noch nicht wie schwer er vom Autismus spektrum betroffen ist und gar nicht gern Leute begegnet.
00:07:10: Aber ich hatte das Bedürfnis, weil ich mich so alleine gefühlt habe.
00:07:14: Gerade auf Spielplätze oder ... Ja, einfach in meinem Freundinkreis, wo alle Kinder ohne irgendetwas haben und ich war die Einzige.
00:07:26: Dann habe ich angefangen zu organisieren, dass ich gesagt habe, wir sind dann und dann im Zürich-Zoo oder im Naturmuseum oder im GZ-Webkrieg.
00:07:36: Ich habe dort noch das Züri-Gund am Anfang.
00:07:39: Das hat total resoniert.
00:07:41: Es kamen dann wirklich verschiedenste Mütter, Väter und ganze Familie.
00:07:46: Auch Eltern kamen mit Kindern ohne eine Behinderung.
00:07:51: Es war auch offen.
00:07:52: Und das Gefühl, was es ausgelöst hatte von ... Hey!
00:07:57: Einmal, mich nicht alleine zu sein, gab so Resonanz einen Artikel darüber über ihre Eltern.
00:08:04: Ich glaube, der hast du gelesen?
00:08:06: Es war ein Artikel, genau.
00:08:08: Und dann sah ich deinen Namen und so bin ich zu dir ...
00:08:12: Du hattest Fotos von mir?
00:08:13: Ja, genau!
00:08:14: Ich habe das Viertel gesehen.
00:08:15: Es war fast gleichzeitig, glaube ich.
00:08:18: Und nachher habe ich dir ...
00:08:20: Ein
00:08:21: Mehl geschrieben?
00:08:21: Ja.
00:08:23: Das ist so etwas... Ich hatte das Mehl und sagte, okay, ich habe dich ... Dann hast du gerade geschrieben, dass du ... Du hast gerade die früchte Diagnose gehabt.
00:08:31: Ja oder wir waren noch dran an dieser Diagnosis.
00:08:37: Und es hat dann so einfach so, weil ich dich ja schon sympathisch gefunden habe.
00:08:41: Ich habe mich auch mit diesem Thema einsam gefühlt und dann habe ich dich halt direkt auf das angesprochen.
00:08:46: Hätte
00:08:47: ich das mal gebraucht?
00:08:49: Das Mehl zu machen?
00:08:51: Gute Frage!
00:08:52: Irgendwie aber irgendwie jetzt nicht außerordentlich glaube...
00:08:58: Ich finde das noch etwas spannend, weisst du man hat ja mega viele davon wie sich ... Paar keine Lehre, nicht
00:09:04: für
00:09:04: romantische Beziehungen.
00:09:06: Und gerade wenn man ja älter ist oder jetzt Mutter oder auch sonst im Leben gibt es ja manchmal eine Lebensphase wo man wie merkt eigentlich hat man gerne mehr Kontakt mit einer Freundin also Freundin schafft und in unserem Fall haben wir beide ... Also das Thema, okay, unsere Kinder entwickeln sich anders.
00:09:28: Und dann so dieses einsame Gefühl ...
00:09:30: Ja?
00:09:30: Weil man das Gefühl hat, alle anderen haben irgendwie Kind ohne irgendetwas.
00:09:37: Dann ist es ja gar nicht so einfach.
00:09:38: oder dass jetzt auch viele Nachrichten, die wir auf das erste Gespräch bekommen haben, waren, ich fühle mich alleine mit dem.
00:09:47: Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
00:09:51: Was macht man dann?
00:09:52: Oder was macht man denn, um Kontakt zu finden.
00:09:54: Und jetzt habe ich wie erzählt... Ich habe die Idee aus dem Internet und die Treffen organisiert.
00:10:00: Du hast mir das Mail geschrieben.
00:10:01: Ja!
00:10:02: Dann haben wir ein Date gehabt im Kribitz.
00:10:04: Ein Date genau.
00:10:04: Da bin ich
00:10:05: etwas nervös, weil
00:10:06: ich
00:10:06: wirklich einfach
00:10:07: nicht kenne.
00:10:07: Ja, ich auch.
00:10:08: Das weiss sie ja noch.
00:10:09: Und ich
00:10:09: finde das eben auch noch schön hier in diesem Podcast wie ein Soßeigen, weil ich glaube auch wenn ihr jetzt überhaupt nichts mit der Autismus-Spektrum am Hut habt und auch wenn Ihr irgendwie ganz andere Themen im Leben habt ... Ich glaube das Gefühl von sich alleine fühlen, das hat man immer mal wieder.
00:10:27: Ja, das haben sicher viele.
00:10:30: ja!
00:10:32: Wieso darf man jemanden einfach ein E-Mail schreiben und sagen, hast du Lust mich zu treffen?
00:10:39: Ich bin zum Punkt
00:10:39: der Ruhe.
00:10:40: Ja ich glaube weil mir so den gleichen Nenner hatte oder ich habe es ja zu dem Zeitpunkt nicht gewusst was genau alles ist.
00:10:49: das hat mir sicher geholfen weil ich dann etwas hatte um dich
00:10:54: ansprechen
00:10:55: auf dem Thema.
00:10:57: Wir haben uns getroffen, es hat gemätscht.
00:10:59: Das ist ja auch nicht immer.
00:11:02: Manchmal hat man zwar ein Thema ... Ich weiss nicht, wie viel das Kind überkommt und du bist in einer P-Kippgruppe oder so.
00:11:08: Dann merkst
00:11:09: du gut, außer dass wir kleine Babys haben.
00:11:12: Jetzt sind wir auf der Nachhinein mit solchen Schulältern gegangen.
00:11:19: Aber irgendwie hatten wir Glück.
00:11:21: Weil ich bin vorher, also viel früher glaube ich noch mal drei Jahre verpasst.
00:11:25: Ich habe mir selbst Hilfegruppen angemeldet auch so als Versuch und dort bin ich es.
00:11:31: Also ich finde es wichtig, dass man manchmal recht viele versuche, dass wir dann, genauso wie im Dating-Leben wenn es nicht darum geht, irgendwie romantische Beziehungen
00:11:43: zu finden,
00:11:44: sich immer wieder getraut auf Leute zuzugehen?
00:11:48: Ja, dass er das gegenüber sympathisch ist.
00:11:51: Nicht nur das Gleichthema genau.
00:11:53: Also
00:11:54: ja, wieso ist es auch nicht die gleichen Werte und den gleichen Umgang für dich?
00:11:59: Nein.
00:11:59: Oder findest du dich nicht?
00:12:01: Ja
00:12:01: Und wir haben uns gefunden und dann glaube ich haben wir etwas angefangen, wo wenn man jetzt so ein bisschen Denksprache eben auch will darüber reden, was hilft denn?
00:12:13: Was hilft, wenn man merkt okay mein Kind ist anders, mein Kind hat diesen Spektrum.
00:12:22: Ich finde auch noch wichtig, kurz darauf hinzugehen.
00:12:24: wieso macht das Thema so einsam.
00:12:29: ganz viele Menschen, die im Artismus-Spektrum sind.
00:12:33: und gerade jetzt haben wir beide erlebt mit uns den Kindern, obwohl sie ja so unterschiedlich im Spektrum sind.
00:12:38: Also meine Sohn ist ganz, ganz schwer eingeschränkt, ist kognitiv auf einem Stand von einer kleinen Kind Und dein Sohn oder ist sehr intelligent?
00:12:48: Das ist eine riesen Spanbreite vom Spektum.
00:12:52: und gleich das Thema dass man zum Beispiel plötzlich gemerkt hat Unsere Kinder haben nicht gerne einen Besuch
00:12:59: einkommen.
00:13:00: Ja, es hat sehr viel ... Ähm ... Gleiches?
00:13:06: Ja!
00:13:06: Wir sind ja beide Frauen, die ungern zum Beispiel Besuch hätten und würden einladen.
00:13:12: Genau, ja.
00:13:14: Oder wir haben gemerkt, dass wir nicht einfach mit unseren Kindern in Familien treffen
00:13:18: können.
00:13:19: Nein oder Ausflüge.
00:13:22: Ja... Man magst du
00:13:25: kurz ... Was ist passiert?
00:13:26: Man sagt, wir machen einen Ausflug mit ihnen und ihnen ab.
00:13:29: Weisst du, wann er noch klein war?
00:13:32: Er hatte einen guten Tag.
00:13:36: Und dann ging das vielleicht.
00:13:38: Aber je nachdem war es sonst schon viel.
00:13:42: Dann kamen wir nicht zum Haus, weil die Hose nicht gestorben haben, die Schuhe nicht gestorsen haben ... Wir mussten stressen, weil wir schon knapp dran waren.
00:13:58: Oder irgendwas?
00:13:59: Ich kann gar nicht genau sagen, was es ist.
00:14:01: Dann ist man zum Beispiel vor dem Haus und dann kommt noch etwas zwischen den Sitzplatten im Auto ... Ich heisse das auch nicht.
00:14:10: Regenwetter oder man geht nicht wie geplant.
00:14:14: Und dann kommen wir schon gar nichts weg.
00:14:17: Genau!
00:14:17: Dort ist ja die Verweigerung übergegangen.
00:14:22: Das letzte Mal haben wir im letzten Gespräch wegen der Schule
00:14:25: geredet.
00:14:25: Aber ich finde
00:14:26: sie noch wichtig, dass es auch Sozialleben sich betrifft.
00:14:30: Es
00:14:30: betriffe das Sozialleben fest?
00:14:32: Ja!
00:14:33: Und dann geht nichts mehr?
00:14:35: Nein, dann geht nix mehr.
00:14:36: und gegen Aussen wirkt das nicht so.
00:14:38: Ich glaube, man kann es nie mehr nachvollziehen, was es nicht erlebt wird.
00:14:41: Denn gegen aussen wirkte es vielleicht ... wie ein Kind oder so wurde zurückgemeldet.
00:14:47: Auch von Fachleuten wie ein Kinder, die halt einfach... seine Meinung will durchbringen, sind Kopf.
00:14:55: So gerne Macht haben?
00:14:56: Es wird die Macht haben und ich muss auch zugehen.
00:14:59: Aber als Eltern geht man ja manchmal drin und findet es nicht so blöd.
00:15:03: Aber es ist nicht so.
00:15:06: Und das führt bei ganz vielen Familien dazu.
00:15:10: Auch viele Familien, die ich in der Praxis begleiten oder gerade ich begleite mehr Mütteren ... Praxis steht noch viel Väter auf.
00:15:20: dass dann einfach immer mehr nicht mehr abgemacht wird, auf Ausflüge verzichtet.
00:15:27: Soziales Leben eingeschränkt wird.
00:15:30: Bei mir war es auch so, dass mein Sohn die Zeit hatte, an der ich keine Besuche haben konnte.
00:15:38: Und nicht einmal meine Mutter oder meine Schwestere sehr, sehr nahe sind.
00:15:43: Hat er bzw.
00:15:45: wenn ich sie in die Wohnung lassen kann ...
00:15:48: Ich
00:15:49: hatte komplett den Meltdown.
00:15:51: Und massivste Beschimpfungen, also wirklich Ausbrüche ... Das kann man sich nicht vorstellen.
00:15:58: Nein!
00:15:58: Und das bedeutet dann, dass man plötzlich sagt, nein, lieber nicht?
00:16:03: Ja... Man kann mit diesen verschiedenen Umgaben gehen ja.
00:16:07: Genau.
00:16:08: Entweder sind mein Mann oder ich mit dem anderen Kind fuhrt und jemand ist zu Hause geblieben.
00:16:15: Man teilt sich auf.
00:16:16: Oder Wenn es um Besuch die Heimat geht, du schaust immer abwägen.
00:16:23: Mögen wir jetzt das tragen?
00:16:26: Lohnt sich jetzt den Kampf oder nicht?
00:16:29: Weil man will ja sein eigenes Kind ein wenig schützen.
00:16:33: Man weiss es macht's nicht extra.
00:16:37: Ja und irgendwann machst Du einfach halt nichts ab die Heim.
00:16:42: Und ... Das ist jetzt so einen kleinen Einblick.
00:16:44: Oder wieso dass... Abgesehen von der Betroffenheit, der Sorgen, die man hat und was es bei einem auslöst.
00:16:53: Die Diagnose oder das Kind ist auf dem Artismus-Spektrum wirklich auch noch realeinser macht.
00:17:01: Denn das Artismus Spektrum ist unsichtbar.
00:17:03: Das heisst, dass viele nicht so Verständnis haben.
00:17:07: Und manchmal, ich habe es mega schön gefühlt, wie du es vorhin beschrieben hast ... Manchmal fällt einem selbst aus Verständnis und man denkt, wieso geht es jetzt nicht?
00:17:16: Und das löst so ein Gefühl von Einsamkeit
00:17:19: aus.
00:17:20: Dass es dann noch wichtiger wird, dass wir Menschen haben, die sich austauschen
00:17:25: können, die
00:17:26: wissen, was man hat.
00:17:27: Ich glaube darum haben wir das beide so gesucht und beieinander gefunden.
00:17:33: Dann haben wir angefangen uns gegenseitig zuzumuten
00:17:39: Und einfach zu merken, jemand versteht all die Gedanken aller Erlebnisse.
00:17:46: Das gibt es selten.
00:17:48: Das kann man nur nachvollziehen, wenn er selbst erlebt in diesem Ausmaß.
00:17:53: Jetzt würde ich sagen genau so wie sie ein wahnsinniges Glück ist, wenn man einen Mensch findet, der z.B.
00:17:59: sein Leben lang gehalten bleibt oder so ... Ist das ja auch Ausglück haben wir uns gefunden?
00:18:05: Und ich möchte aber jetzt in diesem Gespräch nicht so sagen, ja wir hatten Glück und das so zu zelebrieren.
00:18:12: Sondern mehr eben auch mit Zeigen einerseits glaube ich schon alleine mit dem Gespräch auszulösen.
00:18:20: Wir kennen das auch.
00:18:21: Ja.
00:18:23: Aber auch Mut machen, dass man wie darf immer wieder probieren, so Kontakt zu kommen?
00:18:30: Und dann eben auch ... Ich mache das Wort zumut.
00:18:37: Ich finde es schön, wenn du einen Ausflug planen möchtest.
00:18:43: Du hast zwei weitere Kinder und ich habe ein weiteres Kind gehabt.
00:18:46: Dann freuen sich die geschüßten Kinder auf den Ausflughorn.
00:18:50: Man freut sich auch.
00:18:51: Man hat dann vielleicht abgemacht
00:18:52: mit der
00:18:53: anderen Familie und man hat das Gefühl, heute ist ein guter Tag, es funktioniert, es geht, man hat sie vorbereitet mit Pyktogramm.
00:19:00: Man macht alles richtig um den Übergang in ihm möglich stabil zu begleiten.
00:19:05: Und dann geht's nicht.
00:19:07: Genau!
00:19:09: Dann hat man oft noch Streit in der Partnerschaft.
00:19:12: Die beiden Eltern sind genervt, die Geschwistern, die Kinder reagieren ... Unglaublich, also ich würde sagen eine heftige Nährvermassage.
00:19:26: Und dann irgendwie kommt ein Meltdown von dem Kind mit der Autismus und dann haben wir angefangen uns gegenseitig an... Ich hatte wirklich einen Moment, in dem mein Sohn im Hintergrund
00:19:41: geschraubt
00:19:42: hat, wenn man beide Kinder... ...und ich habe das Telefon in die Hand gelauten und du hast es auch gemacht!
00:19:51: Ja, weil man fühlt sich in so einem Moment so einsam und hilflos.
00:19:58: Und es passiert teilweise auch meine Sachen, die man sich gar nicht vorstellen kann – und dann hilft es einfach jemanden anzuläuten, der das so anfällt oder kennt diese Situationen, weil andere würden das gar nicht kennen oder verstehen.
00:20:13: Du kannst das schon erzählen, aber ich glaube, es kann nur verstehen werden, dass er lebt.
00:20:19: Und so Mut braucht aber auch Mut!
00:20:23: Weil
00:20:23: manchmal, wenn ich darüber auch rede oder mit den Leuten bei mir in der Praxis oder sonst sagen sie aber es haben ja alle viele und ich wollte nicht noch stören.
00:20:34: Oder ich
00:20:35: will nicht noch irgendwie ... Also gerade jetzt, wenn jemand ihr Alben getroffen ist.
00:20:43: Und ich habe das nie anstörend empfunden.
00:20:45: Ich habe immer als bereichernd empfundet, wenn du angeglutet
00:20:49: hast.
00:20:49: Es gab auch den Horizont auf.
00:20:52: Für den Moment war man nicht alleine, man konnte ... Ja, es hat mir geholfen.
00:21:00: Oder im Nachhinein darüber reden.
00:21:02: Ich glaube, es hatte mich ein gewisses Gretchen oder so, dass wir uns immer wieder hinkriegen können.
00:21:09: Dass alles erzählen, was gerade passiert ist und wie schlimm das war.
00:21:15: Weil wenn man das so ... Es ist vielleicht auch eine Gesellschaft, die nur schönen zeigt.
00:21:21: Man spricht ja nicht über das Schwierige.
00:21:25: Auch bei Familien, wo es normale Anführungszeichen funktionieren.
00:21:32: Bei uns ist es einfach nicht so und wir helfen darüber zu reden.
00:21:38: Und es hilft mir, wenn ich bin nicht alleine, dass er lebt.
00:21:43: Ja, genau darum machen wir das.
00:21:45: Weil ich glaube ... Ich habe den Kolumnen geschrieben für die Megazeitung.
00:21:51: Mir
00:21:52: hat das mega geholfen?
00:21:54: Ja, genau, mir auch!
00:21:55: Und ich komme jetzt noch in Situationen, wo man sich einsam fühlt und man hat das Gefühl, dass es bei allen anderen läuft.
00:22:04: Und was ich dort auch so wichtig finde, wenn es ums Zumut geht ist ... Ich hatte wirklich einen Anspruch, dass du Zeit hast.
00:22:16: Also ich habe es dann versucht anzuleiten und wenn du nicht abgenommen hast, ist das noch wichtig.
00:22:21: Und dass
00:22:21: es nicht plötzlich zu einem Stress wird oder so.
00:22:24: Du hast nicht abgenahnt.
00:22:25: Sondern wir haben gewusst, ob sie einfach probieren dürfen und egal was für eine Zustand man sind.
00:22:33: Wenn der andere aber nicht abnimmt, dann ist okay.
00:22:37: Ich habe auch angefangen in einen gewissen Moment.
00:22:41: Mein Sohn hat das wirklich ganz extrem ... Ich habe einen fremdgefragten Verhalten gezeigt, in ganz starken körperlichen Aggressionen.
00:22:52: Und ich hatte einen Moment, an dem ich gewusst habe, dass es in einem Zeitpunkt oder in der Nacht war, wo wirklich niemand dumm war und ich auch in den alleih erziehenden Situationen war, bei denen ich alleine war wie mit beiden Kindern ... Und dann habe ich sonst bei einem Elternotrof angeglutet oder auch mal den Dagenboden in der Hand.
00:23:13: Weil ich einfach gewusst habe, wenn ich es dort erzähle... Also klar, die erleben nicht das Gleiche aber auch alleine, das hat mir geholfen.
00:23:21: Es hat mich geholft, in diesem Moment darüber zu reden, dass mein Sohn mich gerade so krebeln hat, dass er es blühtet und über diese Gefühle spricht.
00:23:34: Ich glaube, so der Checkbot ist, wenn du jemanden hast die es wirklich kann anvollziehen, was er erlebt.
00:23:40: Aber ich möchte auch Mut machen und sich zuzumuten.
00:23:43: Auch wenn's Leute sind, die nicht das Gleiche erleben
00:23:46: können?
00:23:47: Ja.
00:23:47: Weil hier aus dem kannst du schöne Momente geben.
00:23:50: Ja.
00:23:51: Manchmal hilft es auch einfach ... Ich habe auch eine andere Freundin und wir schicken uns ein Sprachnachricht, welches gerade war.
00:23:58: Es hilft einfach jemandem, das zu sagen und auch zu hören, wie der ist manchmal auch nicht.
00:24:05: Ja, sich austauscht.
00:24:07: Mir hilft das.
00:24:07: Das ist etwas vom Wichtigsten für mich.
00:24:11: Ich habe z.B.
00:24:12: auch eine Situation, in der mein Sohn so viel kaputtgemacht hat.
00:24:16: Dein Sohn hat ja auch so viele
00:24:17: kaputt gemacht
00:24:18: und dann habe ich z. B. immer ein Foto gemacht.
00:24:22: Bevor es mir geholfen hat, dass ich das fotografiere und dann bin ich ruhig in dem Foto drin ... Die Fotos haben etwas Lustiges im Nachhinein.
00:24:32: Im NachhINEIN, ja!
00:24:34: Zum
00:24:35: Beispiel bei CD-Player damals, wo mein Sohn
00:24:42: ausgerührt hat.
00:24:42: Das war ein bisschen lustig.
00:24:43: Ich und meinen Mann haben sehr viel mit Humor ... Oder auch jetzt im Nachuinein über Situationen lachen.
00:24:53: Wir wissen, es war sehr schlimm, aber ich glaube, sonst geht's nicht mehr.
00:24:57: Versuche Licht zu nehmen.
00:25:00: Was hilft hier?
00:25:04: Im Moment oder nachher?
00:25:06: Ja, ich finde beides.
00:25:07: Ich finde, wie so ... Aus Tragödie entstehen oft im Nachhinein Komödie.
00:25:12: Und das eine ist ja, glaube ich, wie ein Glück, wenn man Menschen hatte, die einem grosszogen haben, die irgendwie lustig waren und dann ... Also du bist auch jemanden lustiges, oder?
00:25:25: Du hast es gerne lustig, aber ich habe es gerne.
00:25:27: Aber ich finde manchmal auch, wenn wir so sagen Mit Humor kann man auch Druck
00:25:33: machen.
00:25:34: Das ist mit dem Foto eine Strategie.
00:25:38: Ich hatte z.B.
00:25:39: mit einer anderen Freundin, die zu Hause von der Schule kam und dann die Hose abzogen hat, weil sie je nachher wieder anzieht.
00:25:49: Dann stand sie einfach so aus den Kossen geschlitzt.
00:25:53: Wir haben
00:25:53: unsere Fotos wie ihr Sohn gesagt gemacht.
00:25:56: Die stehende Hose ... Und das haben wir sehr lustig gefunden.
00:26:02: Absurde Sachen habe ich auch.
00:26:05: Sprachnachricht irgendjemandem, der schnell Tiere angeläutigt ist.
00:26:09: Angeläuten in einer Situation, wo es gerade sehr schlimm ist ... Habe ich Tiere?
00:26:15: Oder wenn ich alleine war bei meinem Mann?
00:26:18: In dieser Situation kann man sie nicht unbedingt mit Humor nennen.
00:26:21: Sie kippen sehr schnell, weil es ein Nervensystem braucht.
00:26:26: unglaublich Kraft zum Meltdown auszuhalten.
00:26:30: Es gibt ja so das Verschiedene, es ist gerade schwierig oder es kommen irgendwelche Zwingen oder Rituale.
00:26:39: Aber wenn es wirklich ein Meltdown ist, kann man es nicht mehr mit Hunger nehmen.
00:26:43: Meistens.
00:26:44: Und es ist dann einfach so jemand auf die einen Kinder und jemand aufs Anderen zu schauen ... Das ist einfach streng.
00:26:53: Was mich viel gemacht hat, auch gesagt, ich kann gerade nicht.
00:26:59: Kannst du übernehmen?
00:27:04: Ja, es ist ... Ich kann das fast nicht beschreiben wie streng das ist und im Nachhinein, weil Lärmer sich fühlen.
00:27:10: Es ist wirklich so ein unglaublicher Kraftakt.
00:27:12: Es gibt Studien aus den USA, die zum ersten Mal bei Müttern geforscht haben, was hinterlassen sie für Symptome?
00:27:23: Und da gibt es wirklich ähnliche, also auch posttraumatische Blastungsstörungen wie von Menschen, die im Kirksgebiet leben.
00:27:33: Das hat damit zu tun, dass man oder ein Kind mit Artismusspektrum begleiten bedeutet in einem ständigen Meinenfeld unterwegs war.
00:27:43: Man ist einerseits immer am Scannen und versucht zu korrigulieren, dass es nicht um einen Meltdown kommt.
00:27:49: Und gleichzeitig weiss man eben nicht im Voraus, wann es zu einem kommt.
00:27:55: Das ist eine unglaublich hoche Spannung eines Wagens schon!
00:27:59: Also auch wenn kein Meltdown
00:28:01: dabei ist...
00:28:02: Es sind ganz viele Anpassungen, die man macht.
00:28:06: Man weiss, es braucht immer Detailer oder der Sitz im Auto oder das und das geht nicht.
00:28:14: Ich weiss
00:28:14: z.B.,
00:28:15: ich darf nie sagen Autobahn, weil mein Sohn Angst vor den Autobahnen
00:28:20: hat,
00:28:21: sondern ich muss sagen Autostrasse auch wenn er Autobahn ist.
00:28:27: Ja.
00:28:28: Das ist nur ein kleines Detail.
00:28:31: Nein, nein!
00:28:31: Das ist recht grosses.
00:28:32: Ja, das
00:28:32: ist so.
00:28:32: Oder dass man wie gewisse Sachen nicht auf dem Tisch darf oder in einem Sonnenspielphasen hatte, wo er die Farbe schwarz nicht
00:28:40: verdreht hat?
00:28:41: Ja.
00:28:43: Wo er einfach ... Als wir geschaut haben, hätte es dafür nichts Schwarz sein.
00:28:47: Ja.
00:28:48: Oder kannst du ein Beispiel machen?
00:28:50: Es kann auch drei Folgen des Anlieges sein.
00:28:53: Genau!
00:28:53: Wenn man z.B.
00:28:54: aus Versehen am Morgen für ihre Schule oder Kindergarten ... wieso der Ablauf sehr wichtig ist.
00:29:02: Und wenn ich dann aus Versehen noch jemanden züpfelt habe an den Kleidern oder ihm die Schuhe vor einem Rucksack gegeben, oder irgendetwas ... Dann kann das schon zu viel sein und er wurde heissig.
00:29:16: Er hat alles wieder abzogen.
00:29:19: Wir müssen anfangen.
00:29:21: Ja, dass mein Feld einen Elefant im Porzell anlädt.
00:29:25: Also wir sind so... Man hat wie eine Antenne und kann eigentlich, man spürt das immer.
00:29:31: Man spürts an den kleinsten Bewegungen ... Ähm... An allem, ah!
00:29:37: Spürt man, wie es ihm geht?
00:29:38: Das hatte vor allem dann ich.
00:29:42: Und dann beginnt man auch rundum regulieren.
00:29:44: Genau.
00:29:46: Und wir dürfen nicht mehr reden und alle müssen sich weiter erlaufen oder deren Stimmung abpassen.
00:29:51: Und auch dann kann's manchmal nicht mehr langen.
00:29:54: Und es kann aber auch aus dem Nüchern kommen, wenn man das niemals wird denken.
00:29:57: Es ist plötzlich wie ein Schalter.
00:29:59: Genau!
00:30:00: Wenn der Schalter kippt und eine Meldhörn kommt
00:30:02: ...
00:30:04: Das finde ich so wichtig.
00:30:05: Ich gebe auch Workshops zum Thema Selbstregulation in der Ko-Regulierung, wenn es einen Kindermatismus-Spektrum ist.
00:30:10: Was mir bei diesem Workshop unglaublich wichtig ist immer zu benennen, dass es einen Zustand gibt oder ich finde es schön, wenn du es benennst.
00:30:18: Wenn das Nervensystem voll aktiviert ist... der Sympathikus oder den Alarmzustand.
00:30:25: Kannst du nicht mehr auf die Ressourcen zugreifen?
00:30:29: Das heisst, dass dann einfach nicht persönlich nehmen
00:30:34: kannst ... Genau!
00:30:35: Oder
00:30:35: nicht mit Humor reagieren kannst.
00:30:37: Ist völlig normal und ich finde auch das Hilfe zu wissen... Ich bin falsch wie ich es jetzt nicht lassen kann.
00:30:45: Oder ich bin falsch, wie ich sie nicht mit humoren kann.
00:30:51: Persönlich nehmen, dass es mich trifft.
00:30:53: Wenn mein Kind mich irgendwie beschimpft und versucht
00:30:58: zu schlagen ... Darf ich hierhin hängen?
00:31:02: Das ist dann auch für die Aussenstehende manchmal etwas komisch, wenn man sich das machen lässt oder er sagt dir ein schlimmes Wort.
00:31:09: Und du sagst nicht, das möchte ich nicht.
00:31:11: Das kannst du vielleicht einmal sagen.
00:31:12: aber wenn du merkst, der Schalter ist um, musst du nicht mehr sagen, das will dich nicht und du dich entschuldigen könntest.
00:31:20: alles ignorieren und einfach möglichst sichern.
00:31:26: Und ich glaube, das ist für Aussenstehende schwierig, weil es dann wie so ein bisschen ... Man hat das Gefühl, ja, es macht eine Ausübung.
00:31:38: Aber es ist eben nicht!
00:31:39: Das
00:31:40: ist so wichtig.
00:31:41: oder zu benennen?
00:31:42: Ein Meltown entsteht immer aus grösster Not.
00:31:47: Also ich möchte vielleicht kurz die Begriffe, das ist Overload.
00:31:51: Das ist Streitzeberflutung.
00:31:53: Beim Overload kann man teilweise noch einwirken oder dass es wirklich Rückzugsmöglichkeiten gibt und Regulationsmöglichkeit.
00:32:04: Und dann gibt's den Melden.
00:32:06: und der Melde haben wir ganz oft falsch gelesen als Wutanfall, als Trotzanfall , als schlechtes Benähen, als Machtkampf.
00:32:14: Ist es nie?
00:32:15: Es ist ein Zeichen höchster Not.
00:32:19: Und dann gibt es noch den Shutdown, das ist eigentlich wenn ein Kind sich innen implodiert, oft auch in einen Freezingart, also mein Sohn zum Beispiel kann sich dann eine Art ... Also es sieht aus als ob er schläft.
00:32:35: Aber er ist schon wach aber er ist völlig ... Das Gesicht ist dann auch ganz eingeseitigt und bewegt sich nicht mehr?
00:32:42: Ja
00:32:44: Und auch das, also ein Shutdown ist nochmals bis zum artistischen Burnout.
00:32:49: Das ist eine ganz grosse Not und das ist leider immer noch so, dass es hier zu wenig Aufklärung gibt.
00:32:58: Dass Eltern immer noch gesagt werden, sie müssen konsequent sein und es ist einfach wichtig, um den Namen im Meltdown, wenn der Schalter kippt, ist nie Zeit.
00:33:11: Nein!
00:33:12: Für irgendwelche Erziehungsmaßnahmen, pädagogische Konzepte, irgendwelchen Regeln durchzusetzen.
00:33:22: Sondern das Einzige, was sie dann angesagt hat ist die Deeskalierung.
00:33:25: Das heisst nicht, dass ich nicht Grenzen setze.
00:33:28: Nein!
00:33:29: Von
00:33:30: irgendwie klar mich nicht schlagen und ich schütze mich jetzt oder ich schüsse die Sicherung usw.
00:33:37: Aber es ist ... Das, was du beschreibst oder dass die Leute von außen das Gefühl haben.
00:33:42: Was ist denn das für ein Mutter?
00:33:44: Ihres Kindes schreit und sie lässt sich das gefallen?
00:33:48: Es ist v.a.
00:33:51: schwierig, wenn man dann noch auswärts irgendwo ist.
00:33:55: Dann muss man möglichst heil nach Hause kommen.
00:34:01: Da haben wir auch viele Situationen erlebt.
00:34:03: Und es hilft nur noch möglichst wenige Anweisungen, Klareanweisungen ... Strenge auch teilweise und so Präsenz markieren.
00:34:15: Und dich selbst regulieren?
00:34:18: Das sind die Situationen, in denen man auf grosse Einsamkeit kam.
00:34:23: oder wenn ein Burnout ist, der nicht mehr möglich ist – er ist zwar ruhig, aber wir haben uns dort viel austauscht.
00:34:33: Dort hätte ich mir gewünscht zu wissen, dass ich nicht alleine bin ... Weil auch Fachstellen können einem teilweise nicht weiterhelfen oder machen einem zusätzlichen Schlecht zu gewissen.
00:34:47: Und ich glaube, dann haben wir das Bild, in dem ich eine Solo-Folge zum Primären und Sekundär am Stress gemacht habe.
00:34:55: Das heisst den Stress, der sowieso hier ist, wo man gehört, es ist enorm, wenn ein Informatismuspektrum ist.
00:35:02: Dann ist eigentlich der sekundäre Stress, dass ... Die Eltern und die Mütter haben das Gefühl, dass sie etwas falsch in der Erziehung machen.
00:35:14: Dass man sich einsam fühlt, dass man sich isoliert fühlt.
00:35:17: Dass es irgendwie ein Gefühl hat, man muss sich anders verhalten.
00:35:22: Und das ist ... Ich denke, das ist auch eine Motivation, dass wir wieder darüber reden, wenn man weiss, okay?
00:35:32: Es geht allen so!
00:35:34: Die Kinder, die im Artismus spektrum sind und die Themen sind ganz ähnlich.
00:35:38: Egal wie stark sie betroffen sind ... Dann nimmt wenigstens der sekundäre Stress
00:35:45: herab!
00:35:46: Wenn ich mal ein Buch gefunden habe, war ich froh, so zu lesen.
00:35:50: Ich weiss nicht mehr, wie es heisst.
00:35:52: Es gibt
00:35:53: viele, oder?
00:35:54: Z.B.
00:35:54: auch in den deutschen Schweizern gute Literaturen.
00:35:57: Das kann
00:35:58: ich empfehlen.
00:35:59: Einfach
00:35:59: zu wissen, dass ich nicht alleine bin.
00:36:02: Es erleben sich auch andere.
00:36:04: Aber man geht dann mal wieder in das Leben und fühlt sich im Moment.
00:36:07: Es ist einfach ein ohnmächtiges Gefühl.
00:36:13: Oder so weit zu wissen ... Ich finde, es sind die Lasten schon zu wissen.
00:36:18: Wenn der Schalter krippelt?
00:36:20: Dann bin ich nicht mehr lustig.
00:36:22: Dann nehme ich's vielleicht auch mal persönlich.
00:36:24: Und nachher findest du spannend oder was hilft denn zum sich nachher auch wieder regulieren?
00:36:29: Also weisst du, seither ist ja, was macht das Kind?
00:36:31: Ja!
00:36:32: Aber das andere ist auch, was hat dir geholfen?
00:36:36: Gerade wenn du so eine grosse, nervliche Überlastung hast, dann irgendwie wieder Energie zu danken.
00:36:45: Häufig hat man ja noch schlecht gewissen, weil man es nicht mag und das Leben geht weiter.
00:36:50: Du sollst noch Haushalten oder was weiss ich?
00:36:54: Und einfach sich dann eingestehen ... Nein!
00:36:56: Es war jetzt sehr streng.
00:36:58: Ich darf aufs Sofa hucken.
00:37:00: Ich muss nichts mehr machen.
00:37:04: Oder auch den Haushalt muss nicht gemacht werden.
00:37:09: Da kämpfe ich auch jetzt noch manchmal.
00:37:12: Das ist mega schwierig, aber das hat mir geholfen.
00:37:14: und auch halt dir dann eben anrufen, dass du mir das eingestehst oder einfach die Wertschätzung von aussen?
00:37:21: Also eigentlich so die unsichtbare Kehrarbeit der Co-Regulation als Arbeit gesehen, wo dich darfst erholen davon?
00:37:29: Ja!
00:37:30: Auch zu sagen, hey, es war jetzt ausstrengend ... Das musste ich aber auch lernen.
00:37:37: Vor allem wenn man eine kleine Kind hat, muss es ja gleich funktionieren.
00:37:41: Ähm ... Die Momente geniessen, die schön sind oder eben wir sind dann oft einfach, wenn sie gerade gegangen ist, einen Kaffee trinken zusammen und so momentan sehr schätzen.
00:37:55: Oder sich auch eingestanden haben, jetzt lege ich aufs Ofen und schaue einfach Netflix oder lese ein Buch.
00:38:02: Es geht natürlich nur, wenn ein Kind Die anderen sind weg.
00:38:07: Zudem haben wir einen Film geschaut und man ist nicht der schlechte Mutter, weil man den Kindern Fernsehen anstellt oder so?
00:38:18: Ich habe vor vielen Jahren Kolumne geschrieben über diesen Pischee-Tag.
00:38:23: Ich habe gemerkt, dass ich das Gefühl befalle, weil meine Nachbarn ... Und ich bin auch über was gerne draussen.
00:38:31: und unterwegs bin.
00:38:33: Und für mich war das extrem anspruchsvoll, zu merken, dass es mit meinem Sohn geht.
00:38:38: Dass er sich nicht in meine Nachbarin kann, die Kinder schnappen und wandern zum Beispiel.
00:38:43: Oder einfach ein bisschen Waldo an.
00:38:45: Und das ist einerseits wegen der Autismus nicht gegangen, aber andererseits hat mein Sohn auch noch beim Laufen Probleme und er müde schneller.
00:38:53: Er hatte immer wieder Schwierigkeiten mit den Laufen.
00:38:58: Die zwei Faktoren haben dazu geführt dass ich gemerkt habe es ist nur Stress Es geht nicht.
00:39:03: Endlich können wir gar nicht zum Haus aus, oder wenn wir dann unterwegs sind, kommt es eben zu einem Meltown und so weiter.
00:39:10: Und dann bin ich auch mit so traurig geworden, wenn ich das so gesehen habe, dass ich gerade am Sonntag in die ganze Familie zum Haus rauskomme.
00:39:17: Ja...
00:39:18: Ich war schon so müde wie schon die erste Stunde am Tag, weil es so streng war.
00:39:24: Dann habe ich angefangen mir zu erlauben, dass es einfach täten darf, wo ein bisschen da ist.
00:39:30: Also wo man wirklich ... nicht aussen gehen und man bleibt im Bischof.
00:39:35: Man darf den ganzen Tag, wenn es geht, Filme schauen oder einfach ... Also, die wirklich ganz wenig muss klappen.
00:39:44: Das hat mir geholfen!
00:39:47: Ja, man muss sich manchmal so etwas ... Erstens muss man sein ... sozusagen das Normale, das wir vielleicht im Kopf haben, weil man es gerne hat.
00:39:56: Man muss wie neu frameen.
00:39:58: Wir sind halt anders bei uns.
00:40:01: Anders normal.
00:40:04: Ähm ... Und auch sagen, was ist eigentlich wichtig?
00:40:09: Alles geht's ... Also im Moment geht es mir wieder gut.
00:40:13: Der Schwester und wir haben es gerade gut.
00:40:15: Wir haben das etwas blöd.
00:40:16: Aber wir sind zu Hause!
00:40:18: Wir sind glücklich, wir haben die Beziehungen gut.
00:40:23: Das ist wichtig.
00:40:24: Nicht alle Ausflüge, die Kinder machen können.
00:40:29: Was mir auch hilft, ist ein schönes Zuhause zu haben.
00:40:31: Ich habe dann vielleicht einfach geschaut, dass wir das Zuhauseschöne ... Also ich musste mich wohlfühlen.
00:40:38: Also Sachen kann ich dann Kraft danken.
00:40:42: Weil es schon schwierig ist, um mir viele zu Hause zu sein, will ich es aber schön
00:40:46: haben.".
00:40:47: Und das ist aber manchmal der Ausspannungsfeld, wie es schön hat?
00:40:50: Wie hast du die Zeit gemacht mit dem Umgang?
00:40:53: Meist du, wenn die Mutter immer schöner wohnen ist für ein Kind?
00:40:58: Ja, das stimmt.
00:41:00: Es sind manchmal kleine Ecken, die dann vielleicht ... Es ist noch schwierig, wenn man drin ist.
00:41:05: Nein!
00:41:05: Natürlich auch viele Tage, die einfach blöd waren.
00:41:11: Und ich finde es spannend mit den kleinen Ecken.
00:41:15: Das hat ja etwas von ... Die Richtung der Aufmerksamkeit.
00:41:20: Ich finde es spannend, von den Bildern, die wir all so internalisiert haben wie lebt man Familie?
00:41:28: Was
00:41:29: macht man als Familie?
00:41:31: Das war für mich ein wahnsinniges Leerenfall hier mich von diesen Bildern zu verabschieden und neue zu entstanden.
00:41:37: Wir machen das so, wir machen das anders.
00:41:43: gewisse Sachen sind immer leichter gefallen, andere schwerer.
00:41:46: Und ich glaube was mir am schwersten gefällt ist wirklich das Soziale.
00:41:49: Ja wir auch!
00:41:50: Also so... Ich bin so gross vor, dass wir immer mit anderen Familienpferien, meine Mutter war schon allei erziehend seit langem, wir waren immer mit den anderen Müttern unterwegs mit allen Kindern.
00:42:02: Ich habe wirklich viele lässige Freunde, die Kinder haben im gleichen Alter und ich habe mich das so vorgestellt, dass man dann wie zusammen sind.
00:42:11: Und
00:42:12: dann sind es die Werke, die sich weiterhin treffen.
00:42:16: Für mich geht das nicht mehr.
00:42:19: Also nicht mehr an der Branche zu gehen und nicht mehr den Leistungsspagetti.
00:42:22: Nicht ins Haus in Tosca nach, wo vier Females zusammen Ferien machen.
00:42:30: Das ist mir sehr schwer gefallen zu verabschieden.
00:42:34: Es ist mir auch schwer gefallen ... Ich habe auch jetzt noch manchmal Situationen.
00:42:39: Und einfach auch nicht die Situation annehmen muss ich ... ... mit der Situation anrunden.
00:42:44: Aber
00:42:44: was hilft denn?
00:42:45: Ich finde, es ist
00:42:47: nur ein Haarfreund.
00:42:48: Das ist sehr einfach gesagt, weil du es so schwer gemacht
00:42:52: hast.
00:42:52: Hey!
00:42:54: Im Sommer gehen alle Padi.
00:42:56: Schönes Beispiel.
00:42:57: Padi... ich gehe selber nicht so gerne in die Padi, aber vielleicht wenden sogar deine eigenen Kinder in die Paddy, aber du weisst, dass sie nicht gut tun oder Sie wollen auch nicht in die paddy.
00:43:06: Ja und dann haben wir halt mal einen russigen Pool in den Garten gestellt.
00:43:10: Dann haben wir uns einfach gesagt, umgehen wir es so?
00:43:15: Wir sind zufrieden oder ein grosses Trampolin.
00:43:19: Weil man sagt, wenn Kinder zufriede sind, sind sie mir zufriedene.
00:43:27: Ja ...
00:43:28: Und aber auch, so wie ich das bei euch mitbekommen habe.
00:43:31: Als Mama gibt es einfach auch Tage und Wochen und Ferien, wo eben niemand zufrieden ist?
00:43:36: Ja, das gibt's auch, ja sicher!
00:43:39: Das ist auch mega scheisse, ja.
00:43:42: Du willst am liebsten am ersten Tag in der Ferie schon wieder
00:43:44: heim?
00:43:46: Haben wir uns auch schon angelüht?
00:43:47: Dann hilft einfach das Verständnis, jemandem das sagen kann, weil du nicht jedem erzählen willst... Wer erzählt schon, dass Ferien nicht so gut waren?
00:43:57: Ich finde es wichtig, was du sagst.
00:43:59: Es gibt so viele Momente im Leben und zwar völlig unabhängig davon, ob ein Kind mit der Autismus spektriert oder sonst etwas passiert, wo man einfach am besten ist.
00:44:10: Man sagt, das ist einfach scheisse!
00:44:13: Ist Mama einfach scheiss?
00:44:15: Ja... Da verschreckte ich recht offen, aber gewisse Leute.
00:44:20: Man muss sich aufpassen, wenn man das sagt ... Aber der meiste Leute um mich kann ich das erzählen?
00:44:29: Und was auch noch hilft ist mir etwas Kleines in Sinko.
00:44:33: Einfach den Tisch an eine Tische am Abend und die Kerze.
00:44:37: Irgendetwas Kleines rundherum zu kaufen oder so.
00:44:42: Ein kleines ... Etwas, das dir gut tut.
00:44:47: Ja.
00:44:48: Also es ist eigentlich einerseits anehen, dass was ist und das darf er benennen und nicht schönreden und auch mal sagen sie scheisse.
00:44:56: Und andererseits aber auch in dem, was schwer ist oder immer wieder die richtigen Veraufmerksamkeit auf das lenken... Was tut einem
00:45:04: gut?
00:45:04: Was sind die kleinen schönen Sachen?
00:45:06: Es kommt immer wieder in den Podcastsformats einfach wirklich so wo sind die Glimmers?
00:45:12: Wo sind die Highlights?
00:45:13: Wo ist das?
00:45:18: und wir haben dann wirklich auch die Samenferien gemacht.
00:45:23: Dort hatten wir einen Moment, in dem beide Kinder zu Meltdowns waren.
00:45:28: Einfach
00:45:29: absurde im Moment, aber man hat es gegenseitig verstanden.
00:45:33: Ja,
00:45:33: das war gut.
00:45:34: Und du hattest niemandem erklären können müssen.
00:45:40: Das hilft sehr.
00:45:42: Und ich will das auch nicht schönreden.
00:45:44: Wir hatten auch Wochen, die einfach nur schlimm waren.
00:45:48: Also die gibt es?
00:45:51: Ja, die gibt's
00:45:55: und ich glaube eben, dass man hier so viel mehr machen darf, weil ... Ich glaube, ganz viel des sekundären Stresses entsteht dadurch, dass wir die Bilder von immer-harmonie haben.
00:46:08: Wer sagt schon gerne, dass Ferien irgendwie schwierig sind?
00:46:12: Und gleichzeitig weiss ich, es gibt so viele Familien, die wirklich auch schlimme Ferien erleben, wo kein Kind auf dem Artismus-Spektrum
00:46:21: ist
00:46:22: oder mit der Partnerschaft ist das schwierig oder was auch immer.
00:46:25: Das kann sogar ein Volk machen zu dem und ich glaube, das entlastet doch so wenn man wie ... einfach so, dass wir das
00:46:33: benennen
00:46:34: dürfen.
00:46:35: Und ich glaube auch, weil es diesem Spektrum so unsichtbar ist... ...ist das eben auch schwerer.
00:46:41: zum sichtbaren machen?
00:46:44: Ja und es ist auch für uns als Familie, also wir gehen ja immer noch manchmal rein oder sind und dann haben wir älter uns gegenseitig müssen sagen, aber es geht glaubt nicht!
00:46:56: Also weil es den einen vielleicht gerade vergessen hat
00:46:59: Und die Hoffnung stirbt jetzt letztendlich.
00:47:02: Man hat immer wieder Hoffnungen!
00:47:04: Aber es ist auch noch gut,
00:47:05: dass wir ... Es
00:47:07: ist noch gut und ich glaube man muss das haben, sonst würde sie gar nicht... Man
00:47:10: darf die Hoffung und Zufersicht nie, nie verlieren?
00:47:14: Nein.
00:47:14: Aber gleichzeitig ist es dann manchmal auch noch good wenn man es gegenüber hat, wo sagt bist du jetzt sicher?
00:47:20: also ich hatte zum Beispiel jetzt gerade in einer Woche, bei der ich beim Song war, deine Institution, habe ich wie es so einen schönen Tag hatte.
00:47:26: Und dann kommt die halbe Stunde laufen.
00:47:29: Und dann hat es bei meinem Freund gesagt, ich glaube das ist besser mit dem Zelt hier.
00:47:33: Ich war nachher mega froh, weil er müde geworden ist und es wäre nötig.
00:47:36: Genau!
00:47:37: Ja so Sachen...
00:47:38: Also einerseits ist es ja auch, wenn man davon redet Ausflüge machen, andere Familien treffen ... Ist es ja gut, wenn wir den Kindern etwas zurmuttern und zutrauen.
00:47:48: Aber gleichzeitig ist es auch noch gut, dass man dann eben einen Austausch hat mit anderen Eltern oder auch einfach Partner, Partnerin oder wem auch immer.
00:47:58: Oder eben auch von Fachstellenleuten, die einem dann auch unterstützen, dass man auch Dörfer gewisse Anpassungen machen, die einen entlasten.
00:48:06: Und man darf aber auch von den Fachpersonen weg, die wir merken.
00:48:11: Mega wichtig!
00:48:12: Danke.
00:48:12: Die reden auch eine schlechte Gewissheit?
00:48:14: Oder geben dir das Gefühl, du bist falsch?
00:48:17: Weil auch diese gibt es ganz viele.
00:48:19: Magst du sagen, was etwas Schlimmeres war?
00:48:21: Kannst du das sagen?
00:48:25: Ja... Es gibt vieles.
00:48:30: Es wird dann schon besser.
00:48:32: Je älter er wird, desto besser, aber es stimmt nicht.
00:48:35: Ich
00:48:36: habe das auch in Bücher gelesen oder einfach so ein Lied.
00:48:40: Wir müssen halt durchgreifen und das gehört mir so viel!
00:48:48: Und was mich mega geholfen hat ist eine gute Zusammenarbeit mit leeren Personen.
00:48:53: Wenn man wie ein Team ist und alle wollen zu gleichen ... und wir können gegenseitig in die gleiche Richtung schauen.
00:49:02: Wir wollen eigentlich das Gleiche, um zusammen zu arbeiten und der Ausdausch.
00:49:06: Aber das schleiden wir nicht überall so.
00:49:09: Und das ist etwas, was so belastend ist?
00:49:13: Gerade wenn man mit Fachleuten zu tun hat, die einen noch mehr belasten oder entlasten.
00:49:20: Ich merke auch, dass es mir von Fachleute so gut tut, was wir zum Glück immer wieder einmal begegnet sind ... Einfach die Leute sagen, dass es wirklich ausserfordert ist.
00:49:30: Oder das ist wirklich schwierig?
00:49:32: Also wir haben gar nicht unbedingt eine Lösung, aber wo wenigstens sie sehen ...
00:49:38: Ja, was sie sehen und von gewissen Leuten habe ich manchmal auch gehört.
00:49:44: Nein, ich habe keine Lösung!
00:49:47: Das hilft auch.
00:49:48: Ja genau, sie machen es gut.
00:49:50: Und einfach Leute haben keine Lösungen.
00:49:54: Manchmal wünscht man sich die, aber gleichzeitig muss man dann sagen, ich mache es gut so wie sie ist.
00:50:01: Das kann man nicht nur öffentlich sagen, dass alle, die mit den Eltern zu tun haben und das Kind im Autismus sprechen, auch bewusst sind, diese Familien tragen enorme Belastungen, die nicht sichtbar sind.
00:50:16: Ich glaube allein, wenn man in einer Begegnung sagt, sie tragen viel und machen das gut ... dann ist schon so viel stabilisiert.
00:50:28: oder auch wenn es noch nicht die grossen Lösungen sind.
00:50:33: Und ich glaube, was auch so hilft ist, wenn man merkt, dass Fachleute zu diesem Kind auch
00:50:41: eine Beziehung
00:50:41: haben.
00:50:42: Das merke ich bis
00:50:43: heute.
00:50:44: Es hilft mir so, wenn jemand meinen Sohn nicht einfach
00:50:47: nur als
00:50:49: Macherführungszeichen Probleme sieht?
00:50:52: sondern als Mensch mit viel Ressourcen und Stärken.
00:50:55: Und auch mit ganz vielen Seiten- und Fassetten, die man gerne hat oder auch eine Bereicherung
00:51:05: ist.
00:51:05: Was mir hilft und was ich auch viel mache, ist das kleine Sichtbarmachen für mich, den Fortschritt.
00:51:10: Das machen wir gemeinsam.
00:51:12: Ich leute dir auch an und sage, jetzt klappt das.
00:51:16: Es könnte ganz kleine Schritte sein, wo niemand versteht, aber wir haben einen Zusammenmerkfreut.
00:51:22: Oder ich schreibe es mir manchmal auf, wenn ich gerade das Gefühl habe ... Es geht ja gar nichts vorwärts.
00:51:27: Und dann sehe ich, was alles möglich ist.
00:51:30: Das hilft so fest?
00:51:31: Das
00:51:32: hilft mega!
00:51:32: Dann
00:51:33: abfeuern und abfeueren ... Wagst du dich noch erinnern, Lea?
00:51:39: Das wäre von zwei Jahren nicht möglich gewesen.
00:51:42: Jetzt ging das auch
00:51:43: hierhin.
00:51:44: Wir haben nicht nur negativ in die Telefon.
00:51:46: Ich will sagen, wir haben sehr viel ...
00:51:51: dass eben dann auch können, all das was schwierig ist und nicht geht.
00:51:57: Das darf sein aber nebenan oder vielleicht sogar genau so jetzt erst recht und trotz allem immer wieder auch sagen hey!
00:52:08: Das und das ist irgendwie toll,
00:52:11: dass es
00:52:11: funktioniert.
00:52:12: Und eben auch das, was das Familienmögliche ist oder die Form von Ferien, die vielleicht möglich sind.
00:52:19: Oder alleine am Nachmittag mit einem Film schauen, einfach mega abfeuern.
00:52:26: Ich finde es ein schöner Schluss für heute.
00:52:28: Ja, das ist schön!
00:52:30: Vielleicht reden wir wieder?
00:52:31: Es gibt sicher noch viele.
00:52:35: Schlicht... Wenn du das Gespräch gelassen hast und egal, ob du irgendetwas mit der Artismusspektrum zu tun hast oder nicht.
00:52:46: Aber ich glaube eben, dass das Thema sich von Bildern auch verabschieden kann und in Verbindung mit Menschen gehen, die verstehen können wie es ist wenn wir Bilder verabscheiden können, die eben auch ein Bewusstsein haben, dass es noch Lebenspläne gibt ... die sich nicht an den Plan halten, die manchmal ganz anders sind als man jemals denkt.
00:53:08: Ich glaube dann, dass es umso wichtiger wird und vielleicht machst du irgendetwas Kleines, das Lea gesagt hat heute für dich oder irgendjemand.
00:53:27: Der Podcast ist unabhängig und werbenfrei und ein totales Herzensprojekt.
00:53:34: Darum freue ich mich besonders, wenn ihr durch abonnierst Herzen und teilen.
00:53:40: Denn dann kann er weiter wachsen!
00:53:43: Wenn du mehr unterstützen möchtest, kannst du mir gerne auf www.beimeacoffee.com ein Kaffeespendieren.
00:53:52: Danke vielmals!
00:53:53: Den Link findest du in der Show-Note.
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